{"Signatur": "SZ_VG_002", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2018-06-26", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2018-42_2018-06-26.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "4c2ec6a4ed5ec0df1a423f5f14f44c3b"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2018-42_2018-06-26.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/II_2018_42_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f247a8732f74a5d0362eea2922f5204cdff3706d91b2ccb1862856013153fe3078446d99fa1badb7812f49d6621984da17d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f247a8732f74a5d0362eea2922f5204cdff3706d91b2ccb1862856013153fe3078446d99fa1badb7812f49d6621984da17d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=II_2018_42", "Checksum": "7382ab317b384ddf19e2a5969aade999"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["II 2018 42"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 26.06.2018 II 2018 42"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz  2. Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto  2. Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Kammergericht"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Alters- und Hinterlassenenversicherung (Schadenersatz nach Art. 52 AHVG) | Alters- und Hinterlassenenversicherung"}], "ScrapyJob": "446973/76/536", "Zeit UTC": "22.02.2026 23:24:11", "Checksum": "f40f38702a364c827f2d6baec38171fb", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 26.06.2018 II 2018 42\nRegeste:\nAlters- und Hinterlassenenversicherung (Schadenersatz nach Art. 52 AHVG) | Alters- und Hinterlassenenversicherung\n\nVerwaltungsgericht des Kantons Schwyz\nKammer II\n\nII 2018 42\n\nEntscheid vom 26. Juni 2018\n\nBesetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident\nDr.oec. Andreas Risi, Richter\nDr.iur. Frank Lampert, Richter\nMLaw Philipp Mazenauer, a.o. Gerichtsschreiber\n\nParteien A.________,\nBeschwerdeführer,\n\ngegen\n\nAusgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53,\n6431 Schwyz,\nVorinstanz,\n\nGegenstand Alters- und Hinterlassenenversicherung (Schadenersatz nach\nArt. 52 AHVG)\nSachverhalt:\n\nA. A.________ (geboren am ________.1964) war seit ihrer Gründung am 10.\nApril 2014 (= TR-Datum; SHAB-Nr. 01.________) bis zur Konkurseröffnung am\n20. Januar 2017 (SHAB-Nr. KK 02.________) einzelzeichnungsberechtigtes\nVerwaltungsratsmitglied der B.________ AG mit Sitz in C.________ (aus dem\nHandelsregister gelöscht am 8. September 2017 (SHAB-Nr. 03.________).\n\nB. Seit dem 1. April 2014 war die B.________ AG als beitragspflichtige Arbeitgeberin bei der Ausgleichskasse Schwyz angeschlossen. Nachdem die Revisionsstelle der Ausgleichskassen im Rahmen ihrer Schlusskontrolle infolge Konkurs per 31.1.2017 feststellte, dass die B.________ AG zu tiefe Lohnzahlungen\nbescheinigt hatte (Vi-act. 3), meldete die Ausgleichskasse Schwyz am 22. März\n2017 eine Forderung im Umfang von Fr. 18'832.80 beim Konkursamt\nD.________ an (Vi-act. 5).\n\nC. Am 23. August 2017 (Posteingang) stellte das Konkursamt D.________ der\nAusgleichskasse Schwyz einen Verlustschein über die gesamte Forderung von\nFr. 18'832.80 aus (Vi-act. 6). Am 7. September 2017 wurde schliesslich das Konkursverfahren als abgeschlossen erklärt und die Gesellschaft aus dem Handelsregister gelöscht.\n\nD. Mit Verfügung vom 5. September 2017 forderte die Ausgleichskasse\nSchwyz von A.________ Schadenersatz für unbezahlt gebliebene Sozialversicherungsbeiträge, Verwaltungskostenbeiträge, Verzugszinsen und Einzugsspesen den Betrag von Fr. 18'832.80 (Vi-act. 12).\n\nE. Gegen diese Verfügung erhob A.