{"Signatur": "SZ_VG_003", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2017-01-20", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2016-41_2017-01-20.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "7917c2dfe9b35056e36adb37bb0692a0"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2016-41_2017-01-20.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/I_2016_41_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f20de8588de301100bf6232869f9641fe58aec371f067283184d985bc806426c07950c797edff6a066b23f3371a35c7900d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f20de8588de301100bf6232869f9641fe58aec371f067283184d985bc806426c07950c797edff6a066b23f3371a35c7900d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=I_2016_41", "Checksum": "520cd963e41d4316aee26d7864339512"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["I 2016 41"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 1. 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Urs Gössi, Richter\nMLaw Natascha Ofner, Gerichtsschreiberin\n\nParteien A.________,\nKläger,\nvertreten durch Rechtsanwalt C.________\n\ngegen\n\nB.________ AG,\nBeklagte,\n\nGegenstand Krankenversicherung (Krankentaggelder nach VVG)\nSachverhalt:\n\nA. A.________ (geb. _____ 1960, ledig, belgischer Staatsangehöriger) arbeitete seit Oktober 2010 bei der von ihm gegründeten und ihm gehörenden\nD.______ GmbH. Diese Gesellschaft bezweckt den Vertrieb von Reinigungsmaschinen und Reinigungsprodukten, Verkauf von Kleidungsstücken sowie Handel\nmit Waren aller Art. A.________ war über seine Gesellschaft bei der B.______\nunter anderem für krankheitsbedingten Erwerbsausfall krankentaggeldversichert\nnach VVG (Beklag-act. 30). Mit Krankenmeldung vom 17. April 2014 zeigte er\nder B.______ eine seit dem 25. März 2014 dauernde volle Arbeitsunfähigkeit an\n(Beklag-act. 1). Nach Ablauf der Wartefrist von 30 Tagen richtete die B.______\ndie vertraglichen Krankentaggeldleistungen vom 24. April 2014 bis 31. Oktober\n2014 gemäss VVG aus. Ab 1. November 2014 wurde A.________ von Dr.med.\nK.________ (Innere Medizin, ____) in der angestammten Tätigkeit als Inhaber\neiner Marktverkäuferfirma wieder eine 100%-ige Arbeitsfähigkeit bescheinigt (Be-\nklag-act. 7). Derselbe Arzt attestierte A.________ am 13. Februar 2015 ab dem\n23. Januar 2015 bis auf weiteres erneut eine volle Arbeitsunfähigkeit (Beklagact. 8). Die B.______ richtete A.________ daher erneut die vertraglichen Krankentaggelder aus.\n\nB. Als sich A.________ am 2. Juni 2015 bei der B.______ telefonisch nach\nden Taggeldzahlungen für den Monat Mai 2015 erkundigte, wurde ihm eröffnet,\ndass eine Observation durchgeführt und gesehen worden sei, wie er arbeite. Es\nbestehe daher kein Taggeldanspruch mehr; die erbrachten Leistungen würden\nzurückgefordert (Beklag-act. 15). Mit Schreiben vom 9. Juni 2015 informierte die\nB.______ A.________ über die Ergebnisse der Observation, wonach er am\n29. April 2015, 21. und 23. Mai 2015 in E._____, F.______ und G.______ am\nMarktstand gearbeitet und Waren verkauft habe. Gestützt auf Art. 40 VVG seien\nsie daher nicht mehr an den Versicherungsvertrag gebunden, machten vom\nRecht eines Vertragsrücktritts Gebrauch und forderten die Taggeldzahlungen von\ninsgesamt Fr. 45'607.-- sowie die Überwachungskosten von Fr. 7'800.-- abzüglich eine Vergütung für zu viel bezahlte Prämien von Fr. 850.-- entsprechend total\nFr. 52'557.-- zurück (Beklag-act. 17).\n\nHierzu nahm A.________ mit Schreiben vom 3. August 2015 Stellung, bestritt die\nRechtmässigkeit der Rückforderung und forderte die B.______ auf, die Taggeldleistungen rückwirkend ab 1. Mai 2015 und fortdauernd wieder auszurichten (Be-\nklag-act. 18).\n\nMit Schreiben vom 19. August 2015 hielt die B.______ an ihrer Forderung fest\nund drohte die Einleitung betreibungsrechtlicher Massnahmen für den Fall an,\n\n2\ndass eine Zahlung oder ein Rückzahlungsvorschlag bis zum 18. September 2015\nausbleibe (Beklag-act. 19). Am 23. September 2015 gewährte die B.______\nA.________ eine einmalige Fristerstreckung bis 16. Oktober 2015 (Beklag-act.\n20), innert welcher keine Reaktion erfolgte. Gegen den am 20. Oktober 2015 zugestellten Zahlungsbefehl (in der Betreibung Nr. ______) des Betreibungsamtes\n_______ erhob A.________ gleichentags Rechtsvorschlag (Beklag-act. 21).\n\nC. Mit Schreiben vom 15. Dezember 2015 reichte A.________ verschiedene\nArztzeugnisse von Dr.med. L.________ (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie FMH, ______) ein und forderte die B.______ auf, die Taggeldleistungen\nrückwirkend ab dem 1. Mai 2015 und fortdauernd bis spätestens 31. Dezember\n2015 wieder auszurichten (Kläg-act. 5 und 8 ff.).\n\nD. Am 15. April 2016 lässt A.________ gegen die B.______ beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz Klage mit den folgenden Anträgen einreichen:\n1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger rückwirkend ab 1. Mai 2015 und\nfortdauernd das ganze Krankentaggeld auszurichten.\n2. Unter Entschädigungsfolge.\n\nE. Mit Klageantwort vom 11. Juli 2016 beantragt die B.______ was folgt:\n\n1. Die Klage des Klägers vom 15. April 2016 und dessen Anträge seien vollumfänglich abzuweisen.\n2. Es sei der Kläger widerklageweise zu einer Bezahlung des Betrages von CHF\n52'975.65 zzgl. Zins von 5% seit dem 23. September 2015 zu verpflichten.\n3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Klägers.\n\nF. Mit Replik vom 1. September 2016 hält der Kläger an seinen Rechtsbegehren fest und beantragt zusätzlich die Abweisung der Widerklage der Beklagten\nvom 11. Juli 2016.\n\nIn der Duplik vom 17. November 2016 hält die Beklagte vollumfänglich an ihren\nAnträgen fest.\n\nAm 29. November 2016 reicht der Kläger eine weitere Eingabe ein. Mit Schreiben vom 16. Dezember 2016 nimmt die Beklagte dazu Stellung.\n\nDas Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n\n1.1.1 Nach Art. 12 Abs. 2 und 3 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung (KVG, SR 832.10) vom 18. März 1994 unterliegen Zusatzversicherungen\nzur sozialen Krankenversicherung dem Versicherungsvertragsgesetz (Bundesgesetz über den Versicherungsvertrag [VVG, SR 221.229.1] vom 2.4.1908).\n\n3\nStreitigkeiten aus solchen Versicherungen sind privatrechtlicher Natur (BGE 124\nIII 44 Erw. 1a/aa, 229 Erw. 2 b).\n\n"}