{"Signatur": "SZ_VG_003", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2017-12-13", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-37_2017-12-13.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "8ed4d99f5ba21b8ed0fa0ac38623bedb"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-37_2017-12-13.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/I_2017_37_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2139e1999fe07f8fa118e23de50df3a5b4718f92ef1620c9aac7824114382ba7a0cc75061002028e63505578a06ad9804d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2139e1999fe07f8fa118e23de50df3a5b4718f92ef1620c9aac7824114382ba7a0cc75061002028e63505578a06ad9804d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=I_2017_37", "Checksum": "e258edceac6879fc4c270d28b29ffef3"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["I 2017 37"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 1. 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Q.________ (Chefarzt Rheumatologie Uniklinik H._____, zertifizierter medizinischer Gutachter SIM) mit der Durchführung eines Konsiliums.\nSie unterbreitete ihm zusammen mit den aufgelaufenen Akten die zwei Fragen:\n1. Liegt ein CRPS I am Unterschenkel und Fuss links vor?\n\n2. Falls ein CRPS vorliegt, ist dieses mit überwiegender Wahrscheinlichkeit auf\nden Unfall vom 29.12.2001 zurückzuführen?\n\nNach der Rheumatologie-Sprechstunde vom 9. Juli 2015 berichtete PD Dr.med.\nQ.________ am 10. Juli 2015 (Suva-act. 89). Er nannte als Diagnose \"Persistierende Schmerzsymptomatik Unterschenkel und Fuss links (EM 2001), DD: CRPS\nI in partieller Remission, neuropathisches Schmerzsyndrom\". Dies bei Befund\nund Beurteilung:\n\n23\nBefund\n40jähriger Patient in schmerzbedingt reduziertem AZ. Schonhinken links. Fuss\nlinks mit minimer Schwellung, im Verlauf der Untersuchung leicht rötliche Verfärbung. Temperaturdifferenz perimalleolär -1,0°C, keine Hyperhidrose, keine Hypertrichose, symmetrische Nageltrophik.\nDorsalextension/Plantarflexion 10-0-20°. Massive Allodynie (Brush, Pinprick) im\nNarbenbereich, zirkuläre Hypästhesie und Hypalgesie ab Tuberositas tibiae nach\ndistal zunehmend.\n\nBeurteilung und Procedere\nZuweisung via SUVA mit Frage nach vorliegendem CRPS am linken Unterschenkel/Fuss und Unfallkausalität.\nSowohl das Trauma vom 29.12.2001 als auch die Operation vom 16.4.2002 qualifizieren voll formal als potentielles auslösendes Ereignis eines CRPS am linken\nFuss. Gemäss vorliegenden Akten, insbesondere dem Operationsbericht vom\n16.4.2002 erwähnt eine massive Schwellung und massive Schmerzen im Rahmen\nder initialen Ruhigstellung. Der Patient schildert präzis dazu kongruente Symptome, welche mit einer Frühmanifestation eines CRPS vereinbar sind. Insbesondere\nbestanden bereits initial dysproportionale Schwellungen, Schmerzen, Verfärbungen und Temperaturdifferenzen. Im Verlauf traten dann auch Verfärbungen auf.\nInsgesamt kann somit mit überwiegender Wahrscheinlichkeit von einem unfallkausal aufgetretenen CRPS ausgegangen werden.\n\nAnlässlich der heutigen Konsultation zeigt sich ein CRPS in partieller Remission,\nwobei für den Patienten vor allem die heftigen sensiblen Veränderungen, insbesondere die neuropathisch anmutenden Schmerzen sowie die Funktionseinschränkung im Vordergrund stehen.\nNachdem bereits diverseste physiotherapeutische, medikamentöse und interventionelle Massnahmen inkl. eines stationären Aufenthaltes zu keiner substantiellen\nBesserung führten, empfehle ich die weitere Evaluation einer Implantation eines\nNeurostimulators, wie dies bereits durch den behandelnden Schmerztherapeuten\ninitiiert wurde. Ansonsten sehe ich zurzeit keine erfolgsversprechenden Massnahmen.\n\nAm 3. August 2015 orientiert die Suva den Beschwerdeführer, dass die Verfügung vom 25. April 2014 aufgehoben und rückwirkend per 1. Mai 2014 Taggeld\naufgrund 100% Arbeitsunfähigkeit geleistet werde. Zudem zeigte sich der Beschwerdeführer einverstanden, im I._____ Zentrum O._____ eine Evaluation zur\nImplantation eines Neurostimulators in Auftrag zu geben. Sobald der Bericht vorliege, werde geprüft, ob die Suva für die Kosten aufkomme (Suva-act. 91).\n\n3.12 Mit Schreiben vom 4. August 2015 wurde das I._____ Zentrum mit der Evaluation einer Implantation eines Neurostimulators beauftragt. Die Suva unterbreitete dazu alle zur Verfügung stehenden Unterlagen (Suva-act. 94). Am 13. November 2015 erfolgte eine umfassende Untersuchung im Zentrum für Schmerzmedizin des I._____ Zentrums (Suva-act. 101). Zur Beantwortung der Fragestellung, inwieweit aus Sicht des Zentrums die Implantation eines Neurostimulators\nbeim Beschwerdeführer indiziert sei, wurde der Beschwerdeführer im Sinne eines\n24\nTeamassessments durch die Fachbereiche Anästhesiologie inklusive fokussierte\nUntersuchung des Bewegungsapparates, Neurologie und Psychiatrie evaluiert.\nIm Bericht wird u.a. ausgeführt, aus neurologischer Sicht sei die Ursache laut\nAngaben dem bestehenden Schmerzsyndrom im distalen Unterschenkel und\nSprunggelenk seit dem Unfall 2001 nicht zuordenbar. Bezugnehmend auf die\nVerdachtsdiagnose CRPS seien aktuell die Diagnosekriterien für ein CRPS nach\nHarden et al. nicht erfüllt. Zwar seien vier von vier anamnestischen Kriterien erfüllt. Alle übrigen jedoch nicht, insbesondere aus der klinischen Untersuchung\nergab sich kein Nachweis nach einem CRPS. Es wurde die Diagnose \"eines\nchronisch postoperativen Schmerzes gestellt mit einer nozizeptiven Schmerzkomponente bei ausgeprägter Schmerzzunahme unter Belastung sowie Nachweis von sensorischem Positivphänomen mit elektrisierendem Gefühl bei Prüfung mit Pinprick, dem kalten Roller und dem Pinsel nur im Narbengebiet, was\nunspezifisch im Rahmen eines chronischen postoperativen Schmerzes auftreten\nkann.\" Der Vorschlag einer Implantation eines Neurostimulators der Spinalganglien L3 und L4 links wurde unterstützt. Dies insbesondere vor dem Hintergrund\ndes bereits durchgeführten positiven Mappings dieser Spinalganglien (Suva-act.\n102).\n\n"}