{"Signatur": "SZ_VG_003", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2012-09-26", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2012-8_2012-09-26.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "a99282bd1b0b05c058498672b525b04b"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_003_I-2012-8_2012-09-26.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/I_2012_8_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2ad75c4bc39b3fdb5a6bf0a36dd0d81048c54d22a66d86dc944881584b473452e5df7d2bd7c689f5cd5101b94a3dc0680d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2ad75c4bc39b3fdb5a6bf0a36dd0d81048c54d22a66d86dc944881584b473452e5df7d2bd7c689f5cd5101b94a3dc0680d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=I_2012_8", "Checksum": "2e99d8e65ba5d204f3dbc5b52978bfac"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["I 2012 8"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 26.09.2012 I 2012 8"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz  1. Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto  1. Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Kammergericht"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Krankenversicherung (Krankentaggeld und Kündigung des Versicherungsvertrages) | Krankenversicherung (mit med. SV)"}], "ScrapyJob": "446973/76/536", "Zeit UTC": "22.02.2026 23:21:00", "Checksum": "7e621105135fe82865f24756c1782f30", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Schwyz Verwaltungsgericht 1. Kammer 26.09.2012 I 2012 8\nRegeste:\nKrankenversicherung (Krankentaggeld und Kündigung des Versicherungsvertrages) | Krankenversicherung (mit med. SV)\n\nVerwaltungsgericht des Kantons Schwyz\nKammer I\n\nI 2012 8\n\nUrteil vom 26. September 2012\n\nBesetzung lic.iur. Gion Tomaschett, Vizepräsident\nDr.med. Bernhard Zumsteg und Dr.med. Urs Gössi, Richter\nMLaw Natascha Venetz, Gerichtsschreiberin\n\nParteien A.________,\nKläger,\nvertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. B.________,\n\ngegen\n\nC.________ AG,\nBeklagte,\n\nGegenstand Krankenversicherung (Krankentaggeld und Kündigung des\nVersicherungsvertrages)\nSachverhalt:\n\nA. A.________, geboren am 1952, stammt aus Z.________. Er ist verheiratet\nund hat drei Söhne (geb. 1978, 1980 und 1984). Nach der Schulausbildung (12\nJahre) und der Ausbildung als Schneider reiste er im Jahr 1987 in die Schweiz\nein (KB 5). Seit dem Jahr 1999 bis März 2011 war er als selbständig\nerwerbender Schneider mit eigenem Atelier tätig (Geschäftsaufgabe per\n31.3.2011; KB 5, 14). A.________ hat mit der C.________ AG (nachfolgend\nC.________) eine „Krankentaggeldversicherung für Kleinunternehmen“ mit\nBeginn ab 1. Januar 2010 abgeschlossen (KB 1).\n\nB. Am 22. September 2010 ging bei der C.________ ein Arztbericht von\nDr.med. D.________ (Innere Medizin FMH, E.________) ein, wonach\nA.________ seit ca. einem Jahr an Schlafstörungen und seit ca. 2 Monaten an\nzunehmenden Angstzuständen, Antriebslosigkeit etc. bzw. einer depressiven\nEntwicklung leide und seit 1. August 2010 bis auf weiteres eine 100%ige\nArbeitsunfähigkeit attestiert werde (vgl. BB 15). Die C.________ anerkannte ihre\nLeistungspflicht und erbrachte ab 1. August 2010 Krankentaggelder auf der Basis\neiner 100%igen Arbeitsunfähigkeit (anfangs März 2011 vorübergehend auf der\nBasis einer Arbeitsunfähigkeit von 50%, vgl. BB 2). Vom 16. September 2010 bis\n24. November 2010 war A.________ in der psychiatrischen F.________klinik\nhospitalisiert (KB 8, 14).