{"Signatur": "SZ_VG_003", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2017-05-16", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2016-98_2017-05-16.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "68101c868f44c554db912b9bfbc2a40d"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2016-98_2017-05-16.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/I_2016_98_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2c46874dc661ecd2790a9500960b057696b2e2f32e51cc63ed73684505f365de183ea7cc8568a2686bbd93ce6e99a41d7d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2c46874dc661ecd2790a9500960b057696b2e2f32e51cc63ed73684505f365de183ea7cc8568a2686bbd93ce6e99a41d7d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=I_2016_98", "Checksum": "f67a9d0f6245cec78fb03b4fa1e5dfd2"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["I 2016 98"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 1. 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Man finde bei ihm auch affektive Störungen, welche dieser\nMann durch unangepasste Verhaltensweisen (Wut, Zorn, Aggression) zum Ausdruck bringe. Bei einfachen Leuten bestehe auch die Neigung zu konversiven\nVerhaltensweisen. Der Beschwerdeführer demonstriere eine Hirnleistungsschwäche und verbinde diese mit dem Unfall. Die möglichen somatischen Beschwerden würden vom Beschwerdeführer deutlich überlagert und seien als eine\nanhaltende somatoforme Schmerzstörung zu sehen. Die bisherige Behandlung\nbzw. Arbeitsunfähigkeit seien grösstenteils krankheitsbedingt gewesen, wobei die\nnicht krankheitskausalen Gründe wie Verlust der Arbeitsstelle und damit verbundene Kränkung, die familiären und sozialen Probleme auch einen Beitrag geleistet hätten. Der Beschwerdeführer solle krankheitshalber bis am 10. April 2008 als\nvoll arbeitsunfähig und ab diesem Tag bis Mitte Mai nur noch 50% arbeitsunfähig\ngelten. Anschliessend sei er voll arbeitsfähig. Die Beurteilung der Arbeitsfähigkeit\ngelte sowohl für die angestammten als auch für die angepassten Tätigkeiten. Die\nlaufende psychiatrische Behandlung solle fortgesetzt werden. Es störe etwas,\ndass man dem Beschwerdeführer bei diesen psychischen Störungen keine Psychopharmaka gebe. Es könne nicht sein, dass kein Medikament helfe und vertragen werde. Es stelle sich vielmehr die Frage, ob der Beschwerdeführer\ntatsächlich die verordneten Medikamente bislang verordnungsgemäss eingenommen habe. Die Prognose sei sehr unsicher, da Beschwerdeführer mit\nSchmerzstörungen zu einer Chronifizierung und Verstärkung der dissoziativen\nVerhaltensweisen neigen würden. Diese Tendenz gelte es mit allen Mitteln zu\nverhindern (KVG-act. 3-13ff./51).\n\n3.1.16 Gemäss Kurzaustrittsbericht des Spitals _______ (________) vom 9. Mai\n2008 war der Beschwerdeführer vom 7. bis 9. Mai 2008 im Spital _______ hospitalisiert. Er habe 2002 ein Schleudertrauma erlitten und leide seitdem unter einem cervikalen Schmerzsyndrom. Er sei wegen erneuten starken Schmerzen im\nSchulter-Nackenbereich und am BWS-Übergang (Schmerzexazerbation) eingewiesen worden. Zudem leide er beim Gehen unter Kopfschmerzen und einem\nGefühl von Druck und Wärme im Kopf. Des Weiteren würden epigastrische\nBauchschmerzen bestehen. Bei multiplen seit Jahren bestehenden Beschwerden, die organisch nicht zugeordnet werden könnten und einer begleitenden depressiven Stimmungslage sei beim Beschwerdeführer von einer psychogenen\nUrsache der Beschwerden auszugehen, DD somatoforme Störung. Der Beschwerdeführer gebe auch an, in der psychiatrischen Behandlung beim SPD\n________ zu stehen und mit mehreren Antidepressiva behandelt zu werden, die\n17\njedoch aufgrund des fehlenden Erfolgs jedes Mal haben abgesetzt werden müssen. Eine physiotherapeutische Behandlung mit dem Schwerpunkt auf Rückenschulung sei angefangen worden. Die analgetische Therapie sei angepasst worden, so dass die Schmerzen vor dem Austritt vom Beschwerdeführer als erträglicher empfunden worden seien (IV-act. 15-6f./60).\n\n3.2 Dr.med. V.________ (________ SPD ________) führte gegenüber der IV-\nStelle mit Bericht vom 26. Mai 2008 die Diagnosen: „Rezidivierende depressive\nEpisoden, aktuell mittelgradig, agitiert (ICD-10:F33.1), ca. 2005, exacerbiert seit\nHerbst 2007“ und „Somatoforme Schmerzstörung (ICD-10:F45.4)“ auf (IV-act. 17-\n2/8). Die Arbeitsunfähigkeit in der zuletzt ausgeübten Tätigkeit als Hilfsarbeiter\nhabe vom 1. September 2007 bis 29. Februar 2008 100% und seit 1. März 2008\n50% betragen. Verschiedene Behandlungsversuche mit antidepressiver Medikation (Citalopram, Paronex, Efexor, Remeron) seien wegen Nebenwirkungen im\nVerlauf wieder abgesetzt worden. Remeron sei wegen Hypercholesterinämie\ndurch den Hausarzt abgesetzt worden. Aktuell bestehe keine antidepressive Medikation, die Wiedereinführung eines eher sedierenden Antidepressivums sei geplant. Psychiatrisch-psychotherapeutische Einzelgespräche würden in ihrem\nDienst erfolgen. Aufgrund des langjährigen Verlaufs und der eingeschränkten\nRessourcen des Patienten sei die Prognose eher als ungünstig zu sehen (IV-act.\n17-7f./8).\n\n3.3 Mit Stellungnahme vom 6. Juni 2008 erachtete der RAD-Arzt Dr.med.\nW.________ (Allgemeinmedizin FMH) eine MEDAS-Begutachtung als erforderlich (IV-act. 18-3/3).\n\n"}