{"Signatur": "SZ_VG_002", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2020-09-16", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2018-21_2020-09-16.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "9d2e8594ae3ecf926ab28c105629c581"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2018-21_2020-09-16.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/II_2018_21_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2d738390c890a3a271277220f640da71aa93106cc93afabdaeea38aebf15169472ba4f8657a4746ed66cf370415daaa86d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2d738390c890a3a271277220f640da71aa93106cc93afabdaeea38aebf15169472ba4f8657a4746ed66cf370415daaa86d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=II_2018_21", "Checksum": "ff3f82c1835d2d84686685a7ed54d086"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["II 2018 21"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 16.09.2020 II 2018 21"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz  2. Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto  2. Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Kammergericht"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Krankenversicherung (Kollektiv-Taggeldversicherung nach VVG; Wagnis) | Krankenversicherung (ohne med. SV)"}], "ScrapyJob": "446973/76/536", "Zeit UTC": "22.02.2026 23:11:35", "Checksum": "16d58034e8008100e1051ae259ee3952", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 16.09.2020 II 2018 21\nRegeste:\nKrankenversicherung (Kollektiv-Taggeldversicherung nach VVG; Wagnis) | Krankenversicherung (ohne med. SV)\n\nVerwaltungsgericht des Kantons Schwyz\nKammer II\n\nII 2018 21\n\nEntscheid vom 16. September 2020\n\nBesetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident\nDr.oec. Andreas Risi, Richter\nDr.iur. Frank Lampert, Richter\nlic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber\n\nParteien A.________,\nKläger und Widerbeklagter,\nvertreten durch seine Ehefrau B.________,\ndiese vertreten durch Fürsprecher C.________,\n\ngegen\n\nD.________AG,\nBeklagte und Widerklägerin,\nvertreten durch E.________AG,\n\nGegenstand Krankenversicherung (Kollektiv-Taggeldversicherung nach VVG;\nWagnis)\nSachverhalt:\n\nA. A.________ (…) hat bis am … in F.________ eine eigene Praxis geführt. Er\nist bei der G.________AG kranken- und unfallversichert (vgl. BB-act. 17, 23, 26),\nverfügt über eine Einzelunfallversicherung bei der H.________AG (vgl. BB-act. 32)\nsowie eine Kollektiv-Taggeldversicherung (Krankheit und Unfall) bei der\nD.________AG (BB-act. 2) nach den Allgemeinen Vertragsbedingungen der\nD.________ Business Salary Kollektiv-Taggeldversicherung nach VVG, Ausgabe\n2006 (nachfolgend: AVB = BB-act. 1).\n\nB. Am [Ereignistag] führte die Praxis von A.________ einen Skitag im Skigebiet\nI.________ durch. A.________ wurde gegen 13.25 Uhr abseits der markierten Piste in der Region J.________ von einer Lawine erfasst und verschüttet. Er wurde\nnach rund 40 Minuten von den aufgebotenen Rettungskräften aus den Schneemassen geborgen und musste aufgrund eines Herz-Kreislauf-Stillstands reanimiert\nwerden. Gegen 15.00 Uhr wurde er von der Schweizerischen Rettungsflugwacht\n(nachfolgend: Rega) ins Kantonsspital K.________ geflogen (vgl. BB-act. 4, 6 und\n13). Dort erfolgte bei u.a. diagnostizierter hypoxischer Enzephalopathie und Rippenfrakturen beidseits die stationäre Erstbehandlung bis 25. Januar 20__. Ab da\nbis 18. Februar 20__ wurde A.________ stationär im Kantonsspital L.________\nund danach bis 10. August 20__ im M.________ weiterbehandelt. Von dort wurde\ner bei Koma vigile ins Pflegezentrum N.________ verlegt (vgl. BB-act. 15; KB-act.\n4).\n\nC. Am 25. Januar 20__ teilte die H.________AG A.________ mit, sie lehne den\nLeistungsanspruch für das Invaliditätskapital ab. Der Lawinenniedergang vom [Ereignistag] sei als Wagnis zu betrachten, weswegen der Ausschlussartikel Art. 16\nlit. h AVB zur Anwendung gelange (vgl. BB-act. 32 A 5).\n\nAm 17. Mai 20__ informierte die G.________AG, sie werte den Unfall vom [Ereignistag] als Folge eines Wagnisses von A.________. Die Leistungen aus Pflegezusatzversicherungen - insbesondere halbprivater Spitalversicherung - würden im\nSinne von Art. 32 AVB rückwirkend um die Hälfte gekürzt (BB-act. 17). Daran hielt\ndie G.________AG fest (BB-act. 23 und 26).\n\nD. Am 1. Mai 20__ erstattete Dr.iur. O.________ der damaligen Vertreterin von\nA.________ ein Privatgutachten zum Lawinenunfall vom [Ereignistag] (BB-act. 30).\nDer Rechtsvertreter von A.________ teilte der H.________AG und der\nG.________AG am 8. Mai 20__ in der Folge mit, dass ihre Leistungsablehnung\nresp. -kürzung nicht akzeptiert werde (BB-act. 34).\n\n2\nE. Die D.________AG erbrachte bis 30. Juni 20__ ihre Leistungen aus der Kol-\nlektiv-Taggeldversicherung vom 27. Dezember 2006 (BB-act. 2, 18 - 22, 24 f., 27 -\n29 und 39). Mit Schreiben vom 18. Juli 20__ teilte sie mit, das Verhalten von\nA.________ am [Ereignistag] stelle ein Wagnis dar. Gestützt auf Ziff. 27.1 lit. a\nAVB würden die Leistungen aus der Kollektiv-Taggeldversicherung per sofort eingestellt; die Rückforderung bereits erbrachter Taggelder werde gestützt auf Ziff.\n34.2 AVB vorbehalten (BB-act. 40).\n\nMit Schreiben vom 26. September 20__ bestritt der Rechtsvertreter von\nA.________ gegenüber der D.________AG das Vorliegen eines Wagnisses; sämtliche Ansprüche würden vorbehalten (BB-act. 34).\n\nF. Mit Klage vom 1. Februar 2018 liess A.________ (nachfolgend: Kläger) beim\nVerwaltungsgericht des Kantons Schwyz folgende Anträge stellen:\n1. Die Beklagte sei zu verpflichten, dem Kläger Fr. nn.-- zu bezahlen (Police\nD.________ Versicherungen AG, Vertrags-Nr. 001.________ / Versicherten Nr.\n002.________), nebst Zins zu 5% seit 06.10.20__.\n2. Es sei gerichtlich festzustellen, dass die Beklagte nicht berechtigt ist, die bis\n30.06.20__ bezahlten Taggelder zurückzufordern.\n-Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.\n\nG. Mit Klageantwort und Widerklage vom 11. April 2018 liess die\nD.________AG (nachfolgend: Beklagte) beantragen:\n1. Die Klage vom 1. Februar 2018 sei vollumfänglich abzuweisen.\n2. Der Kläger/Widerbeklagte sei zu verpflichten, der Beklagten/Widerklägerin den\nBetrag von CHF mm.-- zuzüglich Zins in Höhe von 5% seit dem Tag der Widerklageerhebung infolge unrechtmässig bezogener Taggeldleistungen für die Zeit\nvom [Ereignistag], bzw. 15. März 20__ (Wartefrist) bis 30. Juni 20__ zurückzuerstatten.\n3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Klägers/Widerbeklagten.\n\n"}