{"Signatur": "SZ_VG_001", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2016-11-23", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2016-186_2016-11-23.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "ccf7f298385d223091a3b1be06dea443"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2016-186_2016-11-23.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/III_2016_186_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f25e5bbeb3bdb4e1b95baee56b9fba1b18ca0bfb2a618780eaeb1c028edf49fc6b52dc1b8725f13dd9a14d744432d4845fd7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f25e5bbeb3bdb4e1b95baee56b9fba1b18ca0bfb2a618780eaeb1c028edf49fc6b52dc1b8725f13dd9a14d744432d4845fd7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=III_2016_186", "Checksum": "96a2cccd2876e3fab6fda8b01a71a6a8"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["III 2016 186"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 3. 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Kammer 23.11.2016 III 2016 186\nRegeste:\nSozialhilfe (Rechtsverzögerung; wirtschaftliche Hilfe) | Sozialhilfe\n\n4.1 Die den beanwalteten Beschwerdeführern zustehende Parteientschädigung\nwird für alle Verfahren betreffend Rechtsverweigerung bzw. Rechtsverzögerung\n(inkl. Verfahren vor dem Regierungsrat) nach den im Rückweisungsentscheid\nVGE III 2016 7+21 vom 21. April 2016 in den Erwägungen 5.2.1 bis 5.2.4 im Einzelnen dargelegten Gesichtspunkten festgelegt, auf welche verwiesen wird. Im\nLichte dieser vorstehend angesprochenen Aspekte, namentlich auch der in § 2\ndes anwendbaren Gebührentarifs (SRSZ 280.411) enthaltenen Kriterien (Wichtigkeit der Streitsache, ihrer Schwierigkeit, dem Umfang sowie der Art der\nArbeitsleistung, dem notwendigen Zeitaufwand) und der Obergrenze von § 14\nGebührentarif (von Fr. 8‘400.--) ist das Honorar ermessensweise und um allen\nEventualitäten gerecht zu werden auf maximal Fr. 3‘500.-- festzulegen. Die im\n„Fakturavorschlag“ von Rechtsanwalt Dr.iur. B.________ ab 2. Juni 2016 geltend\ngemachten über 60 Arbeitsstunden à Fr. 280.-- können (einmal abgesehen von\nErwägung 3.3.5) auch noch aus den folgenden Gründen nicht berücksichtigt\nwerden. Zum einen musste Rechtsanwalt Dr.iur B.________ bei pflichtgemässer\n\n9\nAufmerksamkeit wissen, dass nach verwaltungsgerichtlicher Praxis ein maximaler Stundenansatz von Fr. 220.-- inkl. MwSt zur Anwendung kommt (vgl. zit. VGE\nIII 2016 7+21 Erw. 5.2.3; siehe im Vergleich dazu auch das Gesetz über die Entschädigung der nebenamtlichen Richter, SRSZ 140.520, § 3 und § 4 Abs. 1).\nDieser Stundenansatz wurde vom Rechtsvertreter nach Kenntnisnahme dieses\nVGE akzeptiert, da diesbezüglich kein Weiterzug ans Bundesgericht erfolgte.\nWeshalb dieser Stundenansatz nur im Rahmen des Rückweisungsentscheides,\nnicht aber im Streit um die vorgebrachte Rechtsverweigerung bzw. Rechtsverzögerung anwendbar sein sollte, bleibt unerfindlich, zumal in den vorliegenden\nBeschwerdeverfahren betreffend Rechtsverweigerung bzw. Rechtsverzögerung\n(und URP) keine besonders schwierigen Rechtsfragen zu erörtern waren. Sodann beginnt der hier anrechenbare Stundenaufwand für das vorliegend zu beurteilende Rechtsverweigerungs- bzw. Rechtsverzögerungsverfahren nicht bereits\nam 2. Juni 2016 (d.h. rund 14 Tage nach der Zustellung des VGE III 2016 7+21),\nsondern frühestens mit der Eingabe vom 21. Juli 2016 an die kommunale Fürsorgebehörde (siehe Ingress, lit. D). Bereits erwähnt wurde, dass unnötiger bzw.