{"Signatur": "SZ_VG_003", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2018-08-09", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2016-134_2018-08-09.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "9489e4740493c61f1bb96289cd592db9"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2016-134_2018-08-09.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/I_2016_134_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f23b2111a7caaa35f0ab0a74ca6e9e77cb66eb39c012610bac5078b7ba1f0d1ed9f0dffb0d932dd99d2a1234177d81181ad7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f23b2111a7caaa35f0ab0a74ca6e9e77cb66eb39c012610bac5078b7ba1f0d1ed9f0dffb0d932dd99d2a1234177d81181ad7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=I_2016_134", "Checksum": "758a0543d5e026ed445951b75fee40ea"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["I 2016 134"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 1. 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Pierre Lichtenhahn, Richter\nMLaw Stefan Getzmann, Gerichtsschreiber\n\nParteien A.________,\nKläger,\nvertreten durch Rechtsanwalt V.________,\n\ngegen\n\nB.________ AG,\nBeklagte,\n\nGegenstand Krankenversicherung (Krankentaggeld nach VVG)\nSachverhalt:\n\nA. Mit Krankheitsanzeige vom 27. August 2014 (Eingang B.________ am\n23.9.2014) meldete die C.________ AG der B.________ AG (in der Folge\nB.________) die am 28. Februar 2014 eingetretene, krankheitsbedingte Arbeitsunfähigkeit ihres Angestellten A.________ (Jg. 1955), Versicherungsbroker. Die\nMeldung erfolgte im Rahmen des zwischen der C.________ AG und B.________\nabgeschlossenen Vertrages über eine Lohnausfallversicherung für Unternehmen\n(VVG) mit Vertragsbeginn 1. Dezember 2009, Policen-Nr. _____ (BK-act. 1).\n\nDie voraussichtliche Dauer der Arbeitsunfähigkeit von A.________ wurde als unbekannt bezeichnet. Der Anzeige lag ein am 26. August 2014 durch den Hausarzt Dr.med. E.________ ausgestelltes Arbeitsunfähigkeitszeugnis (100% AUF\nvom 28.2.14 bis inkl. 26.6.14) sowie eine am 28. August 2014 von Dr.med.\nG.________ (Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie) ausgestellte ärztliche\nBestätigung einer 100%igen Arbeitsunfähigkeit vom 26. Juni 2014 (Erstattest\nvom Hausarzt) bis 30. September 2014 bei (BK-act. 3). In der Folge bestätigte\nDr.med. G.________ (monatlich) eine vollständige Arbeitsunfähigkeit bis am 30.\nNovember 2016 (BK-act. 40). Gemäss Schreiben vom 13. März 2017 wurde\nA.________ durch Dr.med. G.________ ab dem 28. Oktober 2016 als aus\npsychiatrischen Gründen voll arbeitsfähig beurteilt (K-act. 26).\n\nB. Der Eingang der Krankheitsanzeige wurde am 23. September 2014 durch\nB.________ bestätigt und gleichzeitig wurden Abklärungen für die Leistungserbringung angekündigt (BK-act. 6).\n\nAm 9. Dezember 2015 teilte B.________ A.________ mit, aus psychiatrischer\nSicht liege kein Gesundheitsschaden mit Krankheitswert vor, womit eine Arbeitsunfähigkeit zu verneinen sei. Aus somatischer Sicht sei eine Arbeitsunfähigkeit\nvon 100% für die Monate April 2014 sowie September 2015 feststellbar. Aufgrund der verspäteten Anmeldung sowie der Leistungssperre infolge verspäteter\nPrämienzahlung sei man für die Arbeitsunfähigkeit vom April 2014 jedoch nicht\nleistungspflichtig (BK-act. 28). Für September 2015 werde eine Leistung in der\nHöhe von Fr. 4'356.-- erbracht.\n\nC. Mit Schreiben vom 8. Februar 2016 forderte der damalige Rechtsvertreter\nvon A.________ von B.________ eine Abrechnung über die geschuldeten Taggeldleistungen und die Ausrichtung der ihm zustehenden Leistungen sowie im\nFalle einer Leistungsverweigerung einen Verjährungsverzicht bis mindestens 31.\nDezember 2016 ein. Nachdem ihm das Schreiben vom 9. Dezember 2015 (Ingress Bst. B) zugestellt wurde, forderte er zwecks Prüfung des Anspruches resp.\nder Leistungsverweigerung durch B.________ die gesamten Akten ein. Am 19.\n2\nApril 2016, nach Prüfung der zugestellten Akten, forderte der Anwalt B.________\nauf, \"Ihre Leistungspflicht zu anerkennen und die längst fälligen Taggelder endlich auszurichten\" (BK-act. 31). Für den Fall der Weigerung stellte er die gerichtliche Geltendmachung des Anspruchs in Aussicht (BK-act. 31). Am 5. August\n2016 teilte B.________ dem damaligen Rechtsvertreter von A.________ mit, ihre\nVertrauensärzte würden auch nach Lektüre der weiteren ärztlichen Berichte\nbestätigen, dass kein Gesundheitsschaden mit einer Arbeitsunfähigkeit vorliege.\nMan halte am Entscheid vom 9. Dezember 2015 fest und erbringe keine weiteren\nLeistungen (BK-act. 36).\n\nNachdem der damalige Rechtsanwalt von A.________ von B.________ am 14.\nSeptember 2016 einen Verjährungsverzicht für Leistungen aus der A.________\nbetreffenden Police bis mindestens 31. Dezember 2017 forderte, erklärte\nB.________ am 3. Oktober 2016, auf die Einrede der Verjährung bis zum 31.\nDezember 2017 zu verzichten, soweit die Verjährung bis zum heutigen Zeitpunkt\n(3.10.2016) nicht bereits eingetreten sei (BK-act. 41 und 42).\n\nD. Am 28. November 2016 lässt A.________ gegen die B.________ Klage betreffend Taggeldleistungen einreichen mit den Anträgen:\n1. Dem Kläger seien durch die Beklagte Taggeldleistungen in Höhe von CHF\n229'202.90 nebst Zins zu 5% seit 1. März 2015 (mittlerer Verfall) zu bezahlen.\n2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten der Beklagten.\n\nE. Mit Klageantwort vom 14. Februar 2017 beantragt die B._______:\n1. Die Klage vom 28. November 2016 sei vollumfänglich abzuweisen.\n2. Unter o/e Kostenfolge zu Lasten des Klägers.\n\nMit Replik vom 27. März 2017 hält der Kläger an den mit Klage vom 28. November 2016 geltend gemachten Rechtsbegehren fest. Ebenso bestätigt die Beklagte\nmit Duplik vom 15. Mai 2017 ihre Rechtsbegehren in der Klageantwort. Nach Zustellung der Duplik stellt der Kläger am 29. Mai 2017 eine weitere Eingabe in\nAussicht.\n\n"}