{"Signatur": "UR_OG_003", "Spider": "UR_Gerichte", "Datum": "2018-01-22", "PDF": {"Datei": "UR_Gerichte/UR_OG_003_2018-OG-S-17-3_2018-01-22.pdf", "URL": "https://www.ur.ch/_rte/publikation/12335", "Checksum": "7d8d30f23fdaa682df2ae25a1b2b45db"}, "Scrapedate": "2026-01-05", "Num": ["2018_OG S 17 3"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Uri Obergericht Strafrechtliche Abteilung 22.01.2018 2018_OG S 17 3"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Uri Obergericht Strafrechtliche Abteilung"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Uri  Strafrechtliche Abteilung"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Uri  Strafrechtliche Abteilung"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Versuchter Mord in Mittäterschaft / Entschädigung amtliche Verteidigung "}], "ScrapyJob": "446973/59/1992", "Zeit UTC": "05.01.2026 06:48:39", "Checksum": "4cc92a3080bc303c12d4cdf933aa82d8", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Uri Obergericht Strafrechtliche Abteilung 22.01.2018 2018_OG S 17 3\nRegeste:\nVersuchter Mord in Mittäterschaft / Entschädigung amtliche Verteidigung \n\n4.2\nDer Widerhandlung gegen das Waffengesetz durch das Übertragen einer Waffe an einen\nStaatsangehörigen, der keine Waffe erwerben darf, begangen zu einem Zeitpunkt zwischen\ndem 4. Januar 2010 und dem 12. November 2010 in Erstfeld oder anderswo (1.2 AKS).\n\n5.\nW wird in Anwendung der Art. 112 i.V.m. Art. 22 Abs. 1 StGB, Art. 129 StGB, Art. 7 Abs. 1 WG\nund Art. 12 Abs. 1 lit. a WV i.V.m. Art. 33 Abs. 1 lit. g WG, Art. 27 Abs. 1 Satz 1 WG i.V.m. Art.\n33 Abs. 1 lit. a aWG (Fassung vom 12.12.2008 bis 27.07.2010), Art. 5 Abs. 3 lit. c i.V.m. Art.\n34 Abs. 1 lit. b WG, Art. 9 Abs. 1 und Art. 11 Abs. 1 aWG (Fassung bis 11.12.2008) i.V.m. Art.\n34 Abs. 1 lit. d WG, Art. 12 und Art. 8 WG i.V.m. Art. 33 Abs. 1 lit. a aWG (Fassung bis\n27.07.2010), Art. 26 Abs. 1 i.V.m. Art. 34 Abs. 1 lit. e WG, Art. 27 Abs. 1 i.V.m. Art. 33 Abs. 1\nlit. a aWG (Fassung bis 11.12.2008) sowie unter Berücksichtigung von Art. 10, Art. 12 Abs. 1\nund Abs. 2, Art. 34, Art. 36, Art. 40, Art. 47, Art. 49 Abs. 1 und Abs. 2, Art. 51 und Art. 106\nStGB sowie Art. 423, Art. 426 Abs. 1 und Art. 428 Abs. 1 und 3 StPO, teilweise als Teilzusatzstrafe zu Urteilen des Obergerichts des Kantons Uri vom 17. Juli 2009, 10. Mai 2010 und 4.\nSeptember 2014 und zum Strafbefehl der Staatsanwaltschaft des Kantons Uri vom 25. Mai\n2009,\n\nverurteilt zu:\n5.1\nEiner Freiheitsstrafe von 10 Jahren.\nDie bisher erstandene Untersuchungs- und Sicherheitshaft im Umfang von total 1683 Tagen\nwird auf die Freiheitsstrafe angerechnet.\n\n5.2\nEiner Geldstrafe von 70 Tagessätzen zu Fr. 30.00.\n\n5.3\nEiner Busse von Fr. 800.00.\nWird die Busse schuldhaft nicht bezahlt, so tritt an deren Stelle eine Ersatzfreiheitsstrafe von\n8 Tagen.