{"Signatur": "SZ_VG_002", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2018-02-20", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2018-2_2018-02-20.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "8a0deb7720ed1876c264a6c72678ecd4"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2018-2_2018-02-20.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/II_2018_2_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f27b683724fcfe54129d7c77e3c69c6c7c49e35e1b5e79a162c506c48343b42933ab7ec5c3003bb212a3c6f1d53f07bb75d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f27b683724fcfe54129d7c77e3c69c6c7c49e35e1b5e79a162c506c48343b42933ab7ec5c3003bb212a3c6f1d53f07bb75d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=II_2018_2", "Checksum": "90821e788e4abe85c8b8b942c98178a6"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["II 2018 2"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 2. 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Gerichtsschreiber\n\nParteien A.________ und B.________,\nBeschwerdeführer,\n\ngegen\n\nAusgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53,\n6431 Schwyz,\nVorinstanz,\n\nGegenstand Prämienverbilligung (Fristversäumnis)\nSachverhalt:\n\nA. Am 27. Dezember 2017 meldeten sich B.________ und A.________ telefonisch bei der Ausgleichkasse, da sie keinen Bescheid für die Prämienverbilligung 2018 erhalten hatten. Von Seiten der Ausgleichkasse wurde ihnen mitgeteilt, dass sie keinen Antrag eingereicht hätten. Ihnen wurde erneut ein Formular\nzugestellt (Vi-act. 1). In der Folge reichten A.________ (geb. __1979) und\nB.________ (geb. __1979) für sich und die gemeinsamen Kinder\nC.________ D.________ und E.________ am 28. Dezember 2017 (Eingang bei\nder Ausgleichskasse am 29.12.2017) die Anmeldung zur Prämienverbilligung\n2018 ein (Vi-act. 2). Dem Antragsformular war ein Schreiben beigelegt, demgemäss die Anmeldung zur Prämienverbilligung am 5. Juli 2017 eingereicht worden sei. Gestützt auf diesen Hinweis wurde die Vorinstanz darum ersucht, den\nEingang der Anmeldung erneut zu prüfen. Mit Verfügung vom 2. Januar 2018\nhielt die Ausgleichskasse fest, infolge Fristversäumnis werde auf das Gesuch um\nPrämienverbilligung für das Jahr 2018 nicht eingetreten (Vi-act. 3; Bf-act. 1).\n\nB. Am 5. Januar 2018 (= Datum der Postaufgabe) erheben A.________ und\nB.________ gegen die Verfügung der Ausgleichskasse vom 2. Januar 2018 fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit dem\nsinngemässen Antrag, die Verfügung der Ausgleichskasse sei aufzuheben und\ndie Anmeldung für die Prämienverbilligung 2018 sei zu berücksichtigen.\n\nC. Mit Vernehmlassung vom 22. Januar 2018 beantragt die Ausgleichskasse,\ndie Verwaltungsgerichtsbeschwerde vom 5. Januar 2018 sei abzuweisen. Zur\nBegründung wird auf die Darlegungen in der angefochtenen Verfügung verwiesen.\n\nDas Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n\n1.1 Ist die Vorinstanz auf ein Gesuch nicht eingetreten, so hat das Verwaltungsgericht gemäss ständiger Rechtsprechung grundsätzlich nur zu prüfen, ob\ndie Nichteintretensverfügung zu Unrecht erfolgt ist. Bejaht es diese Frage, so\nhebt es den Nichteintretensentscheid auf und weist die Akten an die Vorinstanz\nzurück, damit diese einen Sachentscheid trifft (VGE II 2010 3 vom 23.2.2010\nErw. 1; VGE II 2015 39 vom 26.8.2015 Erw. 1.1; VGE II 2017 56 vom 26.6.2017\nErw. 1.1; VGE II 2017 35 vom 30.3.2017 Erw. 1.1).\n\n1.2 Streitig und zu prüfen ist, ob die Vorinstanz zu Recht auf den Antrag auf\nPrämienverbilligung 2018 der Beschwerdeführer infolge Fristversäumnis nicht\n\n2\neingetreten ist. Ist dies der Fall, ist die Beschwerde abzuweisen. Andernfalls ist\ndie Beschwerde gutzuheissen und die Sache zur materiellen Prüfung des Anspruchs der Beschwerdeführer auf Prämienverbilligung an die Vorinstanz\nzurückzuweisen. Eine Prüfung des (materiellen) Anspruches nimmt das Gericht\nnicht vor. Soweit die Gewährung der Prämienverbilligung 2018 beantragt wird, ist\ndie Beschwerde damit abzuweisen.\n\n2.1 Gemäss Art. 65 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die Krankenversicherung\n(KVG; SR 832.10) vom 18. März 1994 haben die Kantone den \"Versicherten in\nbescheidenen wirtschaftlichen Verhältnissen\" Prämienverbilligungen zu gewähren (vgl. VGE II 2013 105 vom 23.10.2013 Erw. 1.3). Die Ausgestaltung des\nVollzugs der Prämienverbilligung überliess der Bundesgesetzgeber den Kantonen. Die Kantone können die in Art. 65 Abs. 1 KVG vorgeschriebene Prämienverbilligung grundsätzlich in eigener Kompetenz und Verantwortung durchführen\n(vgl. Kocher, Die Wirkung der Prämienverbilligung in der Krankenversicherung,\nin: Soziale Sicherheit 3/1996, S. 135, 3. Spalte). Das kantonale Recht, welches in\nAusführung von Art. 65 KVG die Prämienverbilligung in der Krankenversicherung\nregelt, ist autonomes kantonales Recht. Die Kantone haben nicht nur bezüglich\nder materiellrechtlichen Anspruchsberechtigung, sondern auch hinsichtlich des\nVerfahrens einen erheblichen Gestaltungsspielraum (vgl. Urteil des Bundesgerichts 2P.37/2003 vom 15.4.2003 Erw. 1.1; VGE II 2013 38 vom 26.8.2013\nErw. 1.1). In Ausübung dieser Vollzugskompetenz erliess der Kantonsrat des\nKantons Schwyz am 19. September 2007 das Gesetz über die Prämienverbilligung in der Krankenpflegeversicherung (PVG; SRSZ 361.100), dessen Erlasstitel\nin der am 1. Januar 2013 in Kraft getretenen Fassung vom 28. März 2012 \"Einführungsgesetz zum Bundesgesetz über die Krankenversicherung\" (EGzKVG;\nSRSZ 361.100) lautet (VGE II 2013 38 vom 26.8.2013 Erw. 1.2.1).\n\n2.2 Gemäss § 17 Abs. 1 EGzKVG hat, wer Prämienverbilligung beansprucht,\nbei der Durchführungsstelle innert der vom Regierungsrat festgelegten Frist\nein Gesuch einzureichen. § 14 Abs. 1 Vollzugsverordnung zum EGzKVG (VVzEzKVG; SRSZ 361.111) vom 4. Dezember 2012 bestimmt, dass die Anmeldung\nbis spätestens am 30. September des Jahres, welches dem Anspruchsjahr vorausgeht, einzureichen ist. Ansprüche die nach Ablauf der Frist geltend gemacht\nwerden, sind verwirkt (§ 17 Abs. 2 Satz 2 EGzKVG).\n\n"}