{"Signatur": "SZ_VG_001", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2017-01-31", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2016-140_2017-01-31.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "47dfe6ffa53d4f1b551959393bea2fdc"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2016-140_2017-01-31.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/III_2016_140_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2de1b0585c6565e36fc381edf68b0ccb83a6ddffe8e65fedaeedfcb7d965f586b5e75d9a5111644e32efb3de624bf366ed7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2de1b0585c6565e36fc381edf68b0ccb83a6ddffe8e65fedaeedfcb7d965f586b5e75d9a5111644e32efb3de624bf366ed7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=III_2016_140", "Checksum": "2505b4df18c20d6802b952afa5034c44"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["III 2016 140"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 3. 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Kammer 31.01.2017 III 2016 140\nRegeste:\nGemeinde- und Korporationsrecht (Einbürgerung) | Gemeinde- und Korporationsrecht (bis 12.2.2018)\n\nVerwaltungsgericht des Kantons Schwyz\nKammer III\n\nIII 2016 140\n\nEntscheid vom 31. Januar 2017\n\nBesetzung Dr.iur. Vital Zehnder, Vizepräsident\nRuth Mikšovic-Waldis, Richterin\nMonica Huber-Landolt, Richterin\nMLaw Stefan Getzmann, Gerichtsschreiber\n\nParteien 1. A.________,\n2. B.________,\nBeschwerdeführer,\nbeide vertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. C.________,\n\ngegen\n\nEinbürgerungsbehörde D.________,\nVorinstanz,\n\nGegenstand Gemeinde- und Korporationsrecht (Einbürgerung)\nSachverhalt:\n\nA. A.________ (geboren am ________ 1962, irakischer Staatsangehöriger,\nNiederlassungsbewilligung C) und seine Ehefrau B.________ (geboren am\n________ 1969; irakische Staatsangehörige, Niederlassungsbewilligung C) sind\ndie Eltern von G.________ (geboren am ________1993, Erteilung des\nKantonsbürgerrecht mit RRB Nr. 923/2011 vom 20.9.2011) und J.________\n(geboren am ________1996, Erteilung des Kantonsbürgerrechts mit RRB Nr.\n330/2012 vom 21.3.2012). Im Jahr 1998 reiste die Familie A/B.________ in die\nSchweiz ein. Seit April 1999 haben sie ihren Wohnsitz in der Gemeinde\nD.________ (mit Unterbruch vom 31.7.2005 bis 16.5.2006, Wohnsitznahme in\nder Gemeinde L.________).\n\nB. Am 10. August 2015 (= Eingangsdatum) stellten die Eheleute\nA/B.________ bei der Einbürgerungsbehörde der Gemeinde D.________\ngemeinsam ein Gesuch um ordentliche Einbürgerung, welches in der Folge im\nAmtsblatt des Kantons Schwyz publiziert wurde (Abl ________. Am 27. April\n2016 fand eine Anhörung vor der Einbürgerungsbehörde D.________ statt. Die\nAnhörung beinhaltete eine Befragung der Eheleute A/B.________ über ihre\nPersonalien und persönlichen Verhältnisse sowie Fragen zu den\ngesellschaftlichen und politischen Kenntnissen der Gesuchsteller. Für\nA.________ fiel der Entscheid mit drei zu vier Stimmen und für B.________ mit\neiner zu vier Stimmen (bei einer Enthaltung) negativ aus. Nachdem die\nEinbürgerungsbehörde den Eheleuten A/B.________ die Ablehnung ihres\nGesuchs in Aussicht stellte und die Möglichkeit zum Gesuchsrückzug gab (Vi-act.\n7), reichte der gemeinsame Sohn G.________ eine Stellungnahme ein (datiert\nvom 22.5.2016), worin er die Einbürgerungsbehörde nach Darlegung seiner Sicht\nder Dinge darum ersuchte, den Entscheid noch einmal zu überdenken. Am 23.\nMai 2016 fand eine Besprechung zum Einbürgerungsgesuch statt, an dem\nA.________ und G.________ sowie zwei Mitglieder der Einbürgerungsbehörde\nteilnahmen (Vi-act. 4). A.________ ersuchte darum, erneut vor der\nEinbürgerungsbehörde vorsprechen zu dürfen.\n\nC. Mit Beschluss vom 25. Mai 2016 hielt die Einbürgerungsbehörde\nD.________ was folgt fest:\n1. Das Gesuch von A.________ und B.________, um Erteilung des\nBürgerrechts der Gemeinde D.________ wird abgelehnt.\n2. Gemäss Art. 11 der Richtlinien zum Einbürgerungsverfahren der Gemeinde\nD.________ betragen die Gebühren bei einem negativen Entscheid Fr.\n2'500.00 pro Einzelperson/Ehepartner/eingetragene Partnerschaft (Fr. 700.00\nEin-gang/formelle Prüfung und Fr. 1'800.00 Ablehnungsentscheid). Von den\n\n2\nbereits einbezahlten Fr. 5'300.00 werden den Gesuchstellern Fr. 300.00\nzurück erstattet. Sie werden gebeten, der Einbürgerungsbehörde eine\nentsprechende Kontoverbindung zur Überweisung des Betrags mitzuteilen.\n(3.-4. Rechtsmittelbelehrung, Zustellung).\n\nD. Gegen den Beschluss der Einbürgerungsbehörde D.________ (versendet\nam 17.6.2016) lassen A.________ und B.________ mit Eingabe vom 8. Juli 2016\nrechtzeitig Beschwerde beim Verwaltungsgericht des Kantons Schwyz einreichen\nmit folgenden Rechtsbegehren:\n1. Der Beschluss der Einbürgerungsbehörde D.________ v. 25. Mai 2016 sei\nvollumfänglich aufzuheben.\n2. Es sei festzustellen, dass beide Beschwerdeführer die\nEinbürgerungsvoraussetzungen erfüllen. Eventualiter sei die\nEinbürgerungsbehörde zur ergänzenden Abklärung und Neubeurteilung zu\nverpflichten.\n3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Staates.\n\nE. Vernehmlassend beantragt die Vorinstanz am 16. August 2016 im\nHauptstandpunkt die Abweisung der Beschwerde und im Eventualstandpunkt die\nSistierung des Verfahrens, unter Kostenfolge zulasten der Beschwerdeführer.\nZum Sistierungsantrag wird unter Verweis auf das Schreiben des\nZivilstandsamtes N.________ vom 21. Juni 2016 (Vi-act. 1) ausgeführt, dass es\nsich bei den eingereichten Geburtsurkunden der Beschwerdeführer um\nFälschungen handle und deswegen ein Strafverfahren gegen diese eröffnet\nworden sei, womit die Einbürgerungsvoraussetzungen gemäss § 7 Abs. 2 lit. b\ndes kantonalen Bürgerrechtsgesetzes (kBüG; SRSZ 110.100) vom 20. April 2011\nnicht erfüllt seien. In Abweichung des Sachentscheides vom 25. Mai 2016 werde\ndeshalb nachträglich ein Nichteintretensentscheid geltend gemacht.\n\n"}