{"Signatur": "SZ_VG_002", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2016-06-09", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2015-49_2016-06-09.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "76462e5b78e5b18a4d575eec5fb08363"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_002_II-2015-49_2016-06-09.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/II_2015_49_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f267a677f9ba8df93e0892f948b115395d2b42af9b548275b93b4062e12f8e80e950068c4acc6030a0b03ef004c5688385d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f267a677f9ba8df93e0892f948b115395d2b42af9b548275b93b4062e12f8e80e950068c4acc6030a0b03ef004c5688385d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=II_2015_49", "Checksum": "b7c069507960aadac32389c081923867"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["II 2015 49"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 09.06.2016 II 2015 49"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz  2. Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto  2. Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Kammergericht"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Einkommens- und Vermögenssteuer (Veranlagungsverfügung 2010) | Einkommens- und Vermögenssteuer"}], "ScrapyJob": "446973/76/536", "Zeit UTC": "22.02.2026 23:26:49", "Checksum": "060fdaa8655af4d5518dfd57792331d9", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Schwyz Verwaltungsgericht 2. Kammer 09.06.2016 II 2015 49\nRegeste:\nEinkommens- und Vermögenssteuer (Veranlagungsverfügung 2010) | Einkommens- und Vermögenssteuer\n\nII 2015 49\n\nEntscheid vom 9. Juni 2016\n\nBesetzung lic.iur. Achilles Humbel, Vizepräsident\nDr.iur. Frank Lampert und Monica Huber-Landolt, Richter\nDr.iur. Thomas Twerenbold, Gerichtsschreiber\n\nParteien A.+B.________,\nBeschwerdeführer,\nvertreten durch Rechtsanwältin MLaw Vera Theiler,\n\ngegen\n\nKantonale Steuerkommission/Kantonale Verwaltung für die\ndirekte Bundessteuer, Bahnhofstrasse 15, Postfach 1232,\n6431 Schwyz,\nVorinstanzen,\n\nGegenstand Einkommens- und Vermögenssteuer (Veranlagungsverfügung\n2010)\nSachverhalt:\n\nA.a. A.________ ist Inhaber der Einzelfirma \"C.________\" mit Sitz in\nF.________ (nachfolgend auch: die Einzelfirma). Diese seit 1985 im\nHandelsregister eingetragene Firma hat zum Zweck Entwicklung, Herstellung\nund Vertrieb von Rollskis und Sportartikeln sowie Handel mit Waren aller Art. Das\nGeschäftsjahr dauert jeweils vom 1. Juli eines Jahres bis zum 30. Juni des\nFolgejahres.\n\nIm September 2010 gründete der Steuerpflichtige die Aktiengesellschaft\n\"D.________ (AG)\" mit Sitz in F.________ durch Barliberierung mit einem\nvollständig einbezahltem Aktienkapital von Fr. 100'000.--. Die Gesellschaft\nbezweckt den Handel mit und den Vertrieb von Fahrrädern, Ersatzteilen sowie\nSportbekleidung und Sportartikeln allgemein. Die Beteiligungen befinden sich\nvollumfänglich im Privatvermögen des Steuerpflichtigen.\n\nMit Kaufvertrag vom 1. Januar 2011 (sowie Zusatz vom 28.7.2011; Bf-act. 3 und\nBf-act. 5) verkaufte der Steuerpflichtige (mit Beginn von Nutzen und Schaden am\nselbigen Tag) das gesamte Warenlager sowie Maschinen/Apparate,\nBetriebseinrichtungen, Werkzeuge, Strickereimaschine sowie Büromobiliar der\nEinzelfirma an die \"D.