{"Signatur": "TA_DZK_001", "Spider": "TA_SST", "Datum": "2024-07-30", "PDF": {"Datei": "TA_SST/TA_DZK_001_DK-2022-E-17_2024-07-30.pdf", "URL": "https://www.sportstribunal.ch/customer/files/82/DK-2022-E-17-Entscheid-vom-30-07-2024.pdf", "Checksum": "bfcd09aad195ea955813cb326358e993"}, "Scrapedate": "2026-06-27", "Scrapetime": "00:03:48", "Num": ["DK 2022/E/17"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schiedsgerichte Disziplinarkammer des Schweizer Sports 30.07.2024 DK 2022/E/17"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Tribunaux d'arbitrage Chambre disciplinaire du sport suisse 30.07.2024 DK 2022/E/17"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Tribunali arbitrali Camera disciplinare dello sport svizzero 30.07.2024 DK 2022/E/17"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schiedsgerichte Disziplinarkammer des Schweizer Sports "}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Tribunaux d'arbitrage Chambre disciplinaire du sport suisse "}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Tribunali arbitrali Camera disciplinare dello sport svizzero "}], "ScrapyJob": "446973/77/433", "Zeit UTC": "27.06.2026 00:03:48", "Checksum": "dc921fbb4dff761a33fce503bb525020", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Schiedsgerichte Disziplinarkammer des Schweizer Sports 30.07.2024 DK 2022/E/17\n\nAnlässlich seiner Befragung zu den obigen Schilderungen hielt es A zwar für\nmöglich, die Nachricht betreffend Kondom geschrieben zu haben, konnte sich\naber nicht mehr daran erinnern. Hingegen anerkannte er, nach Bildern in Unterwäsche oder Nacktbildern verlangt sowie nach Person 1 sexuellen Aktivitäten\nnachgefragt zu haben. Auf den Vorhalt, Person 1 hätte mehrfach mitgeteilt, den\nFragen und Aufforderungen nicht Folge zu leisten, erklärte A, dass Person 1 sich\nnie explizit dahingehend geäussert habe, dass sie das nicht will. Ansonsten hätte\ner aufgehört.\n\nVorfall im Auto: Im Sommer oder Spätsommer 2019 wurde Person 1 von A ein\npaar Male gefragt, ob er sie nach Hause fahren dürfe. Einmal hat sie zugestimmt\nund ist in das Auto zugestiegen. Bei den Containern vor dem Elternhaus hielt er\nan, worauf sie aussteigen wollte. Er hat sie dann gefragt, ob er sie berühren dürfe. Dann hat er ihr unters Leibchen und unter ihren Sport-BH an die Brust gegriffen. Dann hat er ihre Hand genommen und bei sich in die Hose direkt auf seinen\nPenis gelegt und gefragt, wie sich das anfühle, das „sei doch geil“, habe er dabei\ngesagt. Nach 5 bis 10 Sekunden liess er ihre Hand los, worauf Person 1 sie zurückziehen konnte und aus dem Auto stieg mit der Bemerkung, sie müsse nach\nHause, ihre Mutter warte. Sie sei während des Vorfalls völlig blockiert gewesen\nund hätte nichts gesagt.\n\nDarauf angesprochen, bestätigte A anlässlich seiner Anhörung im Wesentlichen\nden von Person 1 geschilderten Ablauf, als er sie nach Hause fuhr. Er fügte jedoch hinzu, dass er Person 1 vorgängig um Erlaubnis gefragt hatte und die Einwilligung dazu vorlag. Daraufhin habe er sie gefragt, ob sie ihn auch berühren\nmöchte, worauf sie ihm entgegnete, dass sie nicht wisse wie. Daraufhin habe A\nsie gefragt, ihre Hand zu nehmen und ihr zu helfen, woraufhin er ihre Hand nahm\nund zu seinem Genitalbereich führte. Ob er in diesem Zuge die Bemerkung, „das\nsei doch geil“ fallen gelassen hatte, dazu konnte sich A anlässlich seiner Befragung nicht äussern. Des Weiteren bestätigte er auch die Zeitspanne von 5-10\nSekunden, bis er Person 1 Hand losgelassen und sie ihre Hand normal zurück\ngezogen habe. Es sei ihm auch nicht bewusst gewesen, dass Person 1 erschrocken sei und sich blockiert gefühlt habe. Es treffe auch zu, dass nicht viel geredet\n-6-\n\nworden sei. Seiner Erinnerung nach habe dann eine normale Verabschiedung\nstattgefunden.