{"Signatur": "SZ_VG_003", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2018-01-10", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-102_2018-01-10.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "d55d1ad48b45a3b90a6cc843b6020945"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-102_2018-01-10.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/I_2017_102_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f292c8684c4dd008656f0618169ee073b320a14a58a9c1d988b376d099cae56601fc1709c3e806c08f9f779e1575d6e3cdd7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f292c8684c4dd008656f0618169ee073b320a14a58a9c1d988b376d099cae56601fc1709c3e806c08f9f779e1575d6e3cdd7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=I_2017_102", "Checksum": "0f3b1511f5da6cddc56edde19e058088"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["I 2017 102"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 10.01.2018 I 2017 102"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz  1. Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto  1. Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Kammergericht"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Krankenversicherung (Zahnbehandlung) | Krankenversicherung (mit med. SV)"}], "ScrapyJob": "446973/76/536", "Zeit UTC": "22.02.2026 23:26:40", "Checksum": "18d270d0ed284c591f6769328fa4a2de", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 10.01.2018 I 2017 102\nRegeste:\nKrankenversicherung (Zahnbehandlung) | Krankenversicherung (mit med. SV)\n\nVerwaltungsgericht des Kantons Schwyz\nKammer I\n\nI 2017 102\n\nEntscheid vom 10. Januar 2018\n\nBesetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident\nDr.med. Urs Gössi, Richter\nDr.med. Pierre Lichtenhahn, Richter\nDr.iur. Thomas Twerenbold, Gerichtsschreiber\n\nParteien A.________,\nBeschwerdeführer,\n\ngegen\n\nB.________\nVorinstanz,\nvertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. Martin Schmid,\nHartbertstrasse 11, Postfach 611, 7002 Chur,\n\nGegenstand Krankenversicherung (Zahnbehandlung)\nSachverhalt:\n\nA. Der 1947 geborene A.________ ist bei der B.________ obligatorisch krankenpflegeversichert. Im Juli 2015 wurde bei A.________ die Krankheit Myasthenia gravis diagnostiziert. Seither erfolgte eine medikamentöse Behandlung mit\nImmunsupressiva. Mit Schreiben vom 14. September 2016 stellte Dr.med.dent.\nE.________ der B.________ einen Kostenvoranschlag (Wurzelbehandlung/ Kronen/ Füllung/ Extraktion/ Zahnreinigung) „für die Zahnbehandlung infolge der\nKrankheit Myasthenia gravis (Mg)“ zur Überprüfung zu. Dieser beinhaltete die\nKosten der periodischen Untersuchung, der Extraktion von Zahn 17, der Wurzelbehandlung und Überkronung von Zahn 15, der Überkronung der Zähne\n26/27/46 sowie der Füllung für Zahn 45 und belief sich auf total Fr. 7‘253.35 (Viact. 1).\n\nMit Schreiben vom 20. September 2016 erklärte die B.________, dass nach ihrer\nBeurteilung die geltend gemachten Behandlungskosten über Fr. 7‘253.35 nicht\nzu Lasten der Grundversicherung übernommen werden könnten, da „die aufgeführte Diagnose Myasthenia gravis nicht in der abschliessenden Liste der Krankenpflegeleistungsverordnung (Art. 17 bis 19 KLV)“ enthalten sei (Vi-act. 2). Auf\nschriftliche Nachfrage von A.________ vom 6. Dezember 2016 bestätigte die\nB.________ mit Schreiben vom 13. Dezember 2016 diesem gegenüber den ablehnenden Bescheid (Vi-act. 3 und 4). Im Verlauf des weiteren Schriftenwechsels\nverlangte A.________ bei weiterer Ablehnung der Leistungspflicht durch die\nB.________ eine anfechtbare Verfügung, worauf die B.________ A.________\naufforderte, zur Überprüfung der Leistungspflicht die Immunsuppression durch\nmedizinische Unterlagen fachärztlich zu belegen und eine KVG-konforme Anmeldung bzgl. der Zahnbehandlung zu veranlassen (Vi-act. 5-8).\n\nAm 1. Februar 2017 reichte Dr.med.dent. E.________ das Anmeldeformular\n(allerdings ohne Diagnosevermerk) ein (Vi-act. 9). Auf telefonische Nachfrage\nder B.________ wurde Art. 19 lit. b KLV als Basis für eine Kostenübernahme angegeben (Vi-act. 10). Am 6. Februar 2017 übermittelte A.________ Kopien der\nAtteste und Berichte der behandelnden Ärzte zum Nachweis der Diagnose einer\nMyasthenia gravis mit Notwendigkeit einer langfristigen Immunsuppression sowie\nKopien allgemeiner Unterlagen zum Thema Immunsuppression und Myasthenia\ngravis (Vi-act. 11). Nach Beurteilung durch den Vertrauenszahnarzt Dr.med.dent.\nC.________ (Vi-act. 12) sowie ergänzender Anfrage an den Vertrauensarzt Dr.\nD.________ zum Krankheitsbild der Myasthenia gravis und der Therapie der\nImmunsuppressiva (Vi-act. 12/14) lehnte die B.________ die Kostenbeteiligung\nfür die zahnärztliche Behandlung aus der obligatorischen Krankenpflegeversicherung mit Verfügung vom 22. März 2017 ab (Vi-act. 15).\n\n2\nB. Mit Schreiben vom 25. März 2017 und Ergänzungen vom 15. April 2017 erhob A.________ Einsprache gegen die Verfügung der B.________ vom 22. März\n2017 und beantragte deren Aufhebung sowie die Gutheissung des Gesuchs um\nÜbernahme der von Dr.med.dent. E.________ veranschlagten Kosten der\nzahnärztlichen Behandlung (Vi-act. 16/18). Mit Schreiben vom 20. April 2017\nübermittelte die B.________ A.________ die gewünschten Akten zur Einsichtnahme und stellte eine zeitnahe Zustellung des Einspracheentscheids in Aussicht (Vi-act. 19). Mit Einspracheentscheid vom 29. September 2017 wies die\nB.________ die Einsprache ab (Vi-act. 21).\n\nC. Gegen den Einspracheentscheid der B.________ vom 29. September 2017\nerhebt A.________ mit Eingabe vom 30. Oktober 2017 (Postaufgabe) fristgerecht\nBeschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit den folgenden\nAnträgen:\n1. Die vorerwähnte Verfügung vom 22. März 2017 und der vorerwähnte\nEinspracheentscheid vom 29. September 2017 seien aufzuheben und der\nKostenvoranschlag vom 14.9.2016 von Herrn Dr. med. dent. E.________ sei\ngutzuheissen.\n2. Es sei gemäss Art. 44 und Art. 45 des Bundesgesetzes über den Allgemeinen\nTeil des Sozialversicherungsrechts (ATSG) zur genauen Abklärung des Sachverhalts ein Gutachten eines unabhängigen und unbefangenen\nSachverständigen einzuholen.\n3. Alles unter Kostenfolge zu Lasten des Versicherungsträgers, also der\nB.________.\n\nZudem beantragt der Beschwerdeführer eine angemessene\nAufwandentschädigung und die Bewilligung eines unentgeltlichen\nRechtsbeistands.\n\nD. Mit Beschwerdeantwort vom 14. November 2017 lässt die B.________\n(sinngemäss) die Abweisung der Beschwerde beantragen, da zahnärztliche Behandlungen grundsätzlich keine Pflichtleistungen der obligatorischen Krankenpflegeversicherung seien und die Voraussetzungen für die ausnahmsweise vorgesehene Übernahme der zahnärztlichen Behandlung von Zahnschäden nicht\nerfüllt seien.\n\n"}