{"Signatur": "SZ_VG_001", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2017-11-24", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2017-110_2017-11-24.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "a1447cf9bfd5904d9d66714bc267080e"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2017-110_2017-11-24.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/III_2017_110_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2e6663ab8d0b90c64c27f103b5eda40adfa9fdfffc76b96a3fe3dcc491e410132e053234e390761900ffcd8123272ac04d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2e6663ab8d0b90c64c27f103b5eda40adfa9fdfffc76b96a3fe3dcc491e410132e053234e390761900ffcd8123272ac04d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=III_2017_110", "Checksum": "292e485b1b63f6a13c1ba5dfbed06b34"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["III 2017 110"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 3. 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Kammer 24.11.2017 III 2017 110\nRegeste:\nGemeinde- und Korporationsrecht (Stimmrechtsbeschwerde; Sachabstimmung Verpflichtungskredit ''Südumfahrung Küssnacht, Abschnitt 2'' vom 21.5.2017) | Gemeinde- und Korporationsrecht (bis 12.2.2018)\n\nVerwaltungsgericht des Kantons Schwyz\nKammer III\n\nIII 2017 110\n\nEntscheid vom 24. November 2017\n\nBesetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident\nRuth Mikšovic-Waldis, Richterin\nMonica Huber-Landolt, Richterin\nlic.iur. Prisca Reichlin Brügger, Gerichtsschreiberin\n\nParteien 1. A.________,\nvertreten durch Rechtsanwalt B.________,\n2. B.________,\nBeschwerdeführer,\n\ngegen\n\nBezirk Küssnacht, vertreten durch den Bezirksrat,\nPostfach 176, 6403 Küssnacht,\nVorinstanz,\n\nGegenstand Gemeinde- und Korporationsrecht (Stimmrechtsbeschwerde;\nSachabstimmung Verpflichtungskredit 'Südumfahrung Küssnacht,\nAbschnitt 2' vom 21.5.2017)\nSachverhalt:\n\nA. Für die Bezirksgemeinde vom 3. April 2017 traktandierte der Bezirksrat das\nSachgeschäft \"Gewährung eines Verpflichtungskredites von Fr. 116'484'000.--\n(plus allfälliger Teuerung nach § 17 der Finanzhaushaltsverordnung für die Bezirke und Gemeinden [FHV-BG; SRSZ 153.111] abzüglich kantonaler Beiträge\nfür die Trägerschaftsänderung von Fr. 1'996'000.-- für den Bau der Südumfahrung Küssnacht, Abschnitt 2 Räbmatt-Breitfeld, gestützt auf die an der Urne\nangenommene Pluralinitiative «Südumfahrung PLUS», sowie die Zustimmung\nzur Übernahme der im Abschnitt 2 betroffenen Kantonsstrasse ins Eigentum des\nBezirks Küssnacht.\" Dabei beantragte der Bezirksrat dem Stimmvolk, den Verpflichtungskredit abzulehnen. Denselben Antrag stellte die RPK des Bezirkes\n(Botschaft Bezirksgemeinde vom 3.4.2017, Traktandum 3).\n\nB. Nachdem die Bezirksgemeinde das Geschäft an die Urne überwiesen hat,\nwurde die Vorlage an der Abstimmung vom 21. Mai 2017 mit 2'960 (63%) Ja zu\n1'721 (37%) Nein (bei 44 leeren und einem ungültigen Stimmzettel) angenommen.\n\nC. Am 31. Mai 2017 erheben A.________ und B.________ gegen die\nSachabstimmung Verpflichtungskredit \"für den Bau der Südumfahrung Küssnacht, Abschnitt 2 Räbmatt-Breitfeld\" vom 21. Mai 2017 Stimmrechtsbeschwerde\nmit den Anträgen:\n\n1. Die von den Stimmbürgern des Bezirks Küssnacht an der Urnenabstimmung\nvom 21. Mai 2017 angenommene Sachvorlage\n\"Gewährung eines Verpflichtungskredites von Fr. 116'484'000.