Neben den bisherigen und den aktuellen Verhältnissen ist auch die wahrscheinliche finanzielle Entwicklung auf längere Sicht abzuwägen. Ein Widerruf soll in Betracht kommen, wenn eine Person hohe finanzielle Unterstützungsleistungen erhalten hat und nicht damit gerechnet werden kann, dass sie in Zukunft für ihren Lebensunterhalt sorgen wird (Bundesgerichtsurteil 2C_74/2010 vom 10.6.2010, Erw. 3.4, mit Hinweisen auf die Botschaft zum AuG vom 8.3.2002, BBl 2002 3810 Ziff. 2.9.2 zu Art. 62; 2C_672/2008 vom 9.4.2009 Erw. 2.2; zum ANAG: BGE 119 Ib 1 Erw. 3b; 123 II 529 Erw. 4 S. 533; vgl. 2C_345/2011 vom 3.10.2011, Erw. 2.2; 2C_268/2011 vom 22.7.2011 [frz.]