\n\nC. Am 1. Februar 2011 meldete sich A.________ bei der\nInvalidenversicherung zum Bezug von Leistungen an. Mit Vorbescheid vom 9.\nJanuar 2012 wurde die Abweisung des Leistungsbegehrens in Aussicht gestellt\n(BB 3). Dagegen liess A.________ Einwände erheben (vgl. Replik, S. 7).\n\nD. Im Auftrage der C.________ erstatteten Dr.med. G.________ (Facharzt für\nPsychiatrie und Psychotherapie FMH) und L.________ (M. Sc., Psychologin\nFSP) am 9. Juni 2011 ein versicherungspsychiatrisches Gutachten. Gestützt\ndarauf und auf die Einschätzung der beratenden Gesellschaftsärztin (Dr.med.\nH.________, Fachärztin FMH für Allgemeine Innere Medizin) hielt die\nC.________ in ihrem Schreiben vom 15. Juni 2011 sinngemäss fest, dass im\nangestammten Beruf als Schneider eine uneingeschränkte Arbeitsfähigkeit\nanzunehmen sei und deswegen das versicherte Taggeld bis maximal 24. Juni\n2011 ausgerichtet werde (KB 4).\n\nMit Schreiben vom 21. September 2011 teilte die C.________ A.________\nzudem mit, aufgrund des negativen Schadenverlaufes könne die\nKrankentaggeldversicherung nicht mehr zu den bisherigen Konditionen\n\n2\nangeboten werden. A.________ wurde Frist angesetzt bis 29. Dezember 2011,\num die Offerte mit dem höheren Prämiensatz zu unterschreiben und zu\nretournieren mit der Androhung, ansonsten die vertragliche Deckung per 31.\nDezember 2011 erlösche (KB 18).\n\nE. Am 20. Januar 2012 liess A.________ beim Verwaltungsgericht Klage\ngegen die C.________ einreichen mit den folgenden Anträgen:\n\n1. Dem Kläger sei mit Wirkung ab 25. Juni 2011 weiterhin das ganze\nKrankentaggeld auszurichten.\n2. Es sei festzustellen, dass die am 21. September 2011 ausgesprochene\nKündigung des Versicherungsvertrages ungültig ist.\n3. Dem Kläger sei die unentgeltlich Prozessführung und Rechtsverbeiständung zu\nbewilligen.\n4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.\n\nF. Mit Klageantwort vom 24. April 2012 beantragt die C.________:\n\n1. Die Klage vom 21.01.2012 sei abzuweisen.\n2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten des Klägers.\n\nG. A.________ ersuchte mit Eingabe vom 21. Mai 2012 um Einblick in\nUnterlagen der C.________, welche am 11. Juni 2012 von der C.________\nnachgereicht wurden. Daraufhin wurde ein zweiter Schriftenwechsel angeordnet.\nMit Replik vom 16. Juli 2012 hält A.________ an den in der Klageschrift\neingereichten Anträgen fest. Die Duplik der C.________ (mit unveränderten\nAnträgen) datiert vom 8. August 2012.\n\nDas Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n\n1.1 Nach Art. 12 Abs. 2 und 3 des Bundesgesetzes vom 18. März 1994 über\ndie Krankenversicherung (KVG, SR 832.10) unterliegen Zusatzversicherungen\nzur sozialen Krankenversicherung dem Versicherungsvertragsgesetz (Bundesgesetz vom 2. April 1908 über den Versicherungsvertrag [VVG, SR 221.229.1]).\nStreitigkeiten aus solchen Versicherungen sind privatrechtlicher Natur (BGE 124\nIII 44 Erw. 1a/aa, 229 Erw. 2 b). Die Krankentaggeldversicherung nach VVG stellt\neine Zusatzversicherung zur obligatorischen Krankenversicherung im Sinne von\nArt. 12 KVG dar (vgl. VGE I 2007 157 vom 20.5.2008 Erw. 1.2 und 1.3 m.H.).\n\n1.2 Gemäss Art. 7 der Schweizerischen Zivilprozessordnung vom 19. Dezember 2008 (ZPO, SR 272) können die Kantone ein Gericht bezeichnen, welches\nals einzige kantonale Instanz für Streitigkeiten aus Zusatzversicherungen zur so-\n\n3\nzialen Krankenversicherung nach dem Bundesgesetz über die Krankenversicherung zuständig ist.\n\n"}