-- plus allfälliger\nTeuerung nach § 17 FHV-BG abzüglich kantonaler Beiträge für die Trägerschaftsänderung von Fr. 1'996'000.-- für den Bau der Südumfahrung Küssnacht, Abschnitt 2 Räbmatt-Breitfeld, gestützt auf die an der Urne angenommene Pluralinitiative *Südumfahrung Plus*, sowie der Übernahme der im Abschnitt\n2 betroffenen Kantonsstrasse ins Eigentum des Bezirks Küssnacht\"\nsei aufzuheben.\n\n2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge.\n\nD. Mit Vernehmlassung vom 24. August 2017 beantragt der Bezirksrat, auf die\nBeschwerde sei nicht einzutreten. Eventualiter sei die Beschwerde abzuweisen.\nUnter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten der Beschwerdeführer. Mit\nweiterer Eingabe (datiert 23.5.2017, Postaufgabe 25.10.17) nehmen die Beschwerdeführer Stellung zur Vernehmlassung des Bezirksrates.\n\n2\nDas Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n\n1.1 Gemäss § 51 des Verwaltungsrechtspflegegesetzes (VRP; SRSZ 234.110)\nvom 6. Juni 1974 können Unregelmässigkeiten bei der Vorbereitung und Ergebnisse von Wahlen und Sachabstimmungen des Volkes in den Bezirken und Gemeinden sowie von Bezirks- und Gemeindeversammlungsbeschlüssen (lit. d),\nUnregelmässigkeiten bei der Vorbereitung und Ergebnisse von kantonalen\nSachabstimmungen des Volkes (lit. e) sowie die Verletzungen des Stimmrechts\ndurch Organe der Bezirke, Gemeinden und Zweckverbände (lit. f) mit Verwaltungsgerichtsbeschwerde beim Verwaltungsgericht angefochten werden.\n\nEin analoges Beschwerderecht sieht § 53b Abs. 1 des kantonalen Gesetzes über\nWahlen und Abstimmungen (WAG; SRSZ 120.100) vom 15. Oktober 1970 vor,\nwonach - wer ein schützenswertes Interesse nachweist - mit Beschwerde beim\nVerwaltungsgericht Verletzungen des Stimmrechts durch Organe der Bezirke,\nGemeinden und Zweckverbände (lit. a), Unregelmässigkeiten bei der Vorbereitung von Wahlen und Sachabstimmungen des Volkes in Bezirken und Gemeinden (lit. b), Ergebnisse von Wahlen und Sachabstimmungen des Volkes in\nBezirken und Gemeinden sowie Bezirks- und Gemeindeversammlungsbeschlüsse (lit. c) und Unregelmässigkeiten bei der Vorbereitung und Ergebnisse von kantonalen Sachabstimmungen des Volkes (lit. d) anfechten kann.\n\n1.2.1 Die Anfechtungsfrist beträgt 10 Tage. Fristauslösendes Ereignis bei einem\nGemeinde- bzw. Bezirksversammlungsbeschluss ist der Tag, an dem die Gemeindeversammlung durchgeführt worden ist (vgl. VGE III 2012 95 vom\n24.7.2012 Erw. 1.2.1 mit Hinweisen, u.a. auf § 56 Abs. 2 lit. a, b und c VRP und\n§ 53a Abs. 2 WAG). Bei Unregelmässigkeiten bei der Vorbereitung oder Durchführung von Wahlen und Abstimmungen etc. beginnt die Frist grundsätzlich mit\ndem Entdeckungsgrund, spätestens aber mit dem Versammlungs-, Wahl- oder\nAbstimmungstag, zu laufen (vgl. § 53b WAG; VGE III 2012 95 vom 24.7.2012\nErw. 1.2.1 in fine; VGE III 2011 137 vom 26.10.2011 Erw. 1.2; VGE III 2010\n17+22+41 vom 20.5.2010 Erw. 2.2; Huwyler, Gemeindeorganisation des Kantons\nSchwyz, Rickenbach/ Schwyz 2009, S. 185).\n\n"}