\n\n5.4\nDer Bezahlung der Verfahrenskosten, bestehend aus\n- den vorinstanzlichen Verfahrenskosten in der Höhe von total Fr. 79'613.50, davon\nFr. 52‘104.90 unter solidarischer Haftung mit S (LGS 12 2) und\n- den oberinstanzlichen Verfahrenskosten, errechnet aus\n- 83 -\n\nVerfahren OG S 13 3\n- Anteil Gerichtsgebühr Fr. 4'000.00\n- Anteil Kanzleigebühr Fr. 115.00\n- Anteil Kosten für Urteilsmotivierung Fr. 587.50\n\nVerfahren OG S 14 8\n- Anteil Gerichtsgebühr Fr. 2'000.00\n- Anteil Kanzleigebühr Fr. 50.00\n- Anteil Kosten für Urteilsmotivierung Fr. 461.20\n\nVerfahren OG S 17 3 inkl. Haftverfahren\n- Gerichtsgebühren Fr. 6'750.00\n- Kanzleigebühren Fr. 1'707.60\n- zzgl. Kosten für Urteilsmotivierung Fr. 1'428.00\n\nGutachterkosten Fr. 16'868.55\nKosten für Dolmetscher und\nÜbersetzungen Fr. 205.00\n\nFr. 34'172.85\n\n6.\nDie durch das Obergericht des Kantons Uri mit Urteil vom 17. Juli 2009 bedingt ausgesprochene Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu Fr. 50.00 wird gestützt auf Art. 46 Abs. 1 StGB widerrufen.\n\nII. Zivilpunkt\n\n1.\nW wird verurteilt, der Privatklägerin 1 eine Genugtuung im Umfang von Fr. 25'000.00 zzgl. Zins\nvon 5% seit 12. November 2010 zu bezahlen, davon Fr. 10'000.00 zzgl. Zins von 5% seit 12.\nNovember 2010 unter solidarischer Haftung mit S (LGS 12 2 beziehungsweise OG S 13 4).\n\n2.\n- 84 -\n\nDie von der Privatklägerin 1 adhäsionsweise geltend gemachte Schadenersatzforderung von\nFr. 500.00 wird auf den Zivilweg verwiesen.\n\n3.\nDie von der Privatklägerin 2 adhäsionsweise geltend gemachte Schadenersatzforderung von\nFr. 15'382.75 wird gutgeheissen und geht unter solidarischer Haftung zulasten von W und S\n(LGS 12 2 beziehungsweise OG S 13 4).\n\n4.\nDie vom verstorbenen P adhäsionsweise geltend gemachte und auf einen allfälligen Rechtsnachfolger von P übergegangene Genugtuungsforderung wird im Umfang von Fr. 500.00 zzgl.\nZins von 5% seit 4. Januar 2010 gutgeheissen und geht zulasten von W.\n\nIII. Amtliche Entschädigungen\n\n1.1\nDie von der Vorinstanz in den Beschlüssen LGS 12.9 (Fr. 69'854.75 an RA lic. iur. Linus\nJaeggi), LGS 12.10 (Fr. 34'001.65 an RA lic. iur. Heinz Holzinger) und LGS 12.11 (Fr.\n37'436.25 an RA lic. iur. Peter Niggli) bestimmten Entschädigungen für die amtlichen Verteidigungen von W im vorinstanzlichen Verfahren (LGS 12 1) werden übernommen und von der\nStaatkasse Uri getragen. Vorbehalten bleibt Art. 135 Abs. 4 StPO.\n\n1.2\nDie Entschädigung für die amtliche Verteidigung durch RA lic. iur. Linus Jaeggi im ersten Verfahren vor dem Obergericht des Kantons Uri (OG S 13 3) von Fr. 40'000.00 wird übernommen\nund von der Staatskasse Uri getragen. Vorbehalten bleibt eine anteilsmässige Rückzahlung\nvon 50% beziehungsweise eine Nachforderung von 50% der Honorardifferenz nach Art. 135\nAbs. 4 StPO.\n\n1.3\nDie Entschädigung für die amtliche Verteidigung durch RA lic. iur. Linus Jaeggi im zweiten\nVerfahren vor dem Obergericht des Kantons Uri (OG S 14 8) inklusive Haftverfahren (OG SP\n15 1, OG SP 15 5 und OG SP 15 6) wird neu bestimmt auf Fr. 75'220.80 (inkl. Auslagen und\nMWST) und von der Staatskasse Uri getragen. Vorbehalten bleibt eine anteilsmässige Rückzahlung von 20% beziehungsweise eine Nachforderung von 20% der Honorardifferenz nach\nArt. 135 Abs. 4 StPO.\n1.4\n- 85 -\n\n"}