\nübertriebener Rechtsvertretungsaufwand auszuklammern ist (siehe oben), zumal\nes dem Rechtsanwalt ohne weiteres zumutbar gewesen wäre, vor der Einreichung der Beschwerde III 2016 186 die Akten des Regierungsrates (inkl. die\nbetreff. Beschlüsse vom 19.7.2016) anzufordern. Anzufügen ist auch noch, dass\nin komplexen IV-Beschwerdeverfahren, bei welchen umfangreiche IV-Akten (inkl.\ninterdisziplinäre MEDAS-Gutachten) zu würdigen sind, das Bundesgericht regelmässig eine Entschädigung von Fr. 2‘800.-- zuspricht (vgl. statt vieler Urteil des\nBundesgerichts 8C_516/2016 vom 27.10.2016).\n\n4.2 Diese vorstehend ermessensweise festgelegte Parteientschädigung für das\ngesamte Rechtsverweigerungs- und Rechtsverzögerungsbeschwerdeverfahren\n(inkl. Verfahren vor Regierungsrat) von Fr. 3‘500.-- (siehe Erw. 4.1) ist je zur Hälfte von der Gemeinde C.________ (Fr. 1‘750.--) und dem Kanton (Fr. 1‘750.--) zu\nleisten, denn beide Instanzen haben die dargelegte Verletzung von § 16 Abs. 3\nVRP übersehen.\n\n10\nDemnach erkennt das Verwaltungsgericht:\n\n1. Die Beschwerdeverfahren III 2016 168 und III 2016 186 werden vereinigt.\n\n2.1 Die Beschwerde III 2016 186 wird, soweit darauf einzutreten bzw. soweit\nsie nicht gegenstandslos geworden ist, im Sinne der Erwägungen gutgeheissen und der RRB Nr. 777/2016 vom 13. September 2016 wird aufgehoben.\n\n2.2 Mit der Gutheissung der Beschwerde III 2016 186 (gemäss Dispositiv-Ziffer\n2.1) ist den beanwalteten Beschwerdeführern eine Parteientschädigung zuzusprechen (siehe nachfolgend, Dispositiv-Ziffer 4), womit die Beschwerde\nIII 2016 168 im Sinne der Erwägungen gegenstandslos wird.\n\n3. Es werden keine Verfahrenskosten erhoben.\n\n4. Den beanwalteten Beschwerdeführern wird für das gesamte Rechtsver-\nweigerungs- bzw. Rechtsverzögerungsverfahren (inkl. Verfahren vor Regierungsrat) eine Parteientschädigung von gesamthaft Fr. 3‘500.-- zugesprochen, wovon die Gemeinde C.________ sowie der Kanton Schwyz je\nFr. 1‘750.-- zu bezahlen haben.\n\n5. Gegen diesen Entscheid kann innert 30 Tagen seit Zustellung Beschwerde*\nin öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten beim Bundesgericht, Schweizerhofquai 6, 6004 Luzern, erhoben werden (Art. 42 und 82ff. des Bundesgesetzes über das Bundesgericht, BGG, SR 173.110).\n\nSoweit die Beschwerde in öffentlich-rechtlichen Angelegenheiten nicht\nzulässig ist, kann in derselben Rechtsschrift subsidiäre Verfassungsbeschwerde* erhoben und die Verletzung von verfassungsmässigen\nRechten gerügt werden (Art. 113ff. BGG).\n\n6. Zustellung an:\n- den Rechtsvertreter der Beschwerdeführer (2/R)\n- die C.________ (R, inkl. Eingaben der Beschwerdeführer vom\n14.11.2016 und 16.11.2016)\n- den Regierungsrat (2)\n- das Sicherheitsdepartement (inkl. Eingaben der Beschwerdeführer vom\n14.11.2016 und 16.11.2016)\n- die KESB ... (2/R, inkl. Exemplar für Beistand und inkl. Eingaben der\nBeschwerdeführer vom 14.11.2016 und 16.11.2016)\n- und das Departement des Innern (z.K.).\n\n11\nIm Namen des Verwaltungsgerichts\n\nDer Vizepräsident:\n\nDie a.o. Gerichtsschreiberin:\n\n"}