{"Signatur": "SZ_VG_002", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2017-01-24", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2016-76_2017-01-24.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "00edef0a2ed92a4004bb5d89b5d7dd54"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2016-76_2017-01-24.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/II_2016_76_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f215894aa05d7c49e7fdbce789fe71489a91b26b3b34497a9062e4554d9bb49266f40f9e4fdd9fd2dfa9621428e61fa440d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f215894aa05d7c49e7fdbce789fe71489a91b26b3b34497a9062e4554d9bb49266f40f9e4fdd9fd2dfa9621428e61fa440d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=II_2016_76", "Checksum": "0a35514fa77029373f584dc8f3422078"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["II 2016 76"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 2. 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Gerichtsschreiberin\n\nParteien A.________,\nBeschwerdeführer,\nvertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Rainer Deecke,\nIndustriestrasse 13c, Postfach 7555, 6302 Zug,\n\ngegen\n\nAusgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53,\n6431 Schwyz,\nVorinstanz,\n\nGegenstand Ergänzungsleistungen (Vermögensverzicht)\nSachverhalt:\n\nA. A.________ (geboren am XX.YY.1936, geschieden seit dem WW.ZZ.1978)\nbezieht seit März 2002 eine AHV-Altersrente. Am 1. April 2016 meldete er sich\nbei der Ausgleichskasse des Kantons Schwyz zum Bezug von Ergänzungsleistungen an (Vi-act. 1-1/4).\n\nB. Mit Schreiben vom 5. April 2016 verlangte die Ausgleichskasse Schwyz\nvon A.________ Unterlagen, welche er am 19. April 2016 einreichte (Vi-act. 15-\n1/3; 17-1/3 ff.). Zusätzliche Unterlagen reichte er am 25. April 2016 ein (Vi-act.\n20-1/9 ff.).\n\nC. Mit Verfügung vom 9. Mai 2016 verneinte die Ausgleichskasse Schwyz\neinen Anspruch von A.________ auf Ergänzungsleistungen ab 1. April 2016 (Viact. 22-1/2). Aufgrund von nicht nachvollziehbaren Vermögensabnahmen in den\nJahren 2009 - 2014 wurde bei der Berechnung der Ergänzungsleistungen ein\nVermögensverzicht von Fr. 191'400.-- ab 1. Januar 2016 angerechnet (Vi-act. 23-\n1/2; 24-1/3).\n\nD. Gegen die Verfügung vom 9. Mai 2016 reichte A.________ am 17. Juni\n2016 (= Eingangsdatum Ausgleichkasse Schwyz) summarische Einsprache bei\nder Ausgleichskasse Schwyz ein und ersuchte um Aufhebung der Verfügung\nvom 9. Mai 2016 sowie um unentgeltlichen Rechtsbeistand (Vi-act. 26-1/2 f.).\nZudem ersuchte A.________ um Fristerstreckung für die Begründung der Einsprache, welche ihm bis 18. Juli 2016 gewährt wurde (Vi-act. 26-2/2; 27-1/1). Am\n11. Juli 2016 (= Eingangsdatum Ausgleichskasse Schwyz) reichte er die ergänzende Einsprachebegründung nach (Vi-act. 28-1/7).\n\nE. Mit Einspracheentscheid Nr. 1089/16 vom 22. September 2016 wies die\nAusgleichskasse Schwyz die Einsprache vom 9. Mai 2016 wie auch das Gesuch\num Gewährung der unentgeltlichen Rechtsverbeiständung ab (Vi-act. 34-9/10).\n\nF. Gegen den Einspracheentscheid vom 22. September 2016 reicht\nA.________ mit Eingabe vom 6. Oktober 2016 (= Datum der Postaufgabe) rechtzeitig Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz ein mit folgenden Rechtsbegehren:\n\n1. Es sei der Einsprache-Entscheid vom 22.9.2016 aufzuheben.\n\n2. Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer Ergänzungsleistungen nach Gesetz (ELG) zu gewähren.\n3. Es sei die Beschwerdegegnerin zu verpflichten, dem Beschwerdeführer für das\nVerwaltungsverfahren die unentgeltliche Rechtspflege zu gewähren.\n\n2\n4. Alles unter Kosten- und Entschädigungsfolge zzgl. 8% MWST zulasten der\nBeschwerdegegnerin.\n\nDes Weiteren stellt er das folgende Gesuch:\nEs sei dem Beschwerdeführer die unentgeltliche Rechtspflege zu bewilligen und es\nsei ihm in der Person des Unterzeichneten ein unentgeltlicher Rechtsbeistand zu\nbestellen.\n\nG. Die Vorinstanz verzichtet mit Schreiben vom 24. Oktober 2016 unter Verweis auf den Einspracheentscheid auf weitere Ausführungen und beantragt die\nAbweisung der Beschwerde.\n\nDas Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n\n1.1 Nach Art. 4 Abs. 1 lit. a des Bundesgesetzes über Ergänzungsleistungen\nzur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung (ELG, SR 831.30) vom 6.\nOktober 2006 haben u.a. Personen mit Wohnsitz und gewöhnlichem Aufenthalt\nin der Schweiz Anspruch auf Ergänzungsleistungen (EL), wenn sie eine Altersund Hinterlassenenversicherung (AHV) beziehen. Die jährliche Ergänzungsleistung hat dem Betrag zu entsprechen, um den die anerkannten Ausgaben die anrechenbaren Einnahmen übersteigen (Art. 9 Abs. 1 ELG). Art. 10 und 11 ELG\nbestimmen, was als anerkannte Ausgaben und was als anrechenbare Einnahmen zu betrachten ist.\n\nAls Einnahmen werden gemäss Art. 11 Abs. 1 lit. d ELG unter anderem Renten,\nPensionen und andere wiederkehrende Leistungen, einschliesslich der Renten\nder AHV und der IV angerechnet. Des Weiteren werden u.a. ein Fünfzehntel, bei\nAltersrentnerinnen und Altersrentnern ein Zehntel des Reinvermögens, soweit es\nbei alleinstehenden Personen Fr. 37'500.-- übersteigt, angerechnet (Art. 11 Abs.\n1 lit. c 1. Satz ELG). Zum Vermögen zählen nach den allgemeinen steuerrechtlichen Grundsätzen namentlich Sparguthaben jeder Art, inländische und ausländische Aktien, Lotteriegewinne, Rückkaufswerte von Lebensversicherungen und\nLeibrentenversicherungen, Edelmetalle, Kunstgegenstände, namhafte Barschaften, gewährte Darlehen, Autos und Liegenschaften/Grundstücke (vgl. Carigiet/\nKoch, Ergänzungsleistungen zur AHV/IV, 2. A. 2009, S. 163).\n\n"}