{"Signatur": "SZ_VG_999", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2020-08-24", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_999_V-2019-1_2020-08-24.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "9c1f1e49a75b9076b4ad2f5bc130d1fd"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_999_V-2019-1_2020-08-24.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/V_2019_1_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2ef3a5fb398cf211e109c2fdae9d79422c0341bacbbd8d067611a50ea0105a83c70882428111c059a7df9bfd3fd1f3dbdd7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2ef3a5fb398cf211e109c2fdae9d79422c0341bacbbd8d067611a50ea0105a83c70882428111c059a7df9bfd3fd1f3dbdd7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=V_2019_1", "Checksum": "83fff2341eaf5f52f80ad4e9e33be3ad"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["V 2019 1"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Sonstiges Gericht Sonstige Kammer 24.08.2020 V 2019 1"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz Autre tribunal Autre chambre 24.08.2020 V 2019 1"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto Altro tribunale Altro camera 24.08.2020 V 2019 1"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Sonstiges Gericht Sonstige Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz Autre tribunal Autre chambre"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto Altro tribunale Altro camera"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Kammergericht"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schiedsgericht (Rückforderungsanspruch im Zusammenhang mit Lidocainbehandlung) | Streitigkeiten zwischen Versicherern und Leistungserbringern"}], "ScrapyJob": "446973/76/536", "Zeit UTC": "22.02.2026 23:17:03", "Checksum": "8e2af4ad56f23d05fc8cd2e74d851e81", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Schwyz Sonstiges Gericht Sonstige Kammer 24.08.2020 V 2019 1\nRegeste:\nSchiedsgericht (Rückforderungsanspruch im Zusammenhang mit Lidocainbehandlung) | Streitigkeiten zwischen Versicherern und Leistungserbringern\n\nVerwaltungsgericht des Kantons Schwyz\nKammer V\n\nV 2019 1\n\nEntscheid vom 24. August 2020\n\nBesetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident\nDr.phil. I et lic.iur Achilles Humbel, Richter\nMonica Huber-Landolt, Richterin\nDr.med. Daniel Burger, Vertreter der Leistungserbringer\n(Hauptgruppe Ärzte)\nDr.rer.oec. Lukas Brunner, Vertreter der Versicherer\nMLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin\n\nParteien A.________ AG,\nKlägerin,\n\ngegen\n\nDr.med. B.________,\nBeklagter,\n\nGegenstand Schiedsgericht (Rückforderungsanspruch im Zusammenhang mit\nLidocainbehandlung)\nSachverhalt:\n\nA. Mit Eingabe vom 14. Juni 2019 reicht die A.________ AG (nachfolgend\nA.________) beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz als Kantonalem\nSchiedsgericht gemäss Art. 89 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10) vom 18. März 1994 i.V.m. § 52 Abs. 1 des Gesundheitsgesetzes (GesG; SRSZ 571.110) vom 16. Oktober 2002 Klage ein gegen\nDr.med. B.________ mit den Rechtsbegehren:\n1. Der Beklagte sei zu verpflichten, der Klägerin die am 3. August 2018 zu Unrecht\nan ihn ausbezahlten Leistungen im Zusammenhang mit der Behandlung mit Lidocain bei der Versicherten C.________ in der Höhe von gesamthaft CHF\n34'785.65 zuzüglich Zinsen von 5% seit dem 17. Oktober 2018 sowie Mahnspesen von CHF 30.00 zu bezahlen.\n\n2. Das Verfahren sei bis zum Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheides im Verfahren in Zusammenhang mit dem Einspracheentscheid der A.________ vom\n12. Dezember 2018, derzeit hängig mit der Fallnummer 5V 19 34 vor dem Kantonsgericht des Kantons D.