{"Signatur": "SZ_VG_002", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2016-12-15", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2015-91_2016-12-15.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "0d5eaea25b17b4977ad415b6eda98009"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2015-91_2016-12-15.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/II_2015_91_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2edc677d71bd25d73b8001d744ab438a690e4b4ab735274195402c42ebbb60ac535082737dc6c156703ca472791e98729d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2edc677d71bd25d73b8001d744ab438a690e4b4ab735274195402c42ebbb60ac535082737dc6c156703ca472791e98729d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=II_2015_91", "Checksum": "7f6e9fab0f9895c771d3427f67a9ee22"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["II 2015 91"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 2. 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Thomas Twerenbold, Gerichtsschreiber\n\nParteien Eidgenössische Steuerverwaltung ESTV,\nHauptabteilung Direkte Bundessteuer, Verrechnungssteuer,\nStempelabgaben, Eigerstrasse 65, 3003 Bern,\nBeschwerdeführerin,\n\ngegen\n\n1. Kantonale Verwaltung für die direkte Bundessteuer,\nBahnhofstrasse 15, Postfach 1232, 6431 Schwyz,\nVorinstanz,\n2. A.D.________ und B.D.________,\nBeschwerdegegner,\nvertreten durch Rechtsanwalt lic.iur. Otmar Sieber,\ndipl. Steuerexperte, c/o OBT AG,\nRorschacher Strasse 63, 9004 St. Gallen,\n\nGegenstand Einkommens- und Vermögenssteuer\n(Veranlagungsverfügung 2011; Transponierung)\nSachverhalt:\n\nA.a Die Eheleute, A.D.________ und B.D.________, sind in U.________/SZ,\nwohnhaft und steuerpflichtig. A.D.________ ist Alleinaktionär der seit dem\n24. Dezember 2008 im Handelsregister eingetragenen E.________ AG mit Sitz\nin U.________/SZ, mit einem (zur Hälfte einbezahlten) nominellen Aktienkapital\nin der Höhe von Fr. 100‘000.-- (100 Namenaktien zu Fr. 1‘000.--). Die\nE.________ AG bezweckt die Beteiligung an\nUnternehmen der A.D.________-Gruppe, kann selber Unternehmen gründen\noder sich an schon bestehenden beteiligen, sie finanzieren und fördern.\n\nA.b Der Vater von A.D.________, C.D.________, war Inhaber von 100 Prozent\nder (vollständig liberierten) Aktien (5‘000 Namenaktien zu Fr. 500.--) der\nF.________ AG mit Sitz in U.________/SZ. Die\nGesellschaft bezweckt die Führung des Hotels Z.________ in U.________/SZ.\nDem Verwaltungsrat der F.________ AG gehören C.D.________ als\nPräsident und A.D.________ als Mitglied und Delegierter an.\n\nA.c Mit Rulinganfrage (inklusive Beilage von Planbilanzen und\nPlanerfolgsrechnungen der E.________ AG 2011-2016) vom 3. Mai 2010\n(Steuerakten 2011 act. 11-16) wurde die Kantonale Steuerverwaltung Schwyz\num Prüfung der steuerlichen Konsequenzen folgender geplanter Transaktionen\nersucht:\n\nZur Regelung der anstehenden Unternehmensnachfolge wollte C.D.________\neinen ersten Teil von 1‘250 Aktien (25 Prozent) der F.________ AG\nzu einem ermittelten Marktwert von Fr. 1‘550‘000.-- an die sich im 100%-igen\nEigentum von A.D.________ befindende E.________ AG verkaufen. Zusätzlich\nsollten weitere 1‘250 Aktien (25 Prozent) von C.D.________ zunächst\nunentgeltlich als Erbvorbezug an A.D.________ abgetreten werden, welcher\nanschliessend die Aktien zum Nennwert von Fr. 625‘000.-- (1‘250 Aktien zu\nFr. 500.--) an die sich in seinem Eigentum befindende E.________ AG verkaufen\nsollte. Finanziert werden sollten beide Verkäufe mittels unverzinslichen Darlehen\nvon C.D.________ (Fr. 1‘550‘000.--), bzw. von A.D.________ (Fr. 625‘000.--).\nNach den erfolgten Verkäufen sollten C.D.________ sowie die (von\nA.D.________ gehaltene) E.________ AG je 50 Prozent der Aktien der\nF.________ AG besitzen.\n\nIn Bezug auf die steuerliche Qualifizierung des Sachverhalts wurde in der\nRulinganfrage insbesondere festgehalten, dass beim Verkauf des ersten\nAktienpakets durch C.D.________ an die E.________ AG die Besteuerung\n\n2\ngemäss Art. 20 Abs. 1 Bst. c DBG (bzw. Art. 20a Abs. 1 Bst. a DBG) (indirekte\nTeilliquidation) nur zum Tragen komme, falls während der ersten fünf Jahre\nSubstanzentnahmen vorgenommen würden, und bei der Einbringung des\nzweiten Aktienpakets durch A.D.________ (aus dem Erbvorbezug) in die\nE.________ AG der Art. 20a Abs. 1 Bst. b DBG (Transponierung) keine\nAnwendung finde, da die Aktien zum Nennwert übertragen würden.\n\nA.d Die Kantonale Steuerverwaltung Schwyz und die Kantonale Verwaltung für\ndie direkte Bundessteuer erklärten sich mit dem Inhalt des Schreibens\neinverstanden und bestätigten diesen durch Unterzeichnung am 2. Juni 2010\n(unter Vorbehalt von allfälligen Aufrechnungen/Korrekturen bei der E.________\nAG im Veranlagungsverfahren infolge verdeckten Eigenkapitals).\n\nB.a In der Folge wurde der in der Rulinganfrage vom 3. Mai 2010\numschriebene Sachverhalt jedoch nicht umgesetzt. Stattdessen verkaufte\nC.D.________ in Abweichung davon mit Aktienkaufvertrag vom 1. Januar 2011\ndie 2‘500 Aktien (50 Prozent des Aktienkapitals) der F.________ AG direkt zum\nermittelten Marktwert von Fr. 3‘100‘000.-- an die E.________ AG. Der Kaufpreis\nwurde als (unverzinsliches) Darlehen von C.D.________ gegenüber der\nE.________ AG stehen gelassen. Der Verwaltungsrat der F.________ AG\ngenehmigte gleichentags die vereinbarte Übertragung der 2‘500 Namenaktien\nder F.________ AG einstimmig (Steuerakten 2011 act. 47).\n\n"}