{"Signatur": "SZ_VG_002", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2018-02-20", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2017-76_2018-02-20.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "6a1afb58fb52e11bfcb6ebba7b820f18"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2017-76_2018-02-20.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/II_2017_76_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f28ad394f612e6493ddb4c2d0a215efb2095750e9ab4518cf12b4dbe63697d02ca556b94dcd051e5ae56de1a284dda405bd7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f28ad394f612e6493ddb4c2d0a215efb2095750e9ab4518cf12b4dbe63697d02ca556b94dcd051e5ae56de1a284dda405bd7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=II_2017_76", "Checksum": "9e8370295ac41681649637fc0274dd4a"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["II 2017 76"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 20.02.2018 II 2017 76"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz  2. Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto  2. Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Kammergericht"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Krankenversicherung (Kostenübernahme für im Ausland erbrachte Leistung Phalloplastik) | Krankenversicherung (ohne med. SV)"}], "ScrapyJob": "446973/76/536", "Zeit UTC": "22.02.2026 23:26:27", "Checksum": "33a31c2571b6e06d6d04efb34ff36e65", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 20.02.2018 II 2017 76\nRegeste:\nKrankenversicherung (Kostenübernahme für im Ausland erbrachte Leistung Phalloplastik) | Krankenversicherung (ohne med. SV)\n\nVerwaltungsgericht des Kantons Schwyz\nKammer II\n\nII 2017 76\n\nEntscheid vom 20. Februar 2018\n\nBesetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident\nDr.oec. Andreas Risi, Richter\nDr.iur. Frank Lampert, Richter\nlic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber\n\nParteien A.________,\nBeschwerdeführer,\nvertreten durch Rechtsanwalt MLaw Z.________,\n\ngegen\n\nB.________ AG,\nVorinstanz,\n\nGegenstand Krankenpflegeversicherung (Kostenübernahme für im Ausland\nerbrachte Leistung [Phalloplastik])\nSachverhalt:\n\nA. Bei A.________ (geb. ___1988) wurde im Jahr 2015 nach zweijähriger\npsychotherapeutischer Behandlung die Diagnose der Gender-Dysphorie im Sinne einer Frau-zu-Mann Transsexualität (ICD-10 F64.0) gestellt. In der Folge begann er eine Hormontherapie und unterzog sich einer beidseitigen Mastektomie,\neiner Hysterektomie und einer Adnexektomie. Ebenso liess er offiziell sein Geschlecht und seinen Vornamen ändern. Die Kosten der Heilbehandlung übernahm die B.________ AG als Krankenversicherer nach KVG.\n\nB. Mit Schreiben vom 23. Februar 2016 ersuchte A.________ die B.________\nAG um Kostengutsprache für den operativen Eingriff einer Phalloplastik durch\nDr.med. E.________ (Facharzt für Urologie und spez. urolog. Chirurgie, Beckenbodenchirurgie, Rekonstruktive urogenitale Chirurgie, Uroonkologische Chirurgie,\nChefarzt C.________) in H.________ (D) (Vi-act. 6). Mit E-Mail vom 2. März\n2016 lehnte B.________ AG die Kostenübernahme ab (Vi-act. 10).\n\nC. Am 6. Juli 2016 unterzog sich A.________ in H.________ (D) (Chirurgische\nKlinik H.________) der ersten Teiloperation (Kolpektomie, Metaidoioplastik [Bildung eines Klitorispenoids]) (Vi-act. 12). Die Rechnung für die stationäre Behandlung vom 5. bis 16. Juli 2016 belief sich auf € 7'691.93 (Beilage 7 zur Einspracheergänzung vom 27.6.17).