{"Signatur": "SZ_VG_001", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2016-07-28", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2016-11_2016-07-28.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "4334d14243fa73cb8b699f8dd7aaf7d4"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2016-11_2016-07-28.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/III_2016_11_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f21d39f6f655e655d8b642581b3fff2d0132b31b832b6f4c099cc3f1e2f28ee7004013be517c29ef6914ecc4f21edc1c0cd7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f21d39f6f655e655d8b642581b3fff2d0132b31b832b6f4c099cc3f1e2f28ee7004013be517c29ef6914ecc4f21edc1c0cd7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=III_2016_11", "Checksum": "c9ac65b8b243bd1bcfd6342168a2c770"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["III 2016 11"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 3. 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Kammer 28.07.2016 III 2016 11\nRegeste:\nLand- und Forstwirtschaftsrecht (BGBB, Bewilligung zum Erwerb eines landwirtschaftlichen Grundstücks) | Land- und Forstwirtschaftsrecht\n\nVerwaltungsgericht des Kantons Schwyz\nKammer III\n\nIII 2016 11\n\nEntscheid vom 28. Juli 2016\n\nBesetzung lic.iur. Achilles Humbel, Präsident\nRuth Mikšovic-Waldis, Richterin\nMonica Huber-Landolt, Richterin\nMLaw Severin Ganz, a.o. Gerichtsschreiber\n\nParteien A.________ AG,\nBeschwerdeführerin,\nvertreten durch Rechtsanwalt Dr.iur. B.________,\n\ngegen\n\n1. Amt für Landwirtschaft, , 6431 Schwyz,\nVorinstanz,\n2. C.________,\nBeigeladene,\nvertreten durch D.________,\n\nGegenstand Land- und Forstwirtschaftsrecht (BGBB, Bewilligung zum Erwerb\neines landwirtschaftlichen Grundstücks)\nSachverhalt:\n\nA. Die A.________AG ist eine in der Baustoff- und Baubranche tätige\nUnternehmensgruppe. Mit Schreiben vom 17. Juli 2015 (Vi-act. 3) stellte die\nA.________ AG (…) beim Amt für Landwirtschaft des Kantons Schwyz das\nGesuch um Bewilligung eines dem Bundesgesetz über das bäuerliche\nBodenrecht (BGBB; SR 211.412.11) vom 4. Oktober 1991 unterstehenden\nGrundstückerwerbs. Sie legte dabei unter anderem dar, dass die A.________AG\nfür den Kiesabbau und dessen Folgearbeiten darauf angewiesen sei, den\nLandwirten, welche ihr Land für den Kiesabbau zur Verfügung stellen,\nRealersatzflächen unentgeltlich überlassen zu können. Hierzu würden\nGebrauchsleiheverträge nach Art. 305 ff. OR abgeschlossen, um den Bauern die\nweitere Bewirtschaftung sichern zu können. Infolgedessen sei die\nA.________AG auf Realersatzflächen angewiesen.\n\nKonkret beabsichtigte die A.________AG gemäss dem Schreiben vom 17. Juli\n2015 und dem beiliegenden Kaufvertragsentwurf (Vi-act. 4) den Erwerb des\nGrundstücks KTN 001.________, welches sich im Eigentum von C.________\nbefindet und eine Gesamtfläche von 4‘109m2 aufweist (davon 395m2 in der\nBauzone, 3‘714m2 in der Landwirtschaftszone). Zu diesem Grundstück gehört\nzudem ein hälftiges Miteigentum an der Nachbarparzelle KTN 002.________,\nwelches vollständig in der Bauzone liegt, 68m2 umfasst und ebenfalls im\nEigentum von C.