{"Signatur": "SZ_VG_002", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2017-02-23", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2016-101_2017-02-23.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "ff20dd6e3b36e8af28a27e4527d7afbb"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2016-101_2017-02-23.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/II_2016_101_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f26de5083efe8558ddf810d364c30fe07e58ce96ac8967d98515e045e6da2fb8a4b148f2dddfa97804be4542e5425feb08d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f26de5083efe8558ddf810d364c30fe07e58ce96ac8967d98515e045e6da2fb8a4b148f2dddfa97804be4542e5425feb08d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=II_2016_101", "Checksum": "948e8c9310a395af88d52acd8824a6fe"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["II 2016 101"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 23.02.2017 II 2016 101"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz  2. Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto  2. Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Kammergericht"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Prämienverbilligung | java.util.HashMap/1797211028"}], "ScrapyJob": "446973/76/536", "Zeit UTC": "22.02.2026 23:26:26", "Checksum": "fade88194c049f7f6ac2790d572d0936", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 23.02.2017 II 2016 101\nRegeste:\nPrämienverbilligung | java.util.HashMap/1797211028\n\nVerwaltungsgericht des Kantons Schwyz\nKammer II\n\nII 2016 101\n\nEntscheid vom 23. Februar 2017\n\nBesetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident\nDr.oec. Andreas Risi, Richter\nDr.iur. Frank Lampert, Richter\nMLaw Stefan Getzmann, Gerichtsschreiber\n\nParteien A.________,\nBeschwerdeführer,\n\ngegen\n\nAusgleichskasse Schwyz, Rechtsdienst, Postfach 53,\n6431 Schwyz,\nVorinstanz,\n\nGegenstand Prämienverbilligung\nSachverhalt:\n\nA. A.________ (geboren am __, geschieden seit __, Vater von zwei minderjährigen Kindern) zog per 1. September 2016 von B.________/LU nach\nC.________/SZ. Am 9. September 2016 meldete er sich bei der Ausgleichskasse\ndes Kantons Schwyz zur Prämienverbilligung 2017 an (Vi-act. 1). In der Folge\nreichte er die Lohnabrechnungen für das Jahr 2016 sowie Steuerunterlagen für\ndas Jahr 2015 ein.\n\nB. Mit Schreiben vom 21. November 2016 setzte die Ausgleichskasse Schwyz\nA.________ darüber in Kenntnis, dass man ihm ein Reineinkommen von\nFr. 47'635.-- angerechnet habe, welches über dem Höchstwert von Fr. 37'230.--\nliege und weshalb kein Anspruch auf Prämienverbilligung bestehe (Vi-act. 5). Am\n29. November 2016 ersuchte A.________ die Ausgleichskasse Schwyz um Erlass einer anfechtbaren Verfügung (Vi-act. 6).\n\nC. Am 2. Dezember 2016 verfügte die Ausgleichskasse, dass man für\nA.________ 80% seines Bruttoeinkommens (2016) von Fr. 59'544.--, somit\nFr. 47'635.-- angerechnet habe, was über dem gesetzlichen Höchstwert von\nFr. 37'230.-- liege und weshalb für das Jahr 2017 kein Anspruch auf Prämienverbilligung bestehe (Vi-act. 7).\n\nD. Gegen die Verfügung vom 2. Dezember 2016 erhebt A.________ mit Eingabe vom 23. Dezember 2016 (Postaufgabe am 24.12.2016) rechtzeitig Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz mit dem sinngemässen\nAntrag, die Verfügung vom 2. Dezember 2016 aufzuheben und den Anspruch auf\nPrämienbewilligung zu gewähren. Er reicht dem Gericht u.a. Lohnzahlungen für\ndas Jahr 2016 sowie Belege (Kontoauszüge) seiner im Jahr 2016 bezahlten Alimente an die geschiedene Ehefrau und die beiden Kinder ein.