{"Signatur": "SZ_VG_003", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2017-10-23", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-45_2017-10-23.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "727001cc73fd363a8dbd0f9f7b647af7"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-45_2017-10-23.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/I_2017_45_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2a0c47f23693428cf08cd9fd57c074f76d385bb1c89fabd634373de988b3a1311dc91d1de4ed4de777a815ade254f3aa1d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2a0c47f23693428cf08cd9fd57c074f76d385bb1c89fabd634373de988b3a1311dc91d1de4ed4de777a815ade254f3aa1d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=I_2017_45", "Checksum": "ca67c980f19411a56faa964d562f5687"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["I 2017 45"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 1. 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O.________ (Leitender Arzt Orthopädie) die Diagnose dahin-\n7\ngehend, dass ein chronifiziertes lumbovertebrales Schmerzsyndrom begleitet von\nrechtsbetonten bilateralen Ischialgien vorliege (mit Beinschmerzen, schwerer\nSegmentdegeneration L5/S1 und Status nach Diskushernien-Operation L4/L5;\nIV-act. 20-8/9).\n\n3.4 Anlässlich einer kardiologischen Kontrolluntersuchung vom 3. Dezember\n2014 stellte Dr.med. P.________ (FMH Kardiologie und Innere Medizin) folgende\nDiagnosen (IV-act. 21-55/63):\n1. Valvuläre Kardiopathie ev. Postrheumatischer Genese\n Mittelschwere Aortenklappeninsuffizienz\n Minimale Mitralklappeninsuffizienz\n Normale systolische linksventrikuläre Funktion (LVEF 63%)\n2. Status nach Ulcus duodeni 12/2002\n3. Eisenmangelanämie\n\nZur Frage der Arbeitsfähigkeit nahm dieser Kardiologe nicht explizit Stellung,\nwies aber darauf hin, dass der Versicherte \"vermehrte allgemeine Müdigkeit\" geltend mache (IV-act. 21-55/63).\n\n3.5 Der Hausarzt, Dr.med. Q.________ (FMH Allgemeine Medizin) fasste in\nseinem Bericht vom 20. Januar 2015 an die IV-Stelle die Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wie folgt zusammen (IV-act. 21-2/63, Ziff. 1.1):\n1. Chronifiziertes lumbospondylogenes Schmerzsyndrom (bestehend seit Ende\n2013) mit/bei\n Beinschmerzen rechts mehr als links\n schwere degenerative Veränderungen (L5/S1 mit konsekutiver Diskusprotrusion mit osteodiskärer Einengung beider S1-Wurzeln rezessal)\n St.n. Diskushernienoperation L4/L5 mit Spondylodese in Fehlstellung in\nG.________ vor Jahren\n2. Unspezifische Handgelenksbeschwerden (seit 2001), möglicherweise Impingementsyndrom mit/bei\n mobiler Processus styloideus ulnae bei kindlicher distaler Radiusfraktur\n3. Symptomatische Fingerpolyarthrosen (2010)\n4. Anamnestisch Vd. auf schizo-affektive Störung mit/bei\n St.n. psychiatrischer Hospitalisation Juli-Sept. 04\n Aktuell vor allem Vd. auf chron. depressive Entwicklung bei schwerer\nbiopsychosozialer Belastungssituation\n\nZur Arbeitsfähigkeit führte der Hausarzt aus, dass der Patient seit vielen Jahren\nnicht mehr gearbeitet habe und deswegen keine Arbeitsunfähigkeitszeugnisse\nausgestellt worden seien; in Anbetracht der verschiedenen Beschwerden sei seit\neinigen Jahren von einer vollständigen Arbeitsunfähigkeit auszugehen (IV-act.\n21-4/63 oben). In einem Beiblatt ergänzte der Hausarzt, angesichts der hochkomplexen biopsychosozialen Situation sei eine isolierte Betrachtung der einzelnen Beschwerdekomplexe wenig ergiebig, da alles sich gegenseitig beeinflusse.\n\n8\nBei deutlichen organischen Veränderungen sei die Rückenproblematik aktuell\nentscheidend einschränkend, derweil die Handproblematik in letzter Zeit nicht\nmehr im Vordergrund stehe. Eine regelmässige psychiatrische-psychologische\nBetreuung sei schon aus sprachlichen Gründen schwierig. Zusätzlich ziehe sich\nder Patient zurück und entziehe sich bis zu einem gewissen Grade der medizinischen Betreuung (IV-act. 21-7/63).\n\n3.6.1 Am 22. März 2016 und am 8. April 2016 wurde der Versicherte von den\nC.________-Gutachtern untersucht und beurteilt. Das am 21. Juni 2016 erstattete polydisziplinäre Gutachten wurde von folgenden Fachpersonen unterzeichnet:\nDr.med. R.________ (Innere Medizin und Nephrologie/ zert.med. Gutachter\nSIM), Dr.med. S.________ (Neurologie FMH), Dr.med. T.________ (Orthopädische Chirurgie und Traumatolgie des Bewegungsapparates FMH), med.pract.\nA.________ (Psychiatrie und Psychotherapie FMH/ zert.med. Gutachter SIM),\ndipl.-Psych. B.________ und Prof. Dr.med. U.________ (vgl. IV-act. 45-56f./65).\nAls Diagnosen mit Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit führten die MEDAS-\nGutachter was folgt an (IV-act. 45-52f./65):\nValvuläre Kardiopathie\n mittelschwere Aortenklappeninsuffizienz (Stadium 2 bis 3)\n leichte Mitralklappeninsuffizienz\n\nDegenerative Veränderungen der LWS und Status nach spinaler Operation, mit\ngeringer residueller funktioneller Bewegungseinschränkung\nBeginnende Arthrose linkes Handgelenk ohne funktionelle Einschränkung\n\nAls Diagnosen ohne Auswirkung auf die Arbeitsfähigkeit wurden ein Hämorrhoidalleiden, der Nikotin-Konsum (<40 py) und das Übergewicht (BMI 27.8 kg/m2)\naufgelistet.\n\n3.6.2 Zur Arbeitsfähigkeit nahmen die MEDAS-Gutachter u.a. wie folgt Stellung\n(vgl. IV-act. 45-48/65 und 45-55/65):\nIn Zusammenfassung aller Teilgutachten, der dabei erhobenen Anamnesen und\nBefunde sowie der Aktendaten kommen die Gutachter gemeinsam zu dem\nSchluss, die Arbeitsfähigkeit des Versicherten in der zuletzt ausgeübten sowie\njedweder vergleichbaren körperlich schweren Tätigkeit ist aufgrund des spinalen\npostoperativen Defekts und der kombinierten Herzklappenpathologie auf Dauer zu\n100% erloschen.\nIn körperlich leichten, wechselbelastend oder überwiegend sitzend ausgeübten\nTätigkeiten des allgemeinen Arbeitsmarkts mit einfachen geistigen Ansprüchen ist\njedoch von einer uneingeschränkten Arbeitsfähigkeit auszugehen (Pensum und\nRendement 100%). Gut geeignet sind zum Beispiel Arbeiten an Fertigungslinien, in\neinfachen Hol- und Bringediensten sowie als Lagerist.\nDer Versicherte ist selbstversorgend, selbständig, führt einen Pkw und hält soziale\nKontakte. Die Ressourcen für eine Arbeitstätigkeit sind also erhalten.\n\n"}