________ (AG)\" (nachfolgend auch: die\nAktiengesellschaft). Der Kaufpreis entsprach dem Buchwert der übertragenen\nVermögenswerte in der Buchhaltung der Einzelfirma. Die Kaufpreiszahlung\nerfolgte mittels Kontokorrentgutschrift \"KK A.________\" in der Buchhaltung der\n\"D.________ (AG)\".\n\nNicht auf die Aktiengesellschaft übertragen wurden (u.a.) die in der Buchhaltung\nder Einzelfirma im Geschäftsvermögen unter dem Anlagevermögen aktivierten\nLiegenschaften. Bei diesen Liegenschaften handelte es sich um drei Stockwerkeinheiten, wovon eine Stockwerkeinheit an Dritte (zur Nutzung als Bar/Restaurant) vermietet (GB-Nr. E._____) und die beiden anderen Stockwerkeinheiten\n(GB-Nr. H.____ und GB-Nr. I.____) der Einzelfirma (für das Sport-Fachgeschäft\nmit Werkstatt sowie für die Stickerei) als Betriebsliegenschaften dienten. Ab dem\n1. Januar 2011 wurden die beiden zuletzt genannten Stockwerkeinheiten (GB-Nr.\nH.____ und I.____) an die \"D.________ (AG)\" vermietet.\n\nA.b. In der Veranlagungsverfügung 2010 vom 16. April 2013 (Steuerakten 2010\nact. 19 ff. = Einsprache-act. 61 ff.) gegenüber den Ehegatten A.+B.______\nanerkannte die Veranlagungsbehörde die Übertragung der Vermögenswerte\n(ohne Liegenschaften) auf die Aktiengesellschaft zu den bisherigen Buchwerten\nper 1. Januar 2011 als steuerneutrale Umwandlung der Einzelfirma. Sie fand\njedoch, dass damit eine Überführung der nichtübertragenen Liegenschaften ins\nPrivatvermögen stattgefunden habe und die auf den Liegenschaften\neingetretenen Mehrwerte (wiedereingebrachte Abschreibungen sowie\nWertzuwachsgewinn) per 31. Dezember 2010 realisiert worden seien. Zusätzlich\nerstellte die Veranlagungsbehörde für die Einzelfirma eine \"faktische\nSchlussbilanz\" per 31.12.2010 und berücksichtigte den Erfolg vom 01.07.2010\nbis 31.12.2010 der Einzelfirma per 31.12.2010 (\"Überführung in AG per\n01.01.2011\"; vgl. dazu auch Steuerakten 2010 act. 67 f. sowie Einspracheact. 13).\n\nGemäss Verkehrswertschätzung der kantonalen Güterschatzungskommission\nvom 20. Februar 2013 der Stockwerkeinheiten GB-Nr. E._____, H.____ und\nI.____ betrug der Gesamtwert der Liegenschaften Fr. 2'420'000.-- (GB-\nNr. E._____: Fr. 300'000.--; GB-Nr. H.____: Fr. 780'000.--; GB-Nr. I.____:\nFr. 1'340'000.--). Ausgehend von den bisherigen Buch- bzw.\nEinkommenssteuerwerten (Fr. 1'006'000.--) berechnete die\nVeranlagungsbehörde für die Stockwerkeinheiten GB-Nr. E._____, H.____ und\nI.____ wiedereingebrachte Abschreibungen von Fr. 977'225.-- (Kantonale\nSteuern und Direkte Bundessteuer) sowie (zusätzlich) einen Wertzuwachsgewinn\n(bzw. Grundstückgewinn) von Fr. 436'775.-- (Direkte Bundessteuer) (vgl.\nSteuerakten 2010 act. 19 ff.).\n\nB. Die von den Steuerpflichtigen gegen die Veranlagungsverfügung 2010\nerhobene Einsprache vom 16. Mai 2013 wies die Kantonale Steuerkommission/\nKantonale Verwaltung für die direkte Bundessteuer mit Einspracheentscheid\nNr. 42/2013 vom 20. März 2015 ab. Zur Begründung wurde angeführt, nachdem\ndie Liegenschaften nicht per 1. Januar 2011 von der Einzelfirma auf die\nAktiengesellschaft übertragen worden seien, müssten diese per 31. Dezember\n2010 als in das Privatvermögen überführt betrachtet werden. Eine \"verzögerte\nsteuerneutrale Übertragung\" sei in den gesetzlichen Bestimmungen zur\nUmstrukturierung von Personenunternehmungen nicht vorgesehen. Des\nWeiteren stelle die Verwaltung der zurückgebliebenen Liegenschaften für sich\nallein (ohne die bereits übertragenen Vermögenswerte) keine selbständige\nErwerbstätigkeit mehr dar.\n\n"}