{"Signatur": "SZ_VG_003", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2017-06-14", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2016-84_2017-06-14.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "cee6b9ec3cb7f49e45335e126a3492b7"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2016-84_2017-06-14.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/I_2016_84_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f267efb2b7ee8c48239acdd769208e52bd03629ad84ca223478d9d94c6480307ebceaaa7b6eab68a6f6b843e22479c2db5d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f267efb2b7ee8c48239acdd769208e52bd03629ad84ca223478d9d94c6480307ebceaaa7b6eab68a6f6b843e22479c2db5d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=I_2016_84", "Checksum": "49d157cfec09e81bf0f2aba6aba6c18e"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["I 2016 84"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 1. 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Pierre Lichtenhahn, Richter\nMLaw Joëlle Sigrist, Gerichtsschreiberin\n\nParteien A.________,\nBeschwerdeführerin,\nvertreten durch Rechtsanwalt B.________\n\ngegen\n\nIV-Stelle Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53, 6431 Schwyz,\nVorinstanz,\n\nGegenstand Invalidenversicherung (Aufhebung einer IV-Rente)\nSachverhalt:\n\nA. A.________ (geboren am ________) absolvierte von 1985 bis 1987 eine\nLehre als Büroangestellte beim C.________ sowie erlangte 1995/1996 ein Diplom als Gymnastik-Pädagogin. Zuletzt arbeitete sie bis Mai 2002 als Büromitarbeiterin in D.________ im Teilzeitpensum (50%; IV-act. 31). Bei einem Snowboardunfall am 17. Dezember 1997 zog sich A.________ eine Schulterluxation\nlinks zu (UV-act. 4-344+370/409; IV-act. 5-4f./7; 31; 207). Am 7. April 2000 stellte\nsie bei der IV-Stelle AA.________ ein Gesuch um Ausrichtung einer IV-Rente,\nwobei sie die Art der Behinderung mit \"linke Schulter Hill Sachs/ Bankart Läsion.\nVor 8 Jahren Kapselriss/ Prellung (Skiunfall) und Subluxation beim Kiwi-\nSchneiden (Gartenarbeit)\" angab (IV-act. 5-1ff./7). Die IV-Stelle AA.________\nrichtete ihr mit Wirkung ab 16. Dezember 1999 eine halbe, ab 1. März 2000 eine\nganze und ab 31. Mai 2001 wieder eine halbe IV-Rente aus (IV-act. 3-1/2; 19-\n1/8; 23-1/1).\n\nB. Nach einem längerem Aufenthalt in D.________ nahm A.________ im\nSommer 2002 Wohnsitz in AB.________. Im September 2002 leitete die IV-Stelle\nSchwyz eine Rentenrevision ein, in deren Rahmen A.________ im April 2004\ndurch die AC.________ untersucht wurde. Im MEDAS-Gutachten vom 19. November 2004 wurde ihr u.a. eine 50%-ige Arbeitsfähigkeit in der bisherigen\nTätigkeit als EDV-Supporterin sowie in anderen, körperlich leichten, rein administrativen Tätigkeiten in Wechselposition (inkl. Positionswechsel des linken Armes)\nattestiert (IV-act. 53-27/47). Der am 10. Januar 2005 erstellte Abklärungsbericht\nHaushalt attestierte ihr bei je hälftigem Anteil Erwerbstätigkeit und Haushalt einen Invaliditätsgrad von 42% (IV-act. 58-10/10). Mit Verfügung vom 15. Februar\n2005 setzte die IV-Stelle Schwyz die bisherige halbe IV-Rente auf eine Viertelsrente herab (IV-act. 63-2/3). Nachdem A.________ mit Eingabe vom 23. März\n2005 dagegen Einsprache erhob, sprach ihr die IV-Stelle Schwyz mit Einspracheentscheid vom 13. Dezember 2007 in teilweiser Gutheissung der Einsprache\nbei einem Invaliditätsgrad von 85% mit Wirkung ab dem 1. Dezember 2005 eine\nganze Invalidenrente zu (IV-act. 66-1/2; 96-7/7; 100-2/2).\n\nC. Mit Mitteilung vom 16. Dezember 2008 wurde die ganze Invalidenrente\nbestätigt (IV-act. 114-1/2). Am 18. Januar 2011 wurde eine Rentenrevision von\nAmtes wegen eingeleitet, in deren Rahmen A.________ im Juni 2012 erneut\ndurch die AC.________ untersucht wurde (IV-act. 117-1/1; 139-1ff./41). Das\nMEDAS-Gutachten vom 19. Oktober 2012 attestierte ihr eine Restarbeitsfähigkeit\nvon 20% als EDV-Supporterin sowie in adaptierten anderen Tätigkeiten und im\nHaushalt eine Restarbeitsfähigkeit von 50% (IV-act. 139-21/41). Ein erneuter Ab-\n\n2\nklärungsbericht Haushalt vom 5. März 2013 attestierte ihr bei einer Erwerbstätigkeit von 30% und einer Haushaltstätigkeit von 70% einen Invaliditätsgrad von\n20% (IV-act. 149-13/14).\n\nD. In der Zeit vom 25. März 2013 bis 25. April 2013 wurde A.________ an\ninsgesamt 5 Tagen einer Observation unterzogen. In der Auswertung und Würdigung dieser Abklärung hielt die Vorinstanz u.a. fest, dass das Observationsergebnis in einem erheblichem Widerspruch zum Resultat der MEDAS-\nBegutachtung stehe, dass die attestierte Restarbeitsfähigkeit von 10-20% nicht\nnachvollziehbar sei, sowie dass es Hinweise gebe, wonach sich die Versicherte\nin unbeobachteten Momenten anders verhalte als in der Untersuchungssituation,\nwas für ein aggravatorisches Verhalten spreche (IV-act. 152-9/10, Stellungnahme BVM vom 15.6.2013).\n\nE. Mit Verfügung vom 21. Juni 2013 sistierte die IV-Stelle Schwyz die Rente\nper sofort (IV-act. 155-2/2). Die am 24. Juli 2013 dagegen erhobene Beschwerde\nan das Verwaltungsgericht Schwyz wurde mit Entscheid VGE I 2013 100 vom\n11. September 2013 abgewiesen (IV-act. 165).\n\nF. Am 29. Oktober 2013 wurde die linke Schulter von A.________ operiert\n(Revision Schulter-Hemiprothese, Wechsel auf Inverse Schulter-Totalprothese\nlinks; IV-act. 169-1/4). Aufgrund dessen verfügte die IV-Stelle Schwyz am\n11. Februar 2014 die Wiederausrichtung der IV-Rente mit Wirkung ab 1. Oktober\n2013 (IV-act. 189-1/4).\n\nG. Am 23. April 2015 teilte die IV-Stelle Schwyz A.________ mit, dass zur\nKlärung der Leistungsansprüche eine umfassende medizinische Untersuchung\n(Allgemeine Innere Medizin, Orthopädie, Neurologie, Psychiatrie) als notwendig\nerachtet werde (IV-act. 206-1/2). Zur Begutachtung wurde von der Suisse-\nMED@P die Gutachterstelle AD.________ zugelost (IV-act. 208f.). Das Gutachten erfolgte am 18. Januar 2016 (IV-act. 216).\n\nH. Mit Verfügung vom 19. Februar 2016 sistierte die IV-Stelle Schwyz die IV-\nRente von A.________ per sofort und entzog einer Beschwerde dagegen die\naufschiebende Wirkung (IV-act. 218-3/4).\n\n"}