{"Signatur": "SZ_VG_003", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2017-09-18", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-62_2017-09-18.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "8665542c38a099e3d5ef870901d48aaf"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-62_2017-09-18.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/I_2017_62_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2c83d7f620944a7fdc9594736f6b30056d1295e96bb28d6934ee56d2cdcc7e256212a87408d6d002a40eef81447a3f4abd7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2c83d7f620944a7fdc9594736f6b30056d1295e96bb28d6934ee56d2cdcc7e256212a87408d6d002a40eef81447a3f4abd7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=I_2017_62", "Checksum": "9cf8fd187212afc7698db5666f4428cb"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["I 2017 62"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 1. 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Sonographisch persistierte auch bei klinischer Remission\neine Wandverdickung, welche auch für fibrotische Veränderungen spricht. Seit\njedoch 2015 hat die Patientin wiederholt Infliximab-Termine versäumt und hat sich\nerst bei Symptomrezidiv wieder gemeldet. So ist auch der letztmalige Termin am\n05.01.2015 (recte wohl: 05.01.2016) versäumt worden.\nDie Patientin hat sich dann aus ihren Ferien für einen rasch möglichen Termin\ngemeldet, da es wieder zu rasch auftretenden Beschwerden kam.\nAktuell bestehen insbesondere arthritische Beschwerden aller grossen Gelenke\n(Hüfte, Knie, Handgelenke bds.), ebenfalls betroffen ist das rechte Mandibulargelenk. Die Fingergelenke sind nicht betroffen. Diese Beschwerden sind vor einer\nWoche plötzlich aufgetreten.\nBezüglich Abdomen bestehen immer noch rechtsseitige Unterbauchschmerzen,\nneu auch intermittierend minutenanhaltende Schmerzen epigastrisch. Nausea und\nErbrechen besteht nicht. Der Stuhlgang sei normal. Einmalig wurde wenig Blut im\nUrin festgestellt. Das Gewicht stabil, kein Fieber.\n(…)\nBeurteilung:\nBei der Patientin mit Morbus Crohn bestehen erhebliche Adherence-Probleme.\nTermine werden immer wieder versäumt, so auch diesmal. Die Patientin war für\nzwei Monate in den Ferien und hat sich nun aufgrund der schweren Beschwerden\nwieder gemeldet, damit vereinbar ist auch der CRP-Wert wieder angestiegen.\nDie Patientin wurde eindringlich informiert, dass solche wiederkehrende Notfallbehandlungen zu einem schlechteren funktionellen Ergebnis führen und das damit\nverbundene Auftreten von entzündlichen Veränderungen auch zu chronischen\nSchäden der Gelenke sowie auch fibrotischen Veränderungen im Darm führen\nkann.\nDarauf angesprochen gab sie an, bei jeweils gutem Befinden lieber keine\nMedikamente einzunehmen. Ihr wurde erneut die Notwendigkeit der regelmässigen\nBehandlung anstelle einer intermittierenden Behandlung geschildert. Ebenfalls\nwurde sie darauf aufgeklärt, dass durch die intermittierenden Behandlungen es zu\nhäufigeren Arzneimittelinteraktionen und auch zu Antikörperbildungen mit\nWirkverlust führen kann. Ebenfalls sind dadurch mit höherer Wahrscheinlichkeit\nSpätkomplikationen zu erwarten.\nWir konnten in der heutigen Konsultation gleich 300 mg Remicade infundieren,\naufgrund des fast 11-wöchigen Intervalls in einer vorsichtigen Behandlungszeit mit\nPrämedikation\nVorschlag zum Prozedere:\nBei bereits nachgewiesenem, zu tiefem Infliximab-Spiegel im 8-Wochenintervall\n(damals jedoch auch den vorgängigen Termin versäumt), haben wir eine\nZwischensättigung vereinbart. Es wurde ein Termin in vier und in sechs Wochen\ngeplant. Bei vollständiger Remission Termin in sechs Wochen, bei noch\nungenügendem Ansprechen Termin in vier Wochen. (…)\n\n5\n2.2 Am 24. Februar 2016 erfolgte die nächste ambulante Konsultation im Spital\nF.________ mit Infliximab-Infusion. Im gleichentags verfassten Bericht teilte\nDr.med. E.________ dem Hausarzt Dr.med. H.________ mit, dass die Patientin\nsich für den früheren Termin gemeldet habe, da sie erneut in die Ferien fahre.\nWeiter führte der behandelnde Facharzt aus (IV-act. 5-11/120):\nErfreulicherweise besteht jedoch gemäss Angaben eine vollständige klinische\nRemission mit normalen Stuhlentleerungen bezüglich Frequenz und Konsistenz.\nKeine Abdominalschmerzen, stabilem, eher zunehmendem Gewicht und\nvollständiger Beschwerdefreiheit bezüglich der Gelenkbeschwerden.\n\n2.3 Eine weitere ambulante Konsultation erfolgte am 25. April 2016 im Spital\nF.________ (mit einer Infliximab-Gabe von 300 mg Remicade). Dr.med.\nE.________ berichtete dem Hausarzt, erfreulicherweise bestehe unverändert\neine klinische Remission (normaler Stuhlgang ohne Blutabgänge, keine\nAbdominalschmerzen, stabiles Gewicht, vgl. IV-act. 5-10/120).\n\n2.4 Bei der nächsten Infliximab-Infusion vom 21. Juni 2016 wurde erneut eine\nvollständige klinische Remission abdominal und bezüglich arthritischer\nBeschwerden festgestellt. Dr.med. E.________ wies in seinem Bericht an den\nHausarzt darauf hin, dass die Patientin die Prämedikation mit Prednison (trotz\nentsprechender Aufklärung) verweigert habe (IV-act. 5-9/120).\n\n2.5 Im Bericht zur ambulanten Konsultation vom 24. August 2016 (mit\nAbdomensonographie und Infliximab-Infusion) informierte Dr.med. E.________\nden Hausarzt, dass es der Patientin subjektiv gut gehe (normaler Stuhlgang,\nstabiles Gewicht, keine Gelenkbeschwerden), indes klage sie seit ungefähr einer\nWoche über epigastrische Abdominalbeschwerden (nicht wie sie es von früher\nher kenne, vgl. IV-act. 5-7/120). Im Schreiben vom 6. September 2016 an den\nHausarzt ergänzte Dr.med. E.________, es sei nun doch ein verminderter\nMedikamentenspiegel (Infliximab) nachgewiesen worden; erfreulicherweise\nliessen sich keine neutralisierenden Antikörper feststellen. Bei erneutem\nSchubereignis (insbesondere im Kolon transversum) scheine eine\nDosissteigerung indiziert. Die Patientin werde zu einer vorgezogenen Infliximab-\nInfusion in 4 Wochen direkt aufgeboten (IV-act. 5-6/120).\n\n"}