{"Signatur": "SZ_VG_003", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2018-03-14", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-108_2018-03-14.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "ae8156a879ca3f3d91ac8af13b9f4f78"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-108_2018-03-14.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/I_2017_108_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f26812dd74e6a1fd25209fed8f9582c7fbc4b79a9caa9992bad227c0b673ccb0783f5a40abe2e86f4ccbe83a1de3cf79bcd7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f26812dd74e6a1fd25209fed8f9582c7fbc4b79a9caa9992bad227c0b673ccb0783f5a40abe2e86f4ccbe83a1de3cf79bcd7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=I_2017_108", "Checksum": "4cd8fdcc219e93d68f84f2d89cdb3473"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["I 2017 108"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 1. 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Im\nKündigungsschreiben vom 21. Oktober 2015 umschrieb der Arbeitgeber den\nGrund für die Kündigung wie folgt (IV-act. 34-13/13):\nWir beziehen uns auf die verschiedenen Gespräche mit unserem Herrn … bezüglich\nIhrer Fähigkeit, die Aufgabe als Leiterin Administration auszuführen. Grössere Bedenken wurden auch im Probezeitendgespräch von mir geäussert. Während den letzten\nWochen hat sich diese Situation nicht verbessert, weshalb wir nach reiflichen Überlegungen zum Schluss gekommen sind, das Vertragsverhältnis unter Einhaltung einer\neinmonatigen Kündigungsfrist per 30. November 2015 aufzulösen. (…)\n\n2.8 Am 16. März 2016 berichtete Dr.med. G.________ der IV-Stelle von einer\nVerschlechterung der Situation mit folgenden aktuellen Diagnosen:\nGegenwärtig mittelgradig depressives Zustandsbild bei rezidivierend depressiver Entwicklung (ICD-10 F33.10) bei kombinierter Persönlichkeitsstörung (ICD-10 F61.0);\nzudem Schmerzzustand unklarer Aetiologie (Beine, Hände) bei Status nach Diskushernien.\n\nHinsichtlich des Verlaufs führte Dr.med. G.________ u.a. aus, bis 1. Oktober\n2015 sei die Versicherte in immer grösseren zeitlichen Abständen erschienen, da\nsich ihre Stimmung damals deutlich stabilisierte und sie ab 1. Juli 2015 eine neue\nStelle antreten konnte. Ende Oktober 2015 sei ihr plötzlich gekündigt worden;\nzuvor habe sie von innerbetrieblichen Spannungen berichtet, da sie die Erwartungen seitens des Vorgesetzten nicht habe erfüllen können. Seit November\n2015 sukzessive Verschlechterung des Befindens. Die Kündigung habe Verbindungen zu früheren lebensgeschichtlichen Kränkungen ausgelöst; es sei zu einem Stimmungseinbruch gekommen mit Trauer, Wut und auch Enttäuschung,\nden beruflichen Wiedereinstieg nicht geschafft zu haben, dem erneuten Erleben,\nnicht verstanden zu werden bzw. dass ihre Arbeit nicht geschätzt werde. (…) Aus\npsychiatrischer Sicht bestehe seit anfangs Februar 2016 eine mindestens\n50%ige Arbeitsunfähigkeit; der Verlauf erscheine ondulierend (IV-act. 37).\n\n2.9 Der RAD-Arzt Dr.med. C.________ (siehe Ingress lit. F) beurteilte die Versicherte nach der Aktenlage dahingehend, dass es sich um ein komplexes psychisches Geschehen handle, wobei noch nicht alle diagnostischen wie therapeutischen Optionen ausgeschöpft zu sein scheinen würden. Dies treffe auch auf\ndie somatischen Beschwerden von Seiten der Lendenwirbelsäule zu, welche sich\ndurch die radiologisch nachgewiesenen Veränderungen nur unzureichend erklären liessen. Darüber hinaus würden unspezifische Beschwerden von Seiten\n\n8\nder Hände beklagt. Zusammenfassend empfahl er die Durchführung einer interdisziplinären MEDAS-Begutachtung (IV-act. 38-4/5).\n\n2.10.1 Dieses von der MEDAS P.________ erarbeitete Gutachten wurde am 24.\nNovember 2016 erstattet und von folgenden Fachpersonen unterzeichnet (IV-act.\n48-2/98):\nDr.med. H.________ (Psychiatrie u. Psychotherapie FMH, Gutachter SIM)\nDr.med. I.________ (Innere Medizin FMH)\nDr.med. J.________ (Orthopädische Chirurgie u. Traumatologie FMH/ Gutachterin\nSIM)\nDr.med. K.________ (Fachärztin für Allg. Innere Medizin u. Rheumatologie)\nDr.med. L.________ (Neurochirurgie FMH)\nDr.med. D.________ (Neurologie FMH/ Gutachter SIM)\n\n2.10.2 Diese MEDAS-Gutachter stellten folgende Diagnosen (IV-act. 48-23/98):\nDiagnosen mit Relevanz für die Arbeitsfähigkeit (Kaufmännische Mitarbeiterin/ Direktionsassistentin)\n keine\n\nDiagnosen ohne Relevanz für die Arbeitsfähigkeit\n Persönlichkeitsakzentuierung Z73.1\n Status nach Angst und depressiver Reaktion gemischt F43.2\ngegenwärtig Probleme in Bezug auf die Lebensführung, körperliche, psychische Belastungen, Zustand nach Erschöpfung Z73\n Chronisches lumbospondylogenes Syndrom\nmit pseudoradikulärer Ausstrahlung bds. ohne radikuläre Zeichen bei Osteochondrose L3-L5, Übergangsstörung L5/S1, Diskushernien L3/L4 und L4/L5\nund ISG Arthrose bds.\n Schulterschmerzsyndrom links bei AC-Gelenksarthrose links mit degenerativen\nVeränderungen der Rotatorenmanschette\n Chronisches zervikovertebrales Syndrom\nbei leichten degenerativen Veränderungen und Discushernie präforaminal\nC6/7 links mit leichter Wurzelkompression C7 links, Diskusbulging C4/5 und\nC5/6 (klinisch-neurologisch ohne Korrelat)\n Degenerative Veränderungen im Bereich der BWS\n Knieschmerzen links bei St.n. Arthoskopie vom 16.09.2010\n STT Arthrose links\n Beginnende Fingergelenkspolyarthrose\n Arterielle Hypertonie, medikamentös therapiert\n Adipositas, BMI 32.2 kg/m2\n Obstruktives Schlafapnoe-Syndrom leichten Grades (anamnestisch)\n St.n. Hörsturz 2012 (residual leichtes Hördefizit rechts)\n Infektanfälligkeit (anamnestisch)\n Status nach Appendektomie\n\n"}