{"Signatur": "SZ_VG_003", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2017-12-13", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-37_2017-12-13.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "8ed4d99f5ba21b8ed0fa0ac38623bedb"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-37_2017-12-13.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/I_2017_37_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2139e1999fe07f8fa118e23de50df3a5b4718f92ef1620c9aac7824114382ba7a0cc75061002028e63505578a06ad9804d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2139e1999fe07f8fa118e23de50df3a5b4718f92ef1620c9aac7824114382ba7a0cc75061002028e63505578a06ad9804d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=I_2017_37", "Checksum": "e258edceac6879fc4c270d28b29ffef3"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["I 2017 37"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 13.12.2017 I 2017 37"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz  1. Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto  1. Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Kammergericht"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Unfallversicherung (Versicherungsleistungen; Kausalität) | Unfallversicherung"}], "ScrapyJob": "446973/76/536", "Zeit UTC": "22.02.2026 23:27:02", "Checksum": "c272a2b913f8837c28b1ef70dd5759fd", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 13.12.2017 I 2017 37\nRegeste:\nUnfallversicherung (Versicherungsleistungen; Kausalität) | Unfallversicherung\n\n3.6 Am 9. November 2012 erlitt der Beschwerdeführer bei der Arbeit ein Distorsionstrauma des OSG rechts mit Bone bruise / nicht dislozierte Fraktur im Bereich des Processus anterior calcanei rechts sowie am Talushals. Wegen persistierenden Beschwerden im rechten OSG wurde der Beschwerdeführer an der\nF.________ Klinik am 10. Juli und 16. August 2013 durch Dr.med. V.________\nund Dr.med. T.________ (beide Zentrum für Fusschirurgie, F.________ Klinik)\nuntersucht. Da auch die Schmerzen im linken Fuss persistierten, fertigte die\nF.________ Klinik am 16. August 2013 ein MRI des linken Fusses an. Dieses\nzeigte einen unauffälligen Befund, keinen Nachweis einer sicheren Schmerzursache und insbesondere einer osteochondralen Läsion im OSG und USG. Kein\nWeichteilödem. Intakte Bänder medial und lateral, normales Signalverhalten der\nSehnen (Suva-act. 32). Dr.med. V.________ und Dr.med. T.________ gingen\nam ehesten davon aus, dass es sich um ein neuropathisches Schmerzsyndrom\nin Bezug auf den Nervus saphenus handeln könnte (Suva-act. 54). Deshalb\nüberwiesen sie den Beschwerdeführer Herrn Dr.med. U.________ (Leitender\nArzt Neurologie, F.________ Klinik) zur neurologischen Abklärung. Bei der Untersuchung vom 6. November 2013 fand Dr.med. U.________ eine Hypästhesie\nund Hypalgesie am Unterschenkel und Fuss links. Bei Beklopfen der Narbe am\nlinken Fuss, welche den Nervus saphenus kreuzt, konnte er lokale Schmerzen\nauslösen, nicht aber im Sinne eines positiven Tinelphänomens. Neurophysiolo-\n\n18\ngisch könne er jedoch keine Saphenus-Neuropathie links objektivieren (Suva-act.\n55 und 56).\n\n3.7 Vom 2. September bis 31. Oktober 2013 hielt sich der Beschwerdeführer in\nder G._____(Klinik) auf (wobei die Rehabilitation vom 30.9.2013 bis 11.10.2013\nunterbrochen wurde, damit sich der Beschwerdeführer zu seiner Tochter begeben konnte, welche einen Suizidversuch beging). Als diagnostische Beurteilung\nwurde im Austrittsbericht festgehalten (Suva-act. 33):\nHerr A.________ wurde ungefähr 1 Jahr nach oben genanntem Unfall mit OSG-\nSupinationstrauma rechts durch die Suva Linth zu einer stationären Rehabilitation\nzugewiesen. Er berichtet über belastungsverstärkte Schmerzen im OSG-Bereich\nrechts, jedoch sei in der letzten Zeit die Situation bezüglich OSG-Problematik\nrechts deutlich besser geworden. Klinisch zeigt sich eine leichte Druckdolenz über\nMalleolus lateralis sowie über der vorderen Tibiakante laleralbetont. Zudem besteht eine diskrete OSG-Beweglichkeitseinschränkung. Die im Vorfeld des Aufenthaltes durchgeführte Bilddiagnostik zeigte einen Bone bruise bzw. nichtdislozierte\nFraktur mit einem regelrechten Hellverlauf bei allseits intakten Bandstrukturen.\n\nDes Weiteren klagte Herr A.________ über ständige starke Schmerzen im distalen\nUnterschenkel sowie im OSG-Bereich links, vor allem im Tibia-Vorderkanten-\nBereich. Hierbei handelt es sich um Verletzungsfolgen eines früheren, ebenfalls\nSuva-versicherten Unfallereignisses vom 29.12.2001. Er habe oft ein Blockadegefühl im OSG links mit ausgeprägter Schwellung und er berichtet auch über Schwierigkeiten beim Treppensteigen sowie beim Gehen in unebenem Gelände. Im letzten MRI des Rückfusses links vom 16.08.2013 zeigte sich jedoch ein unauffälliger\nUntersuchungsbefund ohne Nachweis einer sicheren Schmerzursache und insbesondere einer osteochondralen Läsion im OSG- oder USG-Bereich. Die Beschwerden am OSG stehen denn auch für den Patienten primär im Vordergrund.\n\nWährend der Rehabilitation erfolgte eine psychosomatische Abklärung durch Dr.\nphil. M.________, mit folgendem Resultat: Der 38-jährige Geleiseschweisser serbischer Herkunft leidet schon seit einer Unterschenkelfraktur 2001 unter persistierenden Bein- und Fussschmerzen links, welche mit Schmerzmitteln unterdrückte,\num seine Arbeitsstelle nicht zu verlieren, hinzu kam ein regelmässiger Diazepamkonsum seit Jahren von 5 - 10 mg (Bensedin, aus Serbien importiert) mit Entwicklung einer 'low-dose dependency', was insbesondere mit der Stressbelastung\ndurch die degenerative Makula-Erkrankung der heute 14-jährigen Tochter einher\nging. Nach einer Fussverletzung rechts im November 2012 wurde dem Patienten\nnach 17-jähriger Betriebszugehörigkeit die Arbeitsstelle gekündigt, was das psychische Gleichgewicht schwer erschüttert hat. Anlässlich des aktuellen Reha-\nAufenthaltes präsentiert sich ein psycho-motorisch gedämpft, stimmungsmässig\nbedrückt und sehr besorgt wirkender Mann mit deutlichem psychischem Leidensdruck, der über Traurigkeit, Freudlosigkeit, pessimistisches Grübeln und Energieverlust berichtet, hinzu kamen Störungen der Vitalgefühle (Müdigkeit, Schlappheit)\nsowie Schlaflosigkeit und Libidoverlust. Das anfängliche psychische Beschwerdebild entsprach einer mittelgradigen depressiven Episode bei wahrscheinlich vorgängiger Dysthymie und psychosozialen Belastungsfaktoren. Im Verlaufe des Aufenthaltes besserte sich das depressive Zustandsbild unter psychopharmakologischer und psycho-therapeutischer Behandlung.\n\n19\nGesamthaft betrachtet kann man aufgrund der Diagnosen, klinischen und radiologischen Befunde, die aktuellen Beschwerden und Funktionseinschränkungen zumindest am OSG links nicht gänzlich erklären, die Schmerzsymptomatik dürfte im\nRahmen der oben dargelegten, psychischen Problematik zu einem gewissen Anteil\nauch überlagert sein.\n\n"}