________, 3. Abteilung, zu sistieren.\n3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen.\n\nB. Mit Verfügung vom 17. Juni 2019 sistierte der verfahrensleitende Richter\ndas Verfahren V 2019 1 einstweilen, bis über den Einspracheentscheid der Klägerin vom 12. Dezember 2018 rechtskräftig entschieden sei.\n\nAm 28. Februar 2020 informierte die A.________ das Verwaltungsgericht des\nKantons Schwyz, das Kantonsgericht D.________ habe mit Urteil vom 6. Januar\n2020 die Beschwerde gegen den Einspracheentscheid der A.________ vom 12.\nDezember 2018 abgewiesen und es habe die Rechtskraft des Urteils bescheinigt. Aus Sicht der Klägerin könne die Verfahrenssistierung aufgehoben werden.\n\nC. Am 2. März 2020 verfügte der verfahrensleitende Richter die Aufhebung\nder Verfahrenssistierung. Dr.med. B.________ wurde zur Einreichung der Klageantwort Frist bis 24. März 2020 angesetzt, der A.________ zur Einzahlung eines Kostenvorschusses von Fr. 2'000.-- Frist bis 16. März 2020.\n\nDie A.________ leistete den Kostenvorschuss am 6. März 2020.\n\nNoch vor Ablauf der Frist zur Klageantwort (24.3.2020) trat am 20. März 2020 die\nbundesrätliche Verordnung über den Stillstand der Fristen in Zivil- und Verwaltungsverfahren zur Aufrechterhaltung der Justiz im Zusammenhang mit dem Coronavirus vom 20. März 2020 in Kraft (SR 173.110.4). Diese wirkte sich auch auf\ndie Dr.med. B.________ angesetzte Frist aus, indem sie aufgrund des Fristenstillstandes erst am 19. April 2020 endete; mithin musste die Klageantwort\nspätestens am 20. April 2020 beim Gericht eingehen oder der schweizerischen\n\n2\nPost übergeben worden sein (vgl. Art. 142 Abs. 3 Schweizerische Zivilprozessordnung [Zivilprozessordnung, ZPO; SR 272] vom 19.12.2008, Art. 143 Abs. 1\nZPO).\n\nD. Nachdem beim Gericht keine Klageantwort einging, wurde Dr.med.\nB.________ am 22. April 2020 eine letztmalige Nachfrist zur Einreichung einer\nKlageantwort bis 4. Mai 2020 angesetzt. Dies mit dem Hinweis, dass das Gericht\nnach unbenutzter Frist einen Endentscheid treffe, sofern die Angelegenheit\nspruchreif sei, andernfalls die Parteien zur Hauptverhandlung vorgeladen würden\n(Art. 223 Abs. 2 ZPO).\n\nMit Eingabe vom 8. Mai 2020 (Postaufgabe 10.5.2020) teilt der Beklagte dem\nGericht mit, er sei längerfristig erkrankt und deswegen zur Klageantwort nicht in\nder Lage. Er beantrage eine Fristverlängerung bis einschliesslich 10. Juni 2020.\n\nAm 11. Mai 2020 erstreckte der verfahrensleitende Richter die Frist zur Klageantwort bis 10. Juni 2020. Dies unter dem Vorbehalt, dass die bereits versäumte Frist wiederhergestellt werden könne, worüber das Gericht erst nach Vorliegen der Begründung entscheiden werde. Auch wurden die Säumnisfolgen erneut angedroht (Art. 223 Abs. 2 ZPO).\n\nInnert der erstreckten Frist bis 10. Juni 2020 ging beim Gericht keine Eingabe\noder Klageantwort des Beklagten ein.\n\nDas Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n\n1. Vor Erlass eines Entscheides prüft das Schiedsgericht von Amtes wegen,\nob die Voraussetzungen für einen Sachentscheid erfüllt sind. So prüft es die Zuständigkeit, die Partei- und Verfahrensfähigkeit, die Vertretungsbefugnis der Parteivertreter, die Rechtsmittelbefugnis, die Zulässigkeit des Rechtsmittels, die fristund formgerechte Geltendmachung des Rechtsanspruches sowie die Rechtshängigkeit oder das Vorliegen eines rechtskräftigen Entscheides in der gleichen\nSache (vgl. § 27 Abs. 1 Verwaltungsrechtspflegegesetz [VRP; SRSZ 234.110]\nvom 6.6.1974). Ist eine dieser Voraussetzungen nicht erfüllt, trifft das Gericht einen Nichteintretensentscheid (§ 27 Abs. 2 VRP).\n\n"}