\n\nE. Mit Vernehmlassung vom 20. Januar 2016 verzichtet die Vorinstanz auf\nweitere Ausführungen und beantragt, die Verwaltungsgerichtsbeschwerde sei\nabzuweisen.\n\nDas Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n\n1.1 Die Kantone gewähren den Versicherten in bescheidenen wirtschaftlichen\nVerhältnissen Prämienverbilligungen (Art. 65 Abs. 1 Satz 1 des Bundesgesetzes\nüber die Krankenversicherung [KVG, SR 832.10] vom 18.3.1994). Die Kantone\nsorgen dafür, dass bei der Überprüfung der Anspruchsvoraussetzungen, insbe-\n\n2\nsondere auf Antrag der versicherten Person, die aktuellsten Einkommens- und\nFamilienverhältnisse berücksichtigt werden (Art. 65 Abs. 3 Satz 1 KVG).\n\n1.2.1 Die Ausgestaltung des Vollzugs der Prämienverbilligung überliess der Bundesgesetzgeber den Kantonen. Die Kantone können die in Art. 65 Abs. 1 KVG\nvorgeschriebene Prämienverbilligung grundsätzlich in eigener Kompetenz und\nVerantwortung durchführen (vgl. R. Kocher, Die Wirkung der Prämienverbilligung\nin der Krankenversicherung, in: Soziale Sicherheit 3/1996, S. 135, 3. Spalte).\nDas kantonale Recht, welches in Ausführung von Art. 65 KVG die Prämienverbilligung in der Krankenversicherung regelt, ist somit autonomes kantonales Recht.\nDie Kantone haben nicht nur bezüglich der materiellrechtlichen Anspruchsberechtigung, sondern auch hinsichtlich des Verfahrens einen erheblichen Gestaltungsspielraum (vgl. Bundesgerichtsurteil 2P.37/2003 vom 15.4.2003 Erw. 1.1;\nvgl. auch Gebhard Eugster in: Murer/Stauffer, Bundesgesetz über die Krankenversicherung, Zürich/Basel/Genf 2010, S. 453).\n\n1.2.2 In Ausübung dieser Vollzugskompetenz erliess der Kantonsrat des Kantons\nSchwyz am 19. September 2007 das Gesetz über die Prämienverbilligung in der\nKrankenpflegeversicherung (PVG, SRSZ 361.100), welches in der am 1. Januar\n2013 in Kraft getretenen Fassung vom 28. März 2012 \"Einführungsgesetz zum\nBundesgesetz über die Krankenversicherung\" (EGzKVG, SRSZ 361.100) heisst.\n\n1.3.1 Nach Vorschrift von § 5 Abs. 1 EGzKVG können Personen in den Genuss\nvon Prämienverbilligungen kommen:\n- die im Kanton Schwyz Wohnsitz haben,\n- die einem vom Bund anerkannten Krankenversicherer angeschlossen sind\nund\n- deren anrechenbares Einkommen kleiner ist als die Summe von Richtprämie\nund den anerkannten Ausgaben gemäss dem Bundesgesetz über Ergänzungsleistungen zur Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenversicherung für\nden allgemeinen Lebensbedarf und für den Mietzins.\n\nDer Regierungsrat regelt die Anspruchsberechtigung in Sonderfällen (§ 5 Abs. 3\nEGzKVG).\n\nAls Grundlage des anrechenbaren Einkommens gilt das Reineinkommen gemäss\ndem Bundesgesetz über die direkte Bundessteuer (§ 7 Abs. 1 EGzKVG). Dieses\nwird erhöht um 10 Prozent des Reinvermögens und um die Abzüge für den ausserordentlichen Liegenschaftsunterhalt. Beim Reinvermögen werden Freibeträge\nvon Fr. 25'000.-- bei allein stehenden Personen, Fr. 40'000.-- bei Ehepaaren und\nFr. 15'000.-- je Kind abgezogen (§ 7 Abs. 2 EGzKVG).\n\n3\n1.3.2 Die wirtschaftlichen Verhältnisse bestimmen sich nach dem anrechenbaren Einkommen der jüngsten rechtskräftigen Steuerveranlagung, welche am\n1. April 2016 des dem Anspruchsjahr vorangehenden Jahres im Kanton vorliegt\n(§ 8 Abs. 1 EGzKVG). Fehlen Steuerwerte, so ist auf die aktuellen wirtschaftlichen Verhältnisse abzustellen (§ 8 Abs. 2 EGzKVG). Der Regierungsrat regelt\ndie Ausnahmen und Einzelheiten durch Verordnung (§ 8 Abs. 3 EGzKVG).\n\n"}