{"Signatur": "SZ_VG_001", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2016-01-29", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2015-220_2016-01-29.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "9854674e89fc367c4ca590c9ed2063d8"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2015-220_2016-01-29.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/III_2015_220_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2bae19a701b18267f2908d07c2f0a5ddc7ae3b79c989326993aad3e40c0a9091b6e863951d26708f41786175a8e161e08d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f2bae19a701b18267f2908d07c2f0a5ddc7ae3b79c989326993aad3e40c0a9091b6e863951d26708f41786175a8e161e08d7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=III_2015_220", "Checksum": "637849a70d85e3fdcf0200b068c90f76"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["III 2015 220"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 3. 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Gion Tomaschett, Vizepräsident\nRuth Mikšovic-Waldis und Monica Huber-Landolt, Richterinnen\nlic.iur. Josef Mathis, Gerichtsschreiber\n\nParteien A.________,\nBeschwerdeführer,\nvertreten durch Rechtsanwalt MLaw F.________,\n,\n\ngegen\n\n1. B.________, ,\n2. Regierungsrat des Kantons Schwyz, Bahnhofstrasse 9,\nPostfach 1260, 6431 Schwyz,\nVorinstanzen,\n\nGegenstand Sozialhilfe\nSachverhalt:\n\nA. A.________ (geb. am … 1954, von Bosnien und Herzegowina mit Niederlassungsbewilligung C) ist gelernter Maurer und war zuletzt vom 5. Januar 1998\nbis zum 18. Mai 2001 (letzter effektiver Arbeitstag) als Monteur für die … erwerbstätig. Am 6. März 2002 meldete er sich bei der IV-Stelle Schwyz zum Bezug von IV-Leistungen an. Nach diversen Abklärungen sprach die IV-Stelle mit\nWirkung ab 1. April 2004 eine Viertelsrente, für den Zeitraum vom 1. August\n2005 bis zum 31. Dezember 2005 eine ganze IV-Rente und anschliessend wiederum eine Viertelsrente zu (bis 31.7.2008). Die Bemühungen von A.________,\nauch für den Zeitraum ab 1. August 2008 IV-Rentenleistungen zu erhalten, blieben erfolglos (vgl. VGE 2009 85 vom 17.11.2009 sowie Urteil des Bundesgerichts 8C_1076/2009 vom 21.1.2010; VGE I 2010 133 vom 23.11.2010 und Urteil\ndes Bundesgerichts 8C_36/2011 vom 18.2.2011; vgl. Vorbescheid der IV-Stelle\nvom 3.6.2014).\n\nB. In der Zwischenzeit hatte sich A.________ bei der B.________ gemeldet,\nwelche ihn seit März 2002 wirtschaftlich unterstützt. Im Beschluss Nr. 97 vom 20.\nApril 2015 ermittelte die B.________, dass sich die bisherige finanzielle Unterstützung für A.________ auf eine Gesamtsumme von Fr. 272'500.-- beläuft. Mit\ndiesem Beschluss stellte die B.________ die wirtschaftliche Unterstützung per\n31. März 2015 unter Verweis auf die Erwägungen ein. In den Erwägungen wurde\nsinngemäss ausgeführt, dass A.________ − ohne vorgängige Meldung an die\nFürsorgebehörde − ein Freizügigkeitsguthaben von Fr. 24'477.02 bezogen sowie\ndavon Fr. 23'000.-- zweckwidrig für private Zwecke (Schuldentilgung) statt für\nseinen Lebensunterhalt verwendet habe.\n\nC. Eine gegen diesen Beschluss am 15. Mai 2015 erhobene Beschwerde hat\nder Regierungsrat mit RRB Nr. 1057/2015 vom 10. November 2015 abgewiesen.\nGegen diesen am 17. November 2015 versandten und am 19. November 2015\nausgehändigten RRB liess A.________ rechtzeitig am 9. Dezember 2015 beim\nVerwaltungsgericht Beschwerde erheben mit den folgenden Rechtsbegehren:\n1. Der Beschluss des Regierungsrates Nr. 1057/2015 vom 10. November 2015\nsei aufzuheben.\n2. Der Beschwerde sei die aufschiebende Wirkung zu erteilen.\n3. Dem Beschwerdeführer sei die unentgeltliche Prozessführung zu bewilligen\nsowie den Unterzeichneten als unentgeltlichen Rechtsvertreter zu ernennen.\n4. Unter Kosten- und Entschädigungsfolge zu Lasten der Vorinstanz.\n\n2\nMit Vernehmlassung vom 23. Dezember 2015 beantragte das Sicherheitsdepartement, die Beschwerde sei unter Kostenfolge zulasten des Beschwerdeführers\nabzuweisen.\n\nMit Eingaben vom 8. Januar 2016 beantragte die B.________, es sei die Beschwerde abzuweisen, sofern darauf einzutreten sei, alles unter Kosten- und\nEntschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdeführers. Zudem ersuchte die\nFürsorgebehörde darum, dass der Beschwerde die aufschiebende Wirkung zu\nentziehen sei.\n\nDas Verwaltungsgericht zieht in Erwägung:\n\n1.1 Das Recht auf Hilfe in Notlagen ist ein verfassungsmässiger Anspruch\n(Art. 12 der Schweizerischen Bundesverfassung [BV; SR 110]). Wer in Not gerät\nund nicht in der Lage ist, für sich zu sorgen, hat Anspruch auf Hilfe und Betreuung und auf die Mittel, die für ein menschenwürdiges Dasein unerlässlich sind.\nDieses Grundrecht garantiert allerdings nicht ein Mindesteinkommen; verfassungsrechtlich geboten ist nur, was für ein menschenwürdiges Dasein unabdingbar ist und vor einer unwürdigen Bettelexistenz zu bewahren vermag (BGE 121 I\n367 Erw. 2c). Das verfassungsmässig geschützte Grundrecht auf Hilfe in Notlagen beschränkt sich auf ein Minimum im Sinne einer Überlebenshilfe (BGE 130 I\n71 Erw. 4.1 m.H.).\n\n"}