{"Signatur": "SZ_VG_001", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2017-01-31", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2016-108_2017-01-31.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "57dee98a11b21110568ef42778677be8"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2016-108_2017-01-31.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/III_2016_108_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2f3aa02bf86b121f36622076001999004745a6adf61f74d53e78a6f1cf43025994c1d75c29eb959e68da32b2ad9346a42d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2f3aa02bf86b121f36622076001999004745a6adf61f74d53e78a6f1cf43025994c1d75c29eb959e68da32b2ad9346a42d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=III_2016_108", "Checksum": "506a5f6129fbc85394f56b155afeaa9f"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["III 2016 108"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 31.01.2017 III 2016 108"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz Verwaltungsgericht 3. Kammer 31.01.2017 III 2016 108"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto Verwaltungsgericht 3. Kammer 31.01.2017 III 2016 108"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz Verwaltungsgericht 3. Kammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto Verwaltungsgericht 3. Kammer"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Kammergericht"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Planungs- und Baurecht (Gestaltungsplan) | Planungs- und Baurecht"}], "ScrapyJob": "446973/76/536", "Zeit UTC": "22.02.2026 23:26:48", "Checksum": "922a1c988f64d062061b5ce7785f92f2", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Schwyz Verwaltungsgericht 3. Kammer 31.01.2017 III 2016 108\nRegeste:\nPlanungs- und Baurecht (Gestaltungsplan) | Planungs- und Baurecht\n\n5.2.1 Der Gestaltungsplan ist nach den vorerwähnten Bestimmungen\n(Erw. 2.1.1 ff.) und der Rechtsprechung ein Sondernutzungsplan, dessen\nFunktion grundsätzlich darin besteht, für ein bestimmtes Gebiet eine\narchitektonisch und hygienisch gute, der baulichen und landschaftlichen\nUmgebung angepasste Überbauung, Gestaltung und Erschliessung zu\nermöglichen und damit gesamthaft eine bessere Lösung zu erzielen, als dies mit\nden Bau- und Nutzungsvorschriften der Grundordnung möglich wäre (vgl. VGE III\n2011 80 vom 23.11.2011 Erw. 3.4 mit Hinweisen; M. Gisler, Ausgewählte Fragen\nzum Gestaltungsplan im Kanton Schwyz, in: ZBl 2000, S. 393ff., S. 394f.; VGE\n602/89 vom 29.5.1990, Erw. 4.2, publ. in EGV-SZ, S. 65, mit Verweis auf BGE\n113 Ib 230).\n\n5.2.2 Was die Korrelation zwischen Vorteilen des Gestaltungsplanes und den\nbeantragten Abweichungen von der Regelbauweise anbelangt, gilt nach\nkonstanter Rechtsprechung, dass je mehr Vorteile im Sinne von § 24 Abs. 3 PBG\nins Gewicht fallen, desto grösser die Ausnahmen im Gestaltungsplan sein dürfen\n(vgl. VGE III 2010 66 vom 26.8.2010 Erw. 2.1 mit Hinweisen, u.a. auf Gisler,\n\n16\na.a.O., ZBl 2000, S. 393ff., v.a. S. 410; vgl. auch BGE 135 II 223, Erw. 5.8,\nwonach erhebliche Abweichungen von der Grundnutzungsordnung in einer\numfassenden Interessenabwägung zu begründen sind). Dies bedeutet\numgekehrt, dass bei geringen Vorteilen des Gestaltungsplanes im Vergleich zur\nGrundordnung weniger Abweichungen von der Regelbauweise gerechtfertigt\nsind. Mit anderen Worten ist ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Vorteilen\ndes Gestaltungsplanes einerseits und dem (zulässigen) Ausmass der\nAbweichungen von der Regelbauweise anderseits nötig. Die Überprüfung dieses\ndargelegten Verhältnisses setzt voraus, dass nicht nur die Vorteile bzw.