{"Signatur": "SZ_VG_002", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2019-03-21", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2018-108_2019-03-21.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "c6f12f801998ed2220fc526dff98dc83"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2018-108_2019-03-21.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/II_2018_108_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2478ffa121103cccd41e76c606c262f99bbbebc89636a7b5593dc97826f70fe2ea1e2b4848f5ae31eb67ea87a8e5cad61d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2478ffa121103cccd41e76c606c262f99bbbebc89636a7b5593dc97826f70fe2ea1e2b4848f5ae31eb67ea87a8e5cad61d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=II_2018_108", "Checksum": "fba5fbb847e1aca30ae6c82f8c4ed368"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["II 2018 108"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 2. 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Anna Maria Rüesch, Gerichtsschreiberin\n\nParteien A.________,\nBeschwerdeführer,\n\ngegen\n\nAmt für Arbeit, Lückenstrasse 8, Postfach 1181, 6431 Schwyz,\nVorinstanz,\n\nGegenstand Arbeitslosenversicherung (Einstellung in der Anspruchsberechtigung)\nSachverhalt:\n\nA. A.________ (Jahrgang 1969, deutscher Staatsangehöriger, Aufenthaltsbewilligung Ausweis B) arbeitete seit Anfang 2017 über die Personalverleiherin\nB.________ AG mit Sitz in C.________ als Sanitärmonteur mit temporären Einsatzverträgen. Ab 15. Januar 2018 war er an die D.________ AG mit Sitz in\nE.________ ausgeliehen, wofür am 15. Januar 2018 ein Einsatzvertrag abgeschlossen wurde. Bereits am 17. Januar 2018 kündigte die D.________ AG das\nEinsatzverhältnis und damit die B.________ AG das Arbeitsverhältnis unter Einhaltung der zweitägigen Kündigungsfrist auf den 19. Januar 2018. Am 5. Februar\n2018 (= Eingangsdatum beim Amt für Arbeit des Kantons Schwyz) stellte\nA.________ den Antrag auf Arbeitslosenentschädigung ab 22. Januar 2018 (Viact. 2). Per 22. Januar 2018 meldete ihn das RAV Goldau für ein Vollzeitpensum\nzur Arbeitsvermittlung an (Vi-act. 1). Am 12. Februar 2018 endete die Arbeitslosigkeit, nachdem A.________ bei der Temporärfirma B.________ AG eine neue\nAnstellung fand (Vi-act. 7 S. 2).\n\nB. Mit Verfügung vom 23. Februar 2018 stellte das Amt für Arbeit A.________\nwegen ungenügenden Arbeitsbemühungen in den letzten drei Monaten vor Eintritt der Arbeitslosigkeit für die Dauer von 11 Tagen in der Anspruchsberechtigung ein (Vi-act. 8). Die dagegen erhobene Einsprache wies das Amt für Arbeit\nam 16. April 2018 ab (Vi-act. 11). Die dagegen erhobene Beschwerde hiess das\nVerwaltungsgericht mit Entscheid II 2018 52 vom 26. Juni 2018 insoweit gut, als\nes die Streitfrage für weitere Sachverhaltsabklärungen an die Vorinstanz zurückwies.\n\nC. Nach Erkundigungen bei der D.________ AG verfügte das Amt für Arbeit\nam 30. Juli 2018, dass A.________ in der Anspruchsberechtigung wegen ungenügenden Arbeitsbemühungen in den letzten Monaten bis zum Eintritt in die Arbeitslosigkeit bzw. bis zum Stempelbeginn 11 Tage eingestellt wird (Vi-act. 15).\n\nD. Gegen die Verfügung vom 30. Juli 2018 erhob A.________ am 10. September 2018 Einsprache, die nach Einholung weiterer Erkundigungen bei der\nD.________ AG mit Einspracheentscheid Nr. 221/18 vom 21. November 2018\nabgewiesen wurde.\n\nE. Gegen den Einspracheentscheid Nr. 221/18 vom 21. November 2018 erhebt A.________ fristgerecht am 15. Dezember 2018 (Postaufgabe) Beschwerde\nbeim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit dem sinngemässen Antrag,\ndie verfügte Einstellung in der Anspruchsberechtigung sei aufzuheben.\n\n2\nF. Mit Vernehmlassung vom 9. Januar 2019 beantragt die Vorinstanz die vollumfängliche Abweisung der Beschwerde.\n\nG. Mit Schreiben vom 17. Januar 2018 holte der verfahrensleitende Richter\nbei der D.________ AG sowie der B.________ AG weitere Abklärungen zu den\nUmständen des Arbeitseinsatzes des Beschwerdeführers zwischen dem\n15. und 19. Januar 2018 ein. Am 20. Januar 2019 reichte der Beschwerdeführer\neinen Mailverkehr mit der B.________ AG vom Januar 2018 ein und am\n16. Februar 2019 nahm er Stellung zu den Rückmeldungen der D.________ AG\nvom 4. Februar 2019 bzw. der B.________ AG vom 28. Januar 2019. Die Vorinstanz liess sich hierzu nicht vernehmen.\n\nDas Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n\n1.1 Art. 17 Abs. 1 des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (Arbeitslosenversicherungsgesetz,\nAVIG; SR 837.0) vom 25. Juni 1982 verlangt als Ausfluss der im gesamten Sozialversicherungsrecht geltenden Schadenminderungspflicht, dass eine versicherte\nPerson, die Versicherungsleistungen beanspruchen will, alles Zumutbare unternehmen muss, um den Eintritt oder das Fortdauern der Arbeitslosigkeit zu vermeiden. So obliegt es ihr, Arbeit zu suchen und ihre Bemühungen nachzuweisen\n(Art. 17 Abs. 1 Satz 2 und 3 AVIG). Nach Art. 26 Abs. 1 der Verordnung über die\nobligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung (Arbeitslosenversicherungsverordnung, AVIV; SR 837.02) vom 31. August 1983\nmuss sich die versicherte Person gezielt um Arbeit bemühen, in der Regel in\nForm einer ordentlichen Bewerbung.\nEine versicherte Person hat nicht erst nach Eintritt der Arbeitslosigkeit, sondern\nbereits in der Kündigungsfrist bzw. vor der Meldung beim Arbeitsamt, Stellenbemühungen vorzunehmen (ARV 1993/94 Nr. 26 S. 184 Erw. 2b; vgl. auch ARV\n2003 Nr. 10 S. 119 Erw. 1; Stauffer, Arbeitslosenversicherung, S. 82; Gerhards,\nKommentar zum AVIG, Art. 17 Rz. 18). Dabei kann sich die versicherte Person\ngenerell nicht auf Rechtsunkenntnis berufen (BGE 124 V 215 Erw. 2; BGE 126 V\n308 Erw. 2b; VGE 367/98 vom 15.7.1998 Erw. 2b). Persönliche Arbeitsbemühungen sind bereits vor der Meldung beim Arbeitsamt vorzukehren (Stauffer, a.a.O., S. 92), bevor mithin überhaupt von Seiten der Arbeitslosenversicherung entsprechende Informationen gezielt an von Arbeitslosigkeit bedrohte Versicherte abgegeben werden können (VGE II 2018 20 vom 22.3.2018 Erw. 2.2;\nVGE II 2017 86 vom 14.12.2017 Erw. 2.2).\n\n"}