{"Signatur": "SZ_VG_001", "Spider": "SZ_Verwaltungsgericht", "Sprache": "de", "Datum": "2015-03-04", "HTML": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2014-181_2015-03-04.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "eaee88fb362f853131b7761229b2a0a6"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Verwaltungsgericht/SZ_VG_001_III-2014-181_2015-03-04.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/vg/tribunavtplus/ServletDownload/III_2014_181_2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f26a290a1c12ae2e45c839cb8e97fbfdb70a698e9b89f25f536cf99ed83b4f870c3d4015271505e3f002e98c91f7eaa64ed7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77?path=2ea3265bbbf0121da8fa1a58cc2377f26a290a1c12ae2e45c839cb8e97fbfdb70a698e9b89f25f536cf99ed83b4f870c3d4015271505e3f002e98c91f7eaa64ed7631ab626b4db55c3f6deb72c3b0c77&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=III_2014_181", "Checksum": "3039a5ec022c5a5d863327dd92cab221"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["III 2014 181"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Verwaltungsgericht 3. 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Kammer 04.03.2015 III 2014 181\nRegeste:\nLand- und Forstwirtschaftsrecht (beschränktes Tierhalteverbot) | Land- und Forstwirtschaftsrecht\n\n7.3.1 Wie bereits erwähnt, wird die Verpflichtung zur Reduktion des\nViehbestandes von den Vorinstanzen auch mit der Erfüllung von Art. 23 Abs. 1\nlit. b TSchG begründet. Die Ergebnisse der amtstierärztlichen Kontrollen ab 2008\nzeigten, dass der Beschwerdeführer mehrfach gegen verschiedene\nTierschutzbestimmungen verstossen habe (insbesondere Art. 3 Abs. 3, Art. 5\nAbs. 2, Art. 8 Abs. 2 sowie Art. 37 der Tierschutzverordnung). Beim\nBeschwerdeführer seien somit jahrelang Verstösse gegen die\n\n11\nTierschutzbestimmungen festgestellt worden, weshalb das beschränkte\nTierhalteverbot auch nach Art. 23 Abs. 1 lit. b TSchG begründet sei.\n\n7.3.2 Soweit der Beschwerdeführer zunächst die Anwendbarkeit von Art. 23\nAbs. 1 lit. b TSchG mit der Begründung bestreitet, diese Bestimmung gelange\nnur zur Anwendung, wenn keine Tierschutzbestimmungen verletzt seien,\nsondern aus anderen Gründen eine Unfähigkeit zur Tierhaltung bestehe, kann\nihm klarerweise nicht gefolgt werden. Unfähigkeit im Sinne von Art. 23 Abs. 1\nlit. b TSchG liegt gerade dann vor, wenn die betreffende Person nicht die\ngrundsätzlichen Verhaltensgebote und -verbote des Tierschutzgesetzes zu befolgen vermag (Urteil BGer 2C_378/2012 vom 1.11.2012 Erw. 3.1 m.H.).\n\n7.3.3 Gemäss den Akten wurden auf dem Hof des Beschwerdeführers in den\nletzten Jahren wiederholt, teilweise gravierende, Mängel festgestellt:\n\n- Am 5. März 2001 erstattete der Tierarzt Dr. M., D.________, beim\nVeterinäramt Anzeige gegen den Beschwerdeführer wegen nicht\ntiergerechter Haltung (ungenügender Auslauf der Tiere, Kühe auf zu\nkurzen Lagern, kein Platz im Krippenbereich, Lichtmangel, kein Einstreu\nbei den Kühen, schlechte Klauen- und Gesundheitspflege).\n- Am 20. Juli 2001 wurde der Beschwerdeführer durch den Kantonstierarzt\nnach einer Kontrolle und Befragung verwarnt.\n- Welche Mängel in den Folgejahren beim Beschwerdeführer festgestellt\nwerden konnten, ergibt sich nicht aus den Akten. Immerhin ergeben sich\naus dem Schreiben des Amtes für Landwirtschaft vom 29. April 2005\nverschiedene in den Vorjahren beanstandete Mängel im Bereich\nTierschutz (Kontrollen vom 17.9.2002 und vom 18.11.2002: div. bauliche\nMängel, fehlender Winterauslauf; Kontrollen vom 22.5.2003 und vom\n12.11.2003: Kälber angebunden; Kontrolle vom 19.10.2004: Kälber\nangebunden,\nRinder zu wenig Einstreu; Kontrolle vom 14.3.2005 und 21.4.2005: Kälber\nangebunden, Einstreu mangelhaft, Winterauslauf ungenügend). Aus dem\nSchreiben des Amtes für Landwirtschaft vom 4. August 2010 an den\nBeschwerdeführer ergibt sich zudem, dass dem Beschwerdeführer in\nden Jahren 2005 und 2006 wegen Mängeln im Bereich Tierschutz keine\nDirektzahlungen ausgerichtet wurden.\n\n- Nach verschiedenen Tierschutzmeldungen und einer Kontrolle vom\n24. Oktober 2008 erliess der Kantonstierarzt am 27. November 2008 eine\nBeanstandungserklärung, worin festgehalten wurde, dass Rinder auf der\nWeide ohne Wasser gehalten würden (Art. 37 Abs. 2 TSchV), die Kälber\n12\nteilweise in Anbindehaltung gehalten würden (Art. 38 Abs. 1 und Abs. 3\nTSchV), den Kälbern zu wenig und ungeeigneter Platz zur Verfügung\nstehe (Art. 10 i.V.m. Anhang 1 Tabelle 1 TSchV) und der Stall zu dunkel\nsei (Art. 33 Abs. 3 TSchV). Anlässlich der Nachkontrolle vom 11.\nDezember 2008 wurde festgestellt, dass Sägemehl zu knapp eingestreut\nwar (Art. 39 Abs. 2 TSchV). Eine Kuh war an einer zu kurzen Kette (Art. 3,\n8 und 10 TSchV), einige Tiere waren stark verschmutzt (Art. 3 Abs. 1 und\n3, Art. 5 Abs. 1 TSchV), die Kälber hatten immer noch zu wenig Platz (Art.\n10 i.V.m. Anhang 1 Tabelle 1 TSchV), der Stall war immer noch zu dunkel\n(Art. 33 Abs. 3 und 4 TSchV), Lager und Stand waren bei einigen Tieren\nzu kurz (Art. 10 Abs. 1 i.V.m. Anhang 1 Tabelle 1 TSchV). Als grober\nMangel wurde auch die schlechte Luftqualität in einem Stall qualifiziert\n(Art. 11 Abs. 1 TSchV). Mit Verfügung vom 7. Januar 2009 wurde der\nBeschwerdeführer zur sofortigen Mängelbehebung verpflichtet.\n\n"}