\nMehrleistungen des Gestaltungsplanes untersucht und bejaht werden, sondern\nauch das Ausmass der (maximalen) Abweichungen von der Regelbauweise\nhinreichend überprüft und definiert wird. Anzufügen ist, dass das Bundesgericht\nim zit. Urteil 1C_188/2007 vom 1. April 2009 (= BGE 135 II 219) in Erwägung 5.2\nfestgehalten hat, dass die Abweichungen nicht dazu führen dürfen, dass die\nplanerisch und demokratisch abgestützte Grundordnung ihres Sinngehalts\nentleert würde.\n\n5.2.3 Im Beschwerdeverfahren kommt dem Regierungsrat als erste\nBeschwerdeinstanz prinzipiell volle Überprüfungszuständigkeit zu (Art. 33 Abs. 3\nlit. b RPG). Dem steht der Grundsatz, dass den nachgeordneten\nPlanungsträgern der nötige Ermessenspielraum zu belassen ist (vgl. § 15 Abs. 3\nPBG), nicht entgegen. Der Regierungsrat hat zu prüfen, ob das\nPlanungsermessen richtig und zweckmässig ausgeübt worden ist, freilich im\nBewusstsein seiner spezifischen Rolle als kantonale Rechtsmittelinstanz und\nnicht als kommunale Planungsinstanz. Er hat dann einzuschreiten, wenn die\nvorgesehene Lösung aufgrund überkommunaler öffentlicher Interessen als\nunzweckmässig erscheint oder den für die Raumplanung wegleitenden\nGrundsätzen und Planungszielen (auch Richtplanaussagen, welche jedoch auf\ndie Rechtmässigkeit hin überprüfbar sind) nicht entspricht (vgl. VGE III 2013 198\nvom 24.4.2014 Erw. 6.2.1 m.w.H.; BGE 131 II 81 Erw. 7.2.1; BGE 127 II 238 Erw.\n3b/aa; Aemisegger/Haag, Kommentar RPG, Art. 33 Rz. 55 ff.; Waldmann/ Hänni,\nHandkommentar RPG, 2006, Art. 33 N 64 ff.; Peter Hänni, Planungs-, Bau- und\nbesonderes Umweltschutzrecht, 5.A., 2008, S. 529 f.). Soweit der Regierungsrat\nden Gestaltungsplan nicht als Beschwerde- sondern als Genehmigungsbehörde\nprüft, ist dagegen zu beachten, dass er seit dem Erlass des PBG 1987 nicht\nmehr befugt ist, im Rahmen der Genehmigung nach § 28 PBG bei der Prüfung\nvon Plänen und Vorschriften auf ihre Rechtmässigkeit und auf ihre\nÜbereinstimmung mit kantonalen Plänen zusätzlich noch eine\nZweckmässigkeitsprüfung durchzuführen. Dies wurde vom Gesetzgeber bewusst\ngestrichen (vgl. VGE III 2009 125 Erw. 3.2.1 ff.).\n17\n5.2.4 Dem Verwaltungsgericht kommt gestützt auf § 55 Abs. 1 des\nVerwaltungsrechtspflegegesetzes (VRP, SRSZ 234.110) sowie in Beachtung von\nArt. 110 des Bundesgesetzes über das Bundesgericht (BGG; SR 173.110) vom\n17. Juni 2005 und Art. 6 EMRK (SR 0.010) als zweite Beschwerdeinstanz nur\nmehr eine beschränkte Kognition zu, nämlich eine Rechtskontrolle inkl.\nSachverhaltsüberprüfung, indes keine Ermessenskontrolle (vgl. VGE III 2008 247\nvom 28.7.2009 Erw. 2.2 mit Hinweisen auf BGE 131 II 81 Erw. 6.6; R. Herzog,\nArt. 6 EMRK und die kantonale Verwaltungsrechtspflege, S. 369f.;\nWaldmann/Hänni a.a.O. Art. 33 N 80a, 81; VGE 1023-1025/04 vom 27.8.2004\nErw. 3.2; VGE 1015/99 vom 19.11.1999 Erw. 4c, Prot. S. 1246). Art. 33 Abs. 3\nlit. b RPG wird Genüge getan, wenn einer übergeordneten und von der\nplanfestsetzenden Behörde unabhängigen Beschwerdeinstanz, welche nicht ein\nGericht sein muss, volle Kognition zukommt (BGE 127 II 238 Erw. 3b/bb;\nBundesgerichtsurteile 1C_420/2015 vom 22.4.2016 Erw. 3.4; 1a.123/2003 und\n1P.345/2003 vom 7.6.2004 Erw. 4.1 [i.S. S. u.w. vs. Gemeinderat Arth]).\n\n"}