{"Signatur": "SZ_VG_003", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2016-07-12", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2016-33_2016-07-12.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "e864be622e87879e0006d35485cb1db9"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2016-33_2016-07-12.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/I_2016_33_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2915e7c22731aebad40f4a69325cdfdb893528e08a49c3366d290c65492eb45142e8e5dfd6c0e70b1893948abed536a8cd7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2915e7c22731aebad40f4a69325cdfdb893528e08a49c3366d290c65492eb45142e8e5dfd6c0e70b1893948abed536a8cd7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=I_2016_33", "Checksum": "e3d8ada74be9671d6b612d8aab06ca3a"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["I 2016 33"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 12.07.2016 I 2016 33"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz  1. Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto  1. Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Kammergericht"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Unfallversicherung (Hauspflegebeitrag) | Unfallversicherung"}], "ScrapyJob": "446973/76/536", "Zeit UTC": "22.02.2026 23:27:14", "Checksum": "5c574a90f9fbb66302331c615a0b69f2", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 12.07.2016 I 2016 33\nRegeste:\nUnfallversicherung (Hauspflegebeitrag) | Unfallversicherung\n\nVerwaltungsgericht des Kantons Schwyz\nKammer I\n\nI 2016 33\n\nEntscheid vom 12. Juli 2016\n\nBesetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident\nDr.med. Bernhard Zumsteg, Richter\nDr.med. Urs Gössi, Richter\nlic.iur. Prisca Reichlin Brügger, Gerichtsschreiberin\n\nParteien B.________,\nBeschwerdeführer,\nvertreten durch Rechtsanwalt A.________\n\ngegen\n\nSuva, Rechtsabteilung, Fluhmattstrasse 1, Postfach 4358,\n6002 Luzern,\nVorinstanz,\n\nGegenstand Unfallversicherung (Hauspflegebeitrag)\nSachverhalt:\n\nA. Seit einem Arbeitsunfall am 19. Dezember 2006 ist B.________, geb.\n_______, pflegebedürftig (komplette Tetraplegie). Die Suva erbringt die gesetzlichen Leistungen, u.a. gestützt auf Art. 10 Abs. 3 des Bundesgesetzes über die\nUnfallversicherung vom 20. März 1981 (UVG, SR832.20) i.V.m. Art. 18 Abs. 1\nder Verordnung über die Unfallversicherung vom 20. Dezember 1982 (UVV, SR\n832.202) einen Hauspflegebeitrag.\n\nB. Mit Verfügung vom 12. Januar 2016 wurde der monatliche Hauspflegebeitrag gemäss Art. 18 Abs. 1 UVV ab 1. August 2015 im Rahmen einer Revision\nneu auf Fr. 2‘660.-- festgesetzt. Gleichzeitig wurde gestützt auf Art. 18 Abs. 2\nUVV (Pflegeleistungen durch nichtzugelassene Personen) ab 1. August 2015 ein\nmonatlicher Betrag von Fr. 163.-- zugesprochen (Suva-act. 415). Den Pflegebeitrag gemäss Art. 18 Abs. 1 UVV berechnete die SUVA gestützt auf Art. 7 Abs. 2b\nZiffer 11 und 2c Ziffer 1 sowie Art. 7a Abs. 1 lit. b und c der Krankenpflegeverordnung (KLV, SR 832.112.31) wie folgt (Suva-act. 412):\nPflegerische Massnahmen bei Störungen der Blasen- oder Darmentleerung, inkl.\nRehabilitationsgymnastik bei Inkontinenz: 40.57 Minuten/Tag = 246.81 Stunden/Jahr à Fr. 65.40 pro Stunde : 12 = Fr. 1‘345.11 pro Monat;\nAllgemeine Grundpflege bei Patienten oder Patientinnen, welche die Tätigkeiten\nnicht selber ausführen können: 47.40 Minuten/Tag = 288.96 Stunden/Jahr à\nFr. 54.60 pro Stunde : 12 = Fr. 1‘314.76 pro Monat;\nTotal: Fr. 2'659.87, gerundet Fr. 2'660.00 pro Monat.\n\nC. Gegen diese Verfügung erhob B.________ mit Eingabe vom 12. Februar\n2016 Einsprache. Er beantragte die Übernahme der Vollkosten bzw. der tatsächlichen Stundenansätze der beauftragten Spitex Organisation. Mit Entscheid vom\n26. Februar 2016 wies die Suva die Einsprache ab. Es entspreche ihrer langjährigen Praxis, sich am Spitextarif der Krankenversicherer zu orientieren. Art 18\nAbs. 1 UVV gewähre bloss einen Beitrag. Mit dem Spitex-Tarif werde ein angemessener Beitrag gewährt und eine rechtsgleiche Behandlung gewährleistet.\n\nD. Mit Eingabe vom 5. April 2016 lässt B.________ beim Verwaltungsgericht\ndes Kantons Schwyz Beschwerde erheben mit folgendem Rechtsbegehren:\nDer Einspracheentscheid der Beschwerdegegnerin vom 26. Februar 2016 sei aufzuheben und es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer den geschuldeten Hauspflegebeitrag im Sinne von Art. 18 Abs. 1 UVV unter\nBerücksichtigung der effektiven Spitexkosten für die Grundpflege von CHF 76.00\npro Stunde, von CHF 83.00 pro Stunde für die Behandlungspflege und CHF 87.00\npro Stunde für die Bedarfsabklärung festzulegen und auszubezahlen.\n- unter Kosten- und Entschädigungsfolgen -.\n\n2\nE. Die Vorinstanz trägt mit Vernehmlassung vom 25. April 2016 auf Abweisung der Beschwerde an.\n\nDas Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n\n1.1 Unter dem Titel „Heilbehandlung“ wird dem Bundesrat in Art. 10 Abs. 3\nUVG, die Kompetenz eingeräumt, festzulegen, unter welchen Voraussetzungen\nund in welchem Umfang der Versicherte Anspruch auf Hauspflege hat. Gemäss\nArt. 18 Abs. 1 UVV hat die versicherte Person Anspruch auf eine ärztlich angeordnete Hauspflege, sofern diese durch eine nach den Artikeln 49 und 51 der\nVerordnung vom 27. Juni 1995 über die Krankenversicherung zugelassene Person oder Organisation durchgeführt wird. Ausnahmsweise kann der Versicherer\nauch Beiträge an eine Hauspflege durch eine nicht zugelassene Person gewähren (Art. 18 Abs. 2 UVV).\n\n1.2 Das Bundesgericht hat in BGE 116 V 41ff. festgehalten, dass sich im Bereich der Unfallversicherung die Leistungspflicht auf die Heilbehandlung und die\nmedizinische Pflege beschränke. Das Erfordernis der ärztlichen Anordnung sei\nnicht in einem streng formellen Sinne zu verstehen. Es genüge, dass die fraglichen medizinischen Vorkehren, die zu Hause durchgeführt würden, nach der Aktenlage medizinisch indiziert seien (Erw. 5c; Bundesgerichtsurteil 8C_1037/2012\nvom 12. Juli 2013 Erw. 3). Nebst der Hilflosenentschädigung bleibe durchaus\nRaum für eine zusätzliche Vergütung im Rahmen von Art. 18 Abs. 1 UVV, welche\nja ihrerseits nicht in einer vollen Übernahme der Pflege, sondern lediglich in einer\nBeitragsgewährung bestehe (Erw. 6.c, mit Hinweis auf Alfred Maurer, Schweizerisches Unfallversicherungsrecht, S. 285 Ziff. 7a).\n\n"}