________ am 5. Oktober 2017 (Eingang)\nfristgerecht Einsprache, welche die Ausgleichskasse Schwyz mit Entscheid vom\n6. März 2018 abwies, wobei sie an der ursprünglichen Verfügung festhielt (Viact. 15).\n\nF. Gegen diesen Entscheid reicht A.________ am 3. April 2018 fristgerecht\nBeschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz ein, und bestreitet\nsowohl die Forderung im Grundsatz als auch deren Höhe. Zur Begründung seiner Beschwerde ersuchte er um die Gewährung einer Nachfrist, welche ihm mit\nVerfügung vom 3. April 2018 bis 20. April 2018 gewährt wurde. Am 19. April 2018\n(Postaufgabe) reichte er diese nach. Am 1. Mai 2018 ging schliesslich die Vernehmlassung der Ausgleichskasse des Kantons Schwyz ein, wobei diese um\nAbweisung der Beschwerde ersuchte.\n\n2\nDas Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n\n1. Fügt ein Arbeitgeber durch absichtliche oder grobfahrlässige Missachtung\nvon Vorschriften der Versicherung einen Schaden zu, so hat er diesen zu ersetzen (Art. 52 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Alters- und Hinterlassenenversicherung [AHVG; SR 831.10] vom 20.12.1946). Die zuständige Ausgleichskasse\nmacht den Schadenersatzanspruch durch Verfügung geltend (Art. 52 Abs. 4\nAHVG). Der Schadenersatzanspruch verjährt zwei Jahre, nachdem die zuständige Ausgleichskasse vom Schaden Kenntnis erhalten hat, spätestens aber fünf\nJahre nach Eintritt des Schadens (Art. 52 Abs. 3 erster Satz AHVG). Handelt es\nsich beim Arbeitgeber um eine juristische Person, so haften subsidiär die Mitglieder der Verwaltung und alle mit der Geschäftsführung oder Liquidation befassten\nPersonen. Sind mehrere Personen für den gleichen Schaden verantwortlich, so\nhaften sie für den Schaden solidarisch (Art. 52 Abs. 2 AHVG).\n\nIn Abweichung von Artikel 58 Absatz 1 des Bundesgesetzes über den allgemeinen Teil des Sozialversicherungsrechts (ATSG; SR 830.1) vom 6. Oktober 2000,\nwonach zur Beurteilung von Beschwerden das Versicherungsgericht desjenigen\nKantons zuständig ist, in dem die versicherte Person oder der Beschwerde\nführende Dritte zur Zeit der Beschwerdeerhebung Wohnsitz hat, ist für die Beschwerde nach Art. 52 AHVG das Versicherungsgericht des Kantons zuständig,\nin welchem der Arbeitgeber seinen Wohnsitz hat (Art. 52 Abs. 5 AHVG).\n\n1.1 Mit den für eine juristische Person subsidiär haftenden Mitgliedern der\nVerwaltung und aller mit der Geschäftsführung oder Liquidation befassten Personen sind die Organe angesprochen.\n\nDie Praxis zum Organbegriff in Art. 52 AHVG verläuft grundsätzlich parallel zu\njener im Bereich der aktienrechtlichen Verantwortlichkeit gemäss Art. 754 f. des\nBundesgesetzes betreffend die Ergänzung des Schweizerischen Zivilgesetzbuches (Fünfter Teil: Obligationenrecht, OR; SR 220) vom 30. März 1911 (BGE\n114 V 219 E. 3; BGE 96 V 124 E. 3). Die Schadenersatzpflicht erstreckt sich somit auf alle Personen mit Entscheidungsbefugnissen, welche ihnen von Gesetzes\nwegen (formelle Organe) oder aufgrund der tatsächlichen Verhältnisse zukommen (faktische Organe)(Ueli Kieser, Alters- und Hinterlassenenversicherung, in:\nUlrich Meyer (Hrsg.), SBVR Soziale Sicherheit, 3. Aufl., Basel 2016, N Rz. 487).\n\nDem Mitglied des Verwaltungsrates einer Aktiengesellschaft kommt typischerweise formelle Organstellung zu. Der Verwaltungsrat hat – nach Art. 716a OR\neine Reihe von Aufgaben, die nicht übertragbar sind. Dazu gehört grundsätzlich\ndie Überprüfung der zutreffenden AHV-rechtlichen Beitragserhebung und -be-\nzahlung (Kieser, a.a.O., N Rz. 497 m. Verw. auf N Rz. 473). Die sozialversiche-\n\n"}