{"Signatur": "SZ_VG_003", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2018-03-14", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-101_2018-03-14.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "a81e11f6b79056ed206ccdb8fcc26edd"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2017-101_2018-03-14.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/I_2017_101_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2d8db505ed95c0ee1c8a706cd7b78f13474290ee04416301f7e4b199feddbd10999be19de4de51bd15c35c4ecc0ab7b3fd7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2d8db505ed95c0ee1c8a706cd7b78f13474290ee04416301f7e4b199feddbd10999be19de4de51bd15c35c4ecc0ab7b3fd7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=I_2017_101", "Checksum": "fa9cf5fa30ff3d5916a10f665e050040"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["I 2017 101"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 1. 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Urs Gössi, Richter\nMLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin\n\nParteien A.________,\nBeschwerdeführerin,\nvertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Willi Füchslin,\nZürcherstrasse 49, Postfach 644, 8853 Lachen SZ,\n\ngegen\n\nIV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,\nVorinstanz,\n\nGegenstand Invalidenversicherung (Rentenerhöhung)\nSachverhalt:\n\nA. A.________ (geb. ________1964, ________) arbeitete bis zum 30.\nSeptember 2005 als Leiterin Etage im B.________ (Hotel) in C.________ (IV-act.\n2 und 4). Am 6. März 2006 (Eingang bei der IV-Stelle) meldete sich A.________\nzum Bezug einer Invalidenrente an. Als Begründung gab sie an, sie leide an\nRückenschmerzen und einer Depression (IV-act. 2 und 6).\n\nB. Mit Verfügung vom 26. August 2008 wies die IV-Stelle das Leistungsbegehren, u.a. gestützt auf ein interdisziplinäres versicherungsmedizinisches Gutachten des O.________ vom 18. April 2008, bei einem nicht rentenbegründenden\nInvaliditätsgrad (IV-Grad) von 17% ab (IV-act. 36). Eine dagegen erhobene Beschwerde wies das Verwaltungsgericht mit Entscheid VGE I 2008 225 vom 5.\nMärz 2009 ab (IV-act. 46). Der Entscheid wurde vom Bundesgericht mit Urteil\n9C_323/2009 vom 14. Juli 2009 bestätigt (IV-act. 48).\n\nC. Am 20. Dezember 2011 (Eingang bei der IV-Stelle) meldete sich\nA.________ erneut zum Bezug von Rentenleistungen an und machte eine Verschlechterung ihres Gesundheitszustands geltend (IV-act. 54f.). Nach diversen\nAbklärungen veranlasste die IV-Stelle eine interdisziplinäre MEDAS-Abklärung\n(IV-act. 64ff.). Der Begutachtungsauftrag wurde der P.________ zugelost (IV-act.\n66). Das P.-Gutachten wurde am 31. Dezember 2012 erstattet (IV-act. 75). Gestützt darauf sowie auf die Stellungnahme des RAD-Arztes Dr.med. D.________\n(Psychiatrie und Psychotherapie FMH) vom 14. Mai 2013 (IV-act. 78) teilte die\nIV-Stelle A.________ mit Verfügung vom 21. August 2013 mit, dass sie bei einem IV-Grad von 53% ab 1. Juni 2012 Anspruch auf eine halbe Rente habe (IVact. 83ff.).\n\nD. Im Rahmen der von der IV-Stelle veranlassten Rentenrevision machte\nA.________ am 9. Mai 2016 (Eingang bei der IV-Stelle) eine Verschlechterung\nihres Gesundheitszustands geltend (IV-act. 92). Nach diversen Abklärungen veranlasste die IV-Stelle eine psychiatrische Abklärung bei Dr.med. E.________\n(Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, Forensische Psychiatrie\nSGFP, Facharzt für Neurologie FMH, ________), was sie A.________ am\n30. August 2016 mitteilte (IV-act. 96). Das psychiatrische Gutachten wurde am\n9. Mai 2017 erstattet (IV-act. 107). Gestützt darauf teilte die IV-Stelle A.________\nam 8. August 2017 mit, dass bei der Überprüfung des Invaliditätsgrades im\nRahmen einer Rentenrevision von Amtes wegen keine Änderung festgestellt\nworden sei, welche sich auf die Rente auswirke. Es bestehe deshalb weiterhin\nAnspruch auf die bisherige halbe IV-Rente bei einem IV-Grad von 53% (IV-act.\n\n2\n109). Mit Schreiben vom 14. September 2017 verlangte A.________ eine beschwerdefähige Verfügung (IV-act. 112).\n\nE. Mit Verfügung vom 29. September 2017 wies die IV-Stelle das Erhöhungsgesuch ab und hielt fest, dass A.________ weiterhin Anspruch auf die bisherige\nhalbe Rente habe (IV-act. 114).\n\nDagegen liess A.________ am 26. Oktober 2017 rechtzeitig Beschwerde beim\nVerwaltungsgericht des Kantons Schwyz einreichen mit folgenden Rechtsbegehren:\n1. Die angefochtene Verfügung der IV-Stelle Schwyz vom 29. September 2017\nsei dahingehend abzuändern, dass der Beschwerdeführerin eine höhere Invalidenrente als lediglich eine halbe Rente zusteht.\n2. Eventualiter seien vom Gericht ergänzende Abklärungen anzuordnen.\n3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin.\n\nF. Mit Vernehmlassung vom 28. November 2017 beantragte die IV-Stelle, die\nVerwaltungsgerichtsbeschwerde sei abzuweisen, unter Kostenfolge zu Lasten\nder Beschwerdeführerin. Dazu liess die Beschwerdeführerin am 1. Dezember\n2017 Stellung nehmen.\n\nDas Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n\n1.1 Ändert sich der Invaliditätsgrad eines Rentenbezügers erheblich, so wird\ngemäss Art. 17 ATSG die Rente von Amtes wegen oder auf Gesuch hin für die\nZukunft entsprechend erhöht, herabgesetzt oder aufgehoben. Dies gilt auch für\nandere formell rechtskräftig zugesprochene Dauerleistungen, deren\nSachverhaltsgrundlage sich nachträglich erheblich verändert hat. Die Frage der\nwesentlichen Änderung in den tatsächlichen Verhältnissen beurteilt sich durch\nVergleich des Sachverhalts, wie er im Zeitpunkt der ursprünglichen\nRentenverfügung bestanden hat, mit demjenigen zur Zeit der streitigen\nRevisionsverfügung. Eine rechtskräftige Revisionsverfügung gilt - im Hinblick auf\neine weitere Revision - ihrerseits als (neue) Vergleichsbasis, wenn sie auf einer\nmateriellen Prüfung des Rentenanspruchs mit rechtskonformer\nSachverhaltsabklärung, Beweiswürdigung und Durchführung eines\nEinkommensvergleichs (bei Anhaltspunkten für eine Änderung in den\nerwerblichen Auswirkungen des Gesundheitszustands) beruht (vgl. Urteil des\nBundesgerichts 9C_137/2017 vom 8.11.2017 Erw. 3.1 mit Verweis auf BGE 133\nV 108).\n\n"}