\n\nD. Am 27. Februar 2017 ersuchte A.________ B.________ AG erneut um\nKostengutsprache (Vi-act. 16). Mit Verfügung vom 21. März 2017 lehnte\nB.________ AG die Kostenübernahme der Phalloplastik bei Durchführung in\nDeutschland aus der obligatorischen Krankenpflegeversicherung vollumfänglich\nab (Vi-act. 18).\n\nE. Am 23. März 2017 unterzog sich A.________ bei Dr.med. E.________ in\nH.________ (D) der zweiten Operation (Penoidbildung aus freiem radialen Unterarmlappen). Die Rechnung für die stationäre Behandlung vom 22. März bis 13.\nApril 2017 belief sich auf € 30'079.15 (Beilage 9 zur Einspracheergänzung vom\n27.6.17).\n\nF. Am 15. Mai 2017 erhob A.________ gegen die ablehnende Verfügung vom\n21. März 2017 Einsprache und ergänzte diese (nach Akteneinsichtnahme) am\n27. Juni 2017. Mit Einspracheentscheid vom 4. Juli 2017 hat B.________ AG die\nEinsprache und damit die Kostenübernahme abgelehnt (Bf-act. 2).\n\nG. Am 26. Juli 2017 unterzog sich A.________ erneut bei Dr.med.\nE.________ in H.________ (D) der dritten Operation (Sulcus Coronarius Plastik;\n2\nKorrekturen), für welche sich der Kostenvoranschlag auf € 5'105.79 belief (Vi-act.\n4). Eine etwaige Implantation einer hydraulischen Penisprothese wäre für eine\nvierte Operation (Kostenvoranschlag € 10'529.91) vorgesehen (Vi-act. 5).\n\nH. A.________ lässt am 5. September 2017 gegen den Einspracheentscheid\nder B.________ AG vom 4. Juli 2017 (unter Beachtung des Fristenstillstandes,\nArt. 60 Abs. 2 i.V.m. Art. 38 Abs. 4 lit. b Bundesgesetz über den Allgemeinen Teil\ndes Sozialversicherungsrechts [ATSG; SR 830.1] vom 6.10.2000) fristgerecht\nBeschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben mit den Anträgen:\n1. Es seien der Einspracheentscheid vom 4. Juli 2017 und die diesem Entscheid\nzugrundliegende Verfügung vom 21. März 2017 aufzuheben.\n2. Die Beschwerdegegnerin sei zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die gesetzlich geschuldeten Leistungen zu erbringen. Inbesondere sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer die Kosten für die in\nDeutschland (Fachklinik H.________ AG, Dr.med. E.________) durchgeführte\nPhalloplastik aus der obligatorischen Krankenpflegeversicherung zu vergüten.\n\nUnter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Beschwerdegegnerin (inkl.\n8 % MWST).\n\nI. Mit Vernehmlassung vom 12. September 2017 beantragt B.________ AG\ndie vollumfängliche Abweisung der Beschwerde unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers. Am 19. September 2017 reicht\nder Beschwerdeführer eine Stellungnahme zur beschwerdegegnerischen Vernehmlassung ein. Mit Schreiben vom 25. September 2017 fordert der instruierende Richter die Vorinstanz auf, aktenkundige, aber dem Gericht nicht zugestellte Akten einzureichen. Mit Eingabe vom selben Tag reicht der Beschwerdeführer\ndem Gericht eine weitere Unterlage ein. Am 28. September 2017 stellt\nB.________ AG dem Gericht die Einsprache mit Ergänzung und Beilagen zu.\n\nJ. Am 9. Oktober 2017 unterbreitete das Gericht dem Bundesamt für Statistik\ndie Frage nach der Anzahl in der Schweiz durchgeführter Geschlechtsumwandlungen Frau-zu-Mann inkl. Penisaufbau, welche vom Bundesamt für Statistik am\n21. Dezember 2017 beantwortet wurde. Die Antwort wurde den Parteien am\n22. Dezember 2017 zugestellt, wozu der Beschwerdeführer mit Eingabe vom\n29. Januar 2018 Stellung nahm.\n\nDas Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n\n"}