{"Signatur": "SZ_VG_003", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2018-05-16", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-29_2018-05-16.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "203b905b10d31be23721a68473216c16"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-29_2018-05-16.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/I_2017_29_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2049f2580d2bcd686651bab19cc057c8de5f6d3ec7e56d50cfa90741bbe9d5fea49e12360c971e3e7998b6a2119357b01d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2049f2580d2bcd686651bab19cc057c8de5f6d3ec7e56d50cfa90741bbe9d5fea49e12360c971e3e7998b6a2119357b01d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=I_2017_29", "Checksum": "23b415d39bc5959075b6fc3e220bdbce"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["I 2017 29"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 1. 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März 2018 wird die IV-Stelle um Zustellung der seit August 2017 erfolgten IV-Akten ersucht, welche dem Gericht am\n20. März 2018 eingereicht werden. Die Parteien haben auf die Einreichung einer\nStellungnahme verzichtet.\n\nDas Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n\n1.1.1 Nach Art. 2 Abs. 2 des Bundesgesetzes betreffend die Aufsicht über die\nsoziale Krankenversicherung (Krankenversicherungsaufsichtsgesetz, KVAG; SR\n832.12) vom 26. September 2014 unterliegen Zusatzversicherungen zur sozialen\nKrankenversicherung dem Versicherungsvertragsgesetz (Bundesgesetz über\nden Versicherungsvertrag [Versicherungsvertragsgesetz, VVG; SR 221.229.1]\nvom 2.4.1908). Der Wortlaut des mit Wirkung seit 1. Januar 2016 aufgehobenen\nArt. 12 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG; SR 832.10)\nvom 18. März 1994 wurde vollständig in Art. 2 KVAG übernommen. Grundsätzlich erfährt dadurch die bisherige Regelung keine Änderungen (Botschaft zum\nKVAG, BBl 2012 1941 S. 1956). Streitigkeiten aus solchen Versicherungen sind\nprivatrechtlicher Natur (BGE 124 III 44 Erw. 1a/aa, 124 III 229 Erw. 2 b; vgl. Bundesgerichtsurteil 4A_110/2017 vom 27.7.2017 Erw. 3).\n\nGemäss Art. 7 der Schweizerischen Zivilprozessordnung (ZPO; SR 272) vom\n19. Dezember 2008 können die Kantone ein Gericht bezeichnen, welches als\neinzige kantonale Instanz für Streitigkeiten aus Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung nach dem Bundesgesetz über die Krankenversicherung\nzuständig ist. Der kantonale Gesetzgeber hat in § 24 Abs. 1 des Einführungsgesetzes zum Bundesgesetz über die Krankenversicherung (EGzKVG, SRSZ\n361.100) vom 19. September 2007 das Verwaltungsgericht als kantonales Versicherungsgericht bezeichnet. Es ist gemäss § 24 Abs. 2 EGzKVG auch für die\nEntscheidung von Streitigkeiten aus Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung zuständig.\n\n1.1.2 Die Versicherer müssen ihre Verpflichtungen aus Versicherungsverträgen\nam schweizerischen Wohnsitz des Versicherten oder des Versicherungsnehmers\nerfüllen. Der Gerichtsstand richtet sich nach der Schweizerischen Zivilprozessordnung (Art. 46a VVG). Unabhängig davon, ob der vorliegende Krankentaggeldversicherungsvertrag als Konsumentenvertrag (Art. 32 ZPO) gilt oder unter\ndie Grundsatzregel betreffend die örtliche Zuständigkeit für Klagen aus Vertrag\n(Art. 31 ZPO, wonach als Gerichtsstand u.a. der Ort der charakteristischen Leis-\n4\ntung in Frage kommt) fällt, kann die Klage am Wohnsitz des Klägers, welcher\nsich im gleichen Kanton befindet wie der Sitz der Arbeitgeberin, erhoben werden.\nAuch Art. 24 der Allgemeinen Versicherungsbedingungen (AVB) für die Krankentaggeldversicherung für Unternehmen sieht als Gerichtsstand den schweizerischen Wohnort der versicherten Person oder den schweizerischen Arbeitsort vor\n(Ausgabe 01.2008, Bekl.-act. 2). Die Zuständigkeit des Verwaltungsgerichts zur\nBeurteilung der vorliegenden Klage ist somit gegeben.\n\n1.1.3 Bei Streitigkeiten aus Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung, für welche die Kantone eine einzige kantonale Instanz nach Art. 7 ZPO bezeichnet haben, ist kein vorgängiges Schlichtungsverfahren durchzuführen (BGE\n138 III 558 Erw. 4); das Beibringen einer gültigen Klagebewilligung der Schlichtungsbehörde nach Art. 209 ZPO entfällt somit (vgl. BGE 139 III 273 Erw. 2.1).\nDie übrigen Prozessvoraussetzungen sind unbestrittenermassen gegeben, weshalb auf die Klage einzutreten ist.\n\n1.2 Nach Art. 243 Abs. 2 lit. f ZPO gilt für vermögensrechtliche Streitigkeiten\naus Zusatzversicherungen zur sozialen Krankenversicherung nach KVG ohne\nRücksicht auf den Streitwert das vereinfachte Verfahren. Das Gericht stellt den\nSachverhalt von Amtes wegen fest (Art. 247 Abs. 2 lit. a ZPO; sog. soziale oder\nauch eingeschränkte Untersuchungsmaxime, vgl. Urteil des Bundesgerichts\n5A_2/2013 vom 6.3.2013 Erw. 4.2). Der sozialpolitisch begründeten Untersuchungsmaxime geht es darum, die wirtschaftlich schwächere Partei zu schützen,\ndie Gleichheit zwischen den Parteien herzustellen sowie das Verfahren zu beschleunigen. Die Parteien sind jedoch nicht davon befreit, bei der Feststellung\ndes entscheidwesentlichen Sachverhalts aktiv mitzuwirken und die allenfalls zu\nerhebenden Beweise zu bezeichnen. Sie tragen auch im Bereich der Untersuchungsmaxime die Verantwortung für die Sachverhaltsermittlung. Das Gericht\nhat lediglich seine Fragepflicht auszuüben, die Parteien auf ihre Mitwirkungspflicht sowie das Beibringen von Beweisen hinzuweisen (Urteile des Bundesgerichts 5A_875/2015 vom 22.4.2016 Erw. 3.2.2; 5A_2/2013 vom 6.3.2013\nErw. 4.2; 4A_79/2012 vom 27.8.2012 Erw. 4.3). Zudem hat es sich über die\nVollständigkeit der Behauptungen und Beweise zu versichern, wenn diesbezüglich ernsthafte Zweifel bestehen (Urteil des Bundesgerichts 4A_360/2015 vom\n12.11.2015 Erw. 4.2 mit weiteren Hinweisen). Das Mass der richterlichen Hilfe\nhängt vom Einzelfall ab, namentlich von der sozialen und intellektuellen Disposition der Parteien. Stehen sich anwaltlich vertretene Parteien gegenüber, soll sich\ndas Gericht zurückhalten (Botschaft zur Schweizerischen Zivilprozessordnung,\nBBl 2006 7221 S. 7348; Urteile des Bundesgerichts 4A_519/2010 vom\n11.11.2010 Erw. 2.2; 4A_635/2009 vom 24.3.2010 Erw. 2.2). Der Schutz der\n\n"}