{"Signatur": "SZ_VG_001", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2017-03-20", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2016-99_2017-03-20.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "cecc4b2d3cd5afc7b7b1937cf4527e34"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2016-99_2017-03-20.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/III_2016_99_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2abe23923788d0672b03596612190091148a76053d088c70adc40c6d57a1f6b444a2f9c5def8b1b4d5d98bc7a129dac71d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2abe23923788d0672b03596612190091148a76053d088c70adc40c6d57a1f6b444a2f9c5def8b1b4d5d98bc7a129dac71d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=III_2016_99", "Checksum": "813965dfe1f80d2ef5b576637bf7aacb"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["III 2016 99"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 3. 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Kammer 20.03.2017 III 2016 99\nRegeste:\nPlanungs- und Baurecht (Baubewilligung; Grenzabstandsverlegung) | Planungs- und Baurecht\n\n2.3.2 Art. 20 Abs. 2 lit. a des alten kommunalen Baureglements (aBauR) vom\n2. Dezember 1979 legte für die Zonen W2 bis W4 und die Wohn- und\nGewerbezone einen Grenzabstand von 60 % der Gebäudehöhe, mindestens\naber 5 m fest. Art. 22 Abs. 1 aBauR definierte den Gebäudeabstand analog dem\naBauG (wie auch dem PBG) als Summe zweier benachbarter Grenzabstände.\nUnter Errichtung eines Dienstbarkeitsvertrages konnte der Grenzabstand\nungleich über die Grenze verteilt werden; diese Dienstbarkeit war im Grundbuch\neinzutragen (Art. 22 Abs. 1 Satz 2 aBauR). Bei Bauten auf dem gleichen\nGrundstück war der Gebäudeabstand einzuhalten, wie wenn eine Grenze\ndazwischen läge (Art. 22 Abs. 2 aBauR). Gegenüber Gebäuden, die mit\ngeringerem Grenzabstand vor Inkrafttreten des aBauR erstellt wurden, galt der\n5\nGebäudeabstand als eingehalten, wenn der eigene reglementarische\nGrenzabstand gewährleistet war (Art. 22 Abs. 3 aBauR).\n\n2.4 Mit Schenkungs- und Erbverzichtsvertrag vom 20. Februar 1986 zwischen\ndem Beschwerdeführer und seinem Bruder (Beschwerdegegner) sowie deren\nEltern schenkte der Beschwerdeführer seinem Bruder ab KTN C.________ das\nGrundstück KTN D.________. Unter Ziff. 6.b \"Weitere Bestimmungen\"\nvereinbarten sie folgende Grunddienstbarkeit zu Gunsten KTN D.________ und\nzu Lasten KTN C.________:\nNäherbaurecht und Grenzabstandsverlegung und Verbot der Löschung des\nEintrages ohne Zustimmung der Baubewilligungsbehörde\nDer jeweilige Eigentümer von Grundbuchblatt E.________ räumt hiermit dem\njeweiligen Eigentümer von Grundbuchblatt F.________ das Recht ein, eine\nHauptbaute bis maximal 50 cm an die im Plan ad acta, welcher einen\nintegrierenden Bestandteil dieses Vertrages bildet, grün eingezeichnete\nGrenzstrecke zu stellen.\n\nMassgeblich für Ausmass und Form der Baute sind die der\nBaubewilligungsbehörde eingereichten Pläne.\nDer jeweilige belastete Grundeigentümer verpflichtet sich weiter, zum eigenen\nauch den dem Berechtigten gemäss Baugesetz und Baureglement fehlenden\nGrenzabstand zulasten seiner eigenen Liegenschaft zu übernehmen.\nDieser Dienstbarkeitsvertrag kann nur mit Zustimmung der\nBaubewilligungsbehörde gelöscht werden.\n\n2.5.1 Der Gemeinderat erachtete mit der Baubewilligung vom 11. Mai 2015\ngegenüber KTN D.________ sowohl den grossen Grenzabstand von 6 m wie\nauch den kleinen Grenzabstand von 4 m und ebenso \"das Näherbaurecht\nzugunsten KTN D.________\" sowie den Gebäudeabstand mit einem Abstand\nvon 10 m als eingehalten (Erw. 1.1).\n\n2.5.2 Mit Verwaltungsbeschwerde vom 24. Mai 2015 rügten die\nBeschwerdeführer (Beschwerdegegner im verwaltungsgerichtlichen\nBeschwerdeverfahren), ein Gebäudeabstand von 10 m sei aus den bewilligten\nProjektplänen nicht ersichtlich (Ziff. 4). Gegenüber ihrem Grundstück\nKTN D.________ sei ein Näherbaurecht auf einer Länge von 22 m gültig und im\nGrundbuch eingetragen (Ziff. 5). Im Bereich der Baurechtslinie werde gegenüber\nder fiktiven Grenze statt 6 m nur der kleine Grenzabstand von 4 m eingehalten\n(Ziff. 6 f.).\n\nMit der Replik vom 24. August 2015 machten sie − neben weiteren Rügen (betr.\nBaugesuchsunterlagen; Erschliessung, behindertengerechtes Bauen,\nParkplatzordnung, Wärmepumpe) − geltend, dass das Bauprojekt den\n\n6\nGebäudeabstand nicht einhalte und den Grenzabstand verletze. Das Gebäude\nauf KTN D.________ befinde sich nahe (ca. 1 m) an der Grundstücksgrenze; es\nmüsse daher der kleine Grenzabstand von 4 m eingehalten werden. Die Summe\nder beiden Grenzabstände betrage folglich 10 m, was dem (geforderten)\nGebäudeabstand entspreche (S. 2 f. Rz. 5). Im Sinne des Näherbaurechts vom\n20. Februar 1986 müsse ein Grenzabstand von 9.50 m (4 m + 6 m abzüglich\n0.5 m gemäss Näherbaurecht) eingehalten werden (S. 3 Rz. 7).\n\n"}