\n\nWeiterer Chatverlauf: Nach diesem Vorfall fragte A gemäss vorliegendem Chatverlauf wiederholt bei Person 1 nach, ob er sie von der Arbeit abholen und zum\nTraining fahren oder nach dem Training nach Hause fahren dürfe. Dies, obwohl\nsie wiederholt mit Verweis auf verhindernde Umstände ablehnte. So fragte A am\n19. Februar 2020 um 17:55 Uhr, da er in der Nähe an einer Tankstelle war, „Söll\nich di go holä am 6i?“ worauf sie um 18:02 Uhr mit „Nei danke, ich möchte nöd\ndass du mich hollsch :)“ (ein Smiley beendet die Aussage) antwortete. Darauf erklärt A, dass er sich an der Tankstelle in Ort XY befindet. Auf ein kurzes „Oke“\nseitens Person 1 erwidert er um 18:07 Uhr „Und ich würds ja wörkli gern machä :)\ndas wär kei problem“. Um 18:13 Uhr fragt A nach „Und immer nonig?“ (gefolgt\nvon einem müden Smiley). Sie antwortete um 18:20 und schrieb „bin nüm in\n(XY)“ worauf A einen lachenden Smiley sandte, gefolgt von der Frage „Hassisch\ndu mich?“ Erst am darauffolgenden Tag antwortete Person 1 um 09:53 Uhr darauf „Nei ich hass dich nöd? Es isch eifach unnötig wenn du mich würsch hole\nwill ich immer mitem bus heigoh oder min papi mich holt. Isch nüt gege dich“.\n\nGemäss Befragungsprotokoll hat A von diesen Nachrichten Kenntnis genommen\nund erklärte, dass Person 1 auf seine Anfragen immer mit einem Nein geantwortet habe, beteuerte gleichzeitig, dass es ihm nie bewusst war, dass Person 1 es\nnie wünschte, noch gewollt habe abgeholt bzw. heimgefahren zu werden.\n\nIm Verlauf vom 2. auf den 3. Dezember 2020 fragte A bei Person 1 nach, ob sie\nLust hätte sich mit ihm zu treffen und was zusammen zu unternehmen. Darauf\nfragte Person 1 mit „wenn den“ (gefolgt von einem lach Smiley mit Schweisstropfen). A antwortete mit „Weiss nid, denn went du lust häsch“. Darauf reagierte\nPerson 1 nicht. Am Vormittag des 3. Dezember 2020 hakte A mit „Würsch den\nwellä oder eher nid?“ nach. Person 1 scheint umgehend reagiert zu haben, weshalb A kurz darauf schrieb „Okey demfall eher nid“. Eine halbe Stunde später\nantwortete Person 1 auf die vorhergehende Frage mit „weiss ned“ (gefolgt von\neinem lach Smiley mit Schweisstropfen). Daraufhin schrieb A „Okey keis Problem, ich duä dich nümä mit dem belästigä“. Darauf reagierte Person 1 mit einem\n„scho easii“ (gefolgt von einem lach Smiley mit Schweisstropfen). A fuhr fort „Will\nnid dass wieder im (Verein X) umä ghot, ich segi en Pedo oder so ....“ worauf\nPerson 1 ihm versicherte „nei word nid passieree“. A reagierte zwar mit einem\n„Ok“, fragte aber gleich darauf nach „bisch dir sicher“ (gefolgt von einem lach\nSmiley mit Schweisstropfen). Person 1 entgegnete mit einem „jaa“ und der Gegenfrage „wie chumsch jetzt druf?“ (gefolgt von einem lach Smiley mit Schweisstropfen). A antwortete darauf „Ja eifach, mer weis ja nie. Ich hoff du phaltisch alles für dich. Nid dass wieder alles d [Verein X] rundi macht...“. Darauf versicherte\ndie Person 1 „nee würkli need“ worauf A mit „Den isch ja guet“ reagierte.\n\nZum obigen Austausch erklärte Person 1 anlässlich ihrer Befragung vom 6. April\n2022, dass A während des Lockdowns angefangen habe, der Person 5 zu\nschreiben, die damals ca. 13 jährig war. Person 1 erfuhr dies durch Person 6,\nworauf erstere die letztere bat, Person 5 zu warnen. Dies habe sie getan, worauf\n-7-\n\n"}