{"Signatur": "SZ_VG_002", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2018-03-22", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2017-110_2018-03-22.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "9f2621e152b10f99746a8aa6a8eb9d56"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2017-110_2018-03-22.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/II_2017_110_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f217c5a47e13f34f10c13be2a25a6c4ecaeecf1a66490d3aa3a9544b4354167a5e442b88974932bd069610396f1bf52345d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f217c5a47e13f34f10c13be2a25a6c4ecaeecf1a66490d3aa3a9544b4354167a5e442b88974932bd069610396f1bf52345d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=II_2017_110", "Checksum": "523e8d023e267149db9a22d0e3e2079d"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["II 2017 110"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 2. 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Josef Mathis, Gerichtsschreiber\n\nParteien A.________,\nBeschwerdeführer,\nvertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Z.________,\n\ngegen\n\nAmt für Arbeit, Lückenstrasse 8, Postfach 1181, 6431 Schwyz,\nVorinstanz,\n\nGegenstand Arbeitslosenversicherung (Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung)\nSachverhalt:\n\nA. A.________ (Jg. 1976, Deutscher Staatsangehöriger) war seit dem 10. Juli\n2006 bei der B.________ angestellt, als er am 30. November 2016 wegen einer\nFirmenumstrukturierung per 28. Februar 2017 gekündigt wurde (Vi-act. 36). Am\n23. Februar 2017 wurde er durch das RAV Lachen zur Arbeitsvermittlung angemeldet (Vi-act. 59); am 30. April 2017 stellte A.________ Antrag auf Arbeitslosenentschädigung per 1. März 2017 (Vi-act. 38).\n\nB. Zur Prüfung der Anspruchsvoraussetzungen ersuchte die Arbeitslosenkasse A.________ am 17. Mai 2017, den Fragebogen Wohnsitz / Abklärung des Lebensmittelpunktes auszufüllen, welchen A.________ am 1. Juni 2017 einreichte\n(Bf-act. 3). Am 7. Juni 2016 wurde A.________ durch die Arbeitslosenkasse über\nihre Absicht orientiert, die Arbeitslosenentschädigung wegen Nichterfüllen der\nAnspruchsvoraussetzungen abzulehnen, da der Schwerpunkt seiner Lebensbeziehungen nicht in der Schweiz liege, er keinen Wohnsitz in der Schweiz habe;\ngleichzeitig wurde er zur Stellungnahme innert 10 Tagen aufgefordert (Vi-act.\n22). Nach Eingang der Stellungnahme vom 19. Juni 2017 (Vi-act. 20) verfügte\ndie Arbeitslosenkasse am 20. Juni 2017 die Ablehnung der Anspruchsberechtigung ab 1. März 2017 wegen Nichterfüllen der Anspruchsvoraus-setzungen (Art.\n8 Abs. 1 Bst. c und Art. 12 Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung und die Insolvenzentschädigung [AVIG; SR 837.0] vom 25.6.1982;\nVi-act. 21). Eine am 22. August 2017 dagegen erhobene Einsprache (Bf-act. 7)\nlehnte die Arbeitslosenkasse mit Einspracheentscheid Nr. 51 / 2017 am 14. November 2017 ab (Bf-act. 2).\n\nC. Am 15. Dezember 2017 lässt A.________ gegen den Einspracheentscheid\nNr. 51 / 2017 vom 14. November 2017 fristgerecht Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz erheben mit den Rechtsbegehren:\n1. Es sei der Einspracheentscheid Nr. 51/2017 vom 14. November 2017 betreffend die Verfügung Nr. 385 vom 20. Juni 2017 sowie die Verfügung Nr. 385\naufzuheben und festzustellen, dass A.________ ab dem 1. März 2017 bis\nzum 4. Dezember 2017 Anspruch auf vollumfängliche Arbeitslosenentschädigung hat;\n\n2. eventualiter sei der Einspracheentscheid Nr. 51/2017 vom 14. November\n2017 betreffend die Verfügung Nr. 385 vom 20. Juni 2017 sowie die Verfügung Nr. 385 aufzuheben und die Sache zur Neubeurteilung und Berechnung der Arbeitslosenentschädigung an die Vorinstanz zurückzuweisen;\n3. alles unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdegegnerin. Es sei dem Beschwerdeführer eine Parteientschädigung mit\nMehrwertsteuerzusatz zuzusprechen.\n\n2\nMit Vernehmlassung vom 22. Januar 2018 beantragt die Vorinstanz, die Beschwerde sei vollumfänglich abzuweisen.\n\nDas Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n\n1. Mit dem Einspracheentscheid vom 14. November 2017 hat die Vorinstanz\ndie Verfügung vom 20. Juni 2017 bestätigt, wonach der Beschwerdeführer nicht\nim Sinne von Art. 8 Abs. 1 lit. c i.V.m. Art. 12 AVIG in der Schweiz wohnt und\ndamit keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung hat. Demgegenüber\nmacht der Beschwerdeführer geltend, dieser Entscheid sei falsch, da er sehr\nwohl als wohnhaft in der Schweiz im Sinne von Art. 8 Abs. 1 lit. c AVIG zu betrachten sei. Mithin ist vorliegend die Erfüllung des \"Wohnens in der Schweiz\" als\nAnspruchsvoraussetzung für den Bezug von Arbeitslosenentschädigung ab dem\n1. März 2017 strittig und zu prüfen.\n\n2.1 Als Angehöriger eines Mitgliedstaates der EU fällt der Beschwerdeführer in\nden persönlichen Geltungsbereich des Abkommens vom 21. Juni 1999 zwischen\nder Schweizerischen Eidgenossenschaft einerseits und der Europäischen Gemeinschaft und ihren Mitgliedstaaten andererseits über die Freizügigkeit (FZA;\nSR 0.142.112.681). Beschlagen ist zudem die mit Wirkung ab 1. April 2012 anwendbare Verordnung (EG) Nr. 883/2004 des Europäischen Parlaments und des\nRates vom 29. April 2004 zur Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit\n(Grundverordnung, GVO; SR 0.831.109.268.1) sowie die Verordnung (EG) Nr.\n987/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates vom 16. September 2009\nzur Festlegung der Modalitäten für die Durchführung der Verordnung (EG) Nr.\n883/2004 über die Koordinierung der Systeme der sozialen Sicherheit (Durchführungsverordnung, DVO; SR 0.831.109.268.11).\n\n2.2 Als Grundsatz gemäss Art. 11 Abs. 3 lit. a GVO unterliegt eine Person, die\nin einem Mitgliedstaat eine Beschäftigung oder selbständige Erwerbstätigkeit\nausübt, den Rechtsvorschriften dieses Mitgliedstaates. Es gilt das Beschäftigungslandprinzip (lex loci laboris). Bei Arbeitslosen kommen die Rechtsvorschriften des letzten Beschäftigungsstaates vor Eintritt der Arbeitslosigkeit zur Anwendung (BGE 142 V 590 Erw. 4.2).\n\n"}