________ liegt. Der m2-Preis für den Erwerb des\nlandwirtschaftlichen Teils von KTN 001.________ wurde von den Parteien auf Fr.\n12.-- bestimmt (Vi-act. 4).\n\nB. Mit Schreiben vom 16. September 2015 (Vi-act. 5) nahm das Amt für\nLandwirtschaft Stellung zum Gesuch der A.________ AG und hielt u.a. fest, dass\nKTN 001.________ gestützt auf Art. 2 Abs. 2 lit. c BGBB dem BGBB unterstellt\nsei, KTN 002.________ hingegen gemäss Art. 2 Abs. 3 i.V.m. Art. 7 BGBB nicht.\nEs machte die A.________AG darauf aufmerksam, dass es für die Erteilung der\nBewilligung an notwendigen Angaben mangle (namentlich die Lage des\nGrundstücks, gegen das eingetauscht werden soll) und zudem der vereinbarte\nKaufpreis mit Fr. 12.-- pro m2 über dem zulässigen Höchstmass von Fr. 6.20 pro\nm2 liege. Ferner wurde die A.________AG auf das Pächtervorkaufsrecht nach\nArt. 47 Abs. 2 BGBB hingewiesen. Mit Schreiben vom 27. Oktober 2015 (Vi-act.\n6) nahm die A.________AG diesbezüglich ergänzend Stellung.\n\nC. Am 18. November 2015 verfügte das Amt für Landwirtschaft was folgt\n(Verfügung BGBB: 2015-127 [Vi-act. 7]):\n\n2\n3.1 Dem Erwerb des Grundstücks KTN 001.________ durch die A.________ AG\nwird zugestimmt. Der Verkaufspreis für den ausserhalb der Bauzone liegenden Teil\ndes Grundstücks mit einer Fläche von 3 714 m2 beträgt Fr. 22 284.--.\n3.2 Die Bewilligung wird erteilt unter der Auflage, dass der Eigentumsübertrag auf\nE.________ (bzw. dessen Rechtsnachfolger) innert 15 Jahren nach dem Erwerb\n(Datum Grundbucheintrag) erfolgen muss. Sofern diese Auflage nicht eingehalten\nwird, besteht Rückveräusserungspflicht gemäss Art. 64 Abs. 1 Bst. c BGBB.\n3.3 Die Auflage gemäss obiger Ziffer 3.2 ist im Grundbuch zu KTN 003.________\nwie folgt als Anmerkung festzuhalten: \"Rückveräusserungspflicht\".\n(3.4-3.6: Kosten, Rechtsmittelbelehrung und Zustellung).\n\nD. Mit Erklärung vom 20. November 2015 verzichtete das\nSicherheitsdepartement und mit Erklärung vom 21. November 2015 C.________\nauf die Erhebung der Beschwerde gegen die Verfügung vom 18. November 2015\n(Vi-act. 8).\n\nE. Mit E-Mail vom 2. Dezember 2015 (Vi-act. 9 S. 3) bestätigte das Amt\nfür Landwirtschaft der A.________ AG den Inhalt eines Telefonats vom\nvorhergehenden Tag, wonach der Widerruf der Verfügung BGBB: 2015-127 vom\n18. November 2015 beabsichtigt sei. Diesbezüglich äusserte sich die\nA.________ AG mit E-Mail vom 7. Dezember 2015 (Vi-act. 9 S. 2 f.), dass sie\nsich für den Fall des Widerrufs eine berichtigte Verfügung wünschen würde, so\ndass sie gegebenenfalls ein Rechtsmittel ergreifen könnte. Demgegenüber\nersuchte das Amt für Landwirtschaft die A.________AG mit E-Mail vom 14.\nDezember 2015 (Vi-act. 9 S. 2) um die Beantwortung der folgenden Fragen:\n– Halten die Gesuchsteller am ursprünglichen Gesuch vom 17. Juli 2015 fest?\n– Bleibt die A.________AG bei ihrer Haltung, dass nämlich das zu erwerbende\nGrundstück (soweit es dem Geltungsbereich des BGBB unterstellt ist) nach\ndem Erwerb definitiv in ihrem Eigentum verbleiben soll und nicht an\nE.________ weiter veräussert werden soll?\n\n"}