{"Signatur": "SZ_VG_003", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2018-04-11", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-103_2018-04-11.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "049dc2acc1bd32f499dec5356b116c1f"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-103_2018-04-11.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/I_2017_103_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f26e35d5085701c2d15cf5bf8493216875d1c66052ad1020dfde22662ad80b4dac74a573300ac7d4c4b38358d072d9893fd7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f26e35d5085701c2d15cf5bf8493216875d1c66052ad1020dfde22662ad80b4dac74a573300ac7d4c4b38358d072d9893fd7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=I_2017_103", "Checksum": "8df4afae8bd27bcb67e9f3eaf200b9fe"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["I 2017 103"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 1. 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Gerichtsschreiber\n\nParteien A.________,\nBeschwerdeführerin,\nvertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Rainer Deecke,\nIndustriestrasse 13c, Postfach 7555, 6302 Zug,\n\ngegen\n\nIV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,\nVorinstanz,\n\nGegenstand Invalidenversicherung (Leistungen)\nSachverhalt:\n\nA. A.________ (geboren ________1991 in London, Staatsangehörige von\nGrossbritannien [Vater] und von Italien [Mutter]) lebte seit dem 22. Dezember\n1992 in der Schweiz. Damals wurden eine kongenitale Hüftdysplasie beidseits\nsowie kongenitale Klump-Füsse beidseits diagnostiziert (Geburtsgebrechen 182/\n183, siehe IV-act. 16 und 22). Die IV-Stelle Schwyz lehnte mit Verfügungen vom\n22. Juni 1993 sowie vom 24. August 1998 ihre Leistungspflicht ab mit der Begründung, dass die versicherungsmässigen Voraussetzungen nicht erfüllt seien\n(IV-act. 42).\n\nB. In der Folge übernahm die IV für die zwischenzeitlich eingebürgerte\nA.________ die Kosten für Spezialschuhe sowie für Schuhabänderungen (IV-act.\n65, 70, 71, 78, 79). Am 3. März 2008 teilte die IV-Stelle mit, dass Berufsberatung\nund Abklärung der beruflichen Eingliederungsmöglichkeiten gewährt werde (IVact. 90). Im Schlussbericht vom 2. Juni 2008 beantragte der IV-Berufsberater, im\nEinverständnis mit der Mutter von A.________ die Berufsberatung mangels Notwendigkeit zu beenden (IV-act. 97), was von der IV-Stelle am 13. Juni 2008 entsprechend umgesetzt wurde (IV-act. 100). Nach einer Abklärung des Umfangs\nder Betreuungsbedürftigkeit vom 2. Juli 2008 (= IV-act. 102) teilte die IV-Stelle\nmit Vorbescheid vom 23. Juli 2008 und anschliessend mit Verfügung vom 16.\nSeptember 2008 mit, dass kein Anspruch auf eine Hilflosenentschädigung für\nMinderjährige bestehe (IV-act. 104, 105).\n\nC. Daraufhin wohnte A.________ ab Juli 2009 bis Januar 2016 in England\n(vgl. IV-act. 113-3/8). Nach der Rückkehr in die Schweiz meldete sie sich am 27.\nSeptember 2016 zum Bezug von IV-Leistungen an (siehe IV-act. 113). Am 22.\nDezember 2016 teilte die IV-Stelle mit, dass eine medizinische Abklärung beim\nF.________ als notwendig erachtet werde (IV-act. 129). Das entsprechende\nF.________-Gutachten wurde am 22. März 2017 erstattet (IV-act. 136). Daraufhin teilte die IV-Stelle mit Vorbescheid vom 21. April 2017, es sei vorgesehen,\ndas Leistungsbegehren abzuweisen (IV-act. 139). Mit Eingaben vom 28. April\n2017 und vom 29. August 2017 opponierte A.________ gegen diesen Vorbescheid (IV-act. 140 und 145).\n\nD. Mit Verfügung vom 5. Oktober 2017 hielt die IV-Stelle sinngemäss fest,\ndass die Arbeitsfähigkeit für angepasste Tätigkeiten auf 100% festzulegen sei\nund der ermittelte IV-Grad 0% betrage, weshalb das Leistungsbegehren abgewiesen werde (IV-act. 148).\n\n2\nE. Gegen diese Verfügung liess A.________ rechtzeitig am 6. November\n2017 (Montag) beim Verwaltungsgericht Beschwerde erheben mit den folgenden\nRechtsbegehren:\n1. Die Verfügung vom 5.10.2017 sei aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, der Beschwerdeführerin die gesetzlichen Leistungen\nnach IVG, namentlich eine Rente und/oder berufliche Massnahmen, zu gewähren.\n2. Es sei ein medizinisches Gerichtsgutachten durchzuführen.\n\n3. Es sei die Sache zwecks Abklärung betreffend Anspruch auf berufliche Massnahmen/ Eingliederungsmassnahmen und deren Durchführung an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.\n4. Eventuell sei die Sache zwecks Vornahme eines erneuten verwaltungsexternen medizinischen Gutachtens an die Beschwerdegegnerin zurückzuweisen.\nUnter Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. MWST zulasten der Beschwerdegegnerin.\n\nMit Vernehmlassung vom 7. Dezember 2017 beantragte die IV-Stelle, die Beschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführerin.\n\nDazu äusserte sich die Beschwerdeführerin innert erstreckter Frist in einer Eingabe vom 19. Februar 2018.\n\nDas Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n\n1.1 Invalid ist eine Person, welche voraussichtlich bleibend oder längere Zeit\ndauernd ganz oder teilweise erwerbsunfähig ist (Art. 4 Abs. 1 IVG i.V.m. Art. 8\nAbs. 1 ATSG; BGE 130 V 343 Erw. 3.3). Die Invalidität gilt als eingetreten, sobald sie die für die Begründung des Anspruchs auf die jeweilige Leistung erforderliche Art und Schwere erreicht hat (Art. 4 Abs. 2 IVG).\n\n1.2 Das IVG beruht auf dem Konzept des leistungsspezifischen Invaliditätsfalles (BGE 126 V 461). Dies bedeutet, dass ein bestimmter Gesundheitsschaden\nverschiedene Invaliditätseintritte (Versicherungsfälle) auslösen kann, je nachdem, welche gesetzliche Leistung durch die Art und Schwere der gesundheitlichen Beeinträchtigung erforderlich wird (vgl. Ulrich Meyer/ Marco Reichmuth,\nRechtsprechung des Bundesgerichts zum IVG, Art. 4 IVG N 135 mit Hinweisen).\n\n1.3 Im Zeitpunkt des so verstandenen leistungsspezifischen Invaliditätseintritts\nmüssen, zur Wahrung der Leistungsberechtigung, die versicherungsmässigen\nVoraussetzungen nach Art. 1b IVG i.V.m. Art. 1a und Art. 2 AHVG (gegebenenfalls unter Berücksichtigung von Art. 6 und Art. 9 Abs. 2 IVG oder staatsvertragli-\n\n"}