{"Signatur": "SZ_KG_999", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2025-12-23", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_999_GPR-2025-5_2025-12-23.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "297a17f214b23cd905c3f60462d224e6"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_999_GPR-2025-5_2025-12-23.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/GPR_2025_5_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2e5520e97035ff1131f987ae25561603d0f3d9044436b342559139c4dce2f26bf7b254a9e5dfd217f06ba0c818ec695ebea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2e5520e97035ff1131f987ae25561603d0f3d9044436b342559139c4dce2f26bf7b254a9e5dfd217f06ba0c818ec695ebea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=GPR_2025_5", "Checksum": "3414493bc3e1b38faec6b8e0d2b5255d"}, "Scrapedate": "2026-08-19", "Scrapetime": "23:40:43", "Num": ["GPR 2025 5"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht Sonstiges 23.12.2025 GPR 2025 5"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht Sonstiges"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz  Sonstiges"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto  Sonstiges"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Präsidial"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Vollstreckung | Diverses"}], "ScrapyJob": "446973/54/2361", "Zeit UTC": "29.10.2026 23:41:57", "Checksum": "f6f291fef99d7daff85f478879622fc6", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Schwyz Kantonsgericht Sonstiges 23.12.2025 GPR 2025 5\nRegeste:\nVollstreckung | Diverses\n\nc) Im Verfahren betreffend die (super-)provisorischen Massnahmen traten\nneben der vorliegenden Gesuchstellerin auch U.________ sowie V.________\nals Gesuchsteller auf (GPR 2023 3). Sie formten zu dritt zwar eine einfache\nStreitgenossenschaft (GPR 2023 3, Verfügung vom 2. Oktober 2023, E. 2e),\ndoch stellten sie im Rahmen des (super-)provisorischen Massnahmeverfahrens\nkeine separaten, sondern nur gemeinsame Rechtsbegehren, in denen sie nicht\nzwischen den jeweiligen Gesuchstellern unterschieden (vgl. GPR 2023 3, Verfügung vom 25. Mai 2023, S. 1 ff., und Verfügung vom 2. Oktober 2023, E. 1a).\nDementsprechend erfolgten die (super-)provisorischen Anordnungen auch in\nGutheissung der gemeinsamen Rechtsbegehren der damaligen Gesuchsteller\n(vgl. GPR 2023 3, Verfügungen vom 25. Mai 2023 und vom 2. Oktober 2023,\njeweils Dispositivziffern 1 ff.). Es wurde insbesondere weder im Dispositiv noch\nin der Begründung unterschieden, inwieweit die Internetkampagne sowie die\nInternet- und Social Media-Beiträge die jeweiligen Gesuchsteller einzeln betreffen (vgl. GPR 2023 3, Verfügungen vom 25. Mai 2023 und vom 2. Oktober\n2023). Dass und inwiefern den einzelnen Gesuchstellern des zu vollstreckenden Entscheids die Berechtigung zukommt, die Vollstreckung der angeordneten\nBeseitigungs- und Unterlassungsansprüche bzw. die Ausfällung der angedrohten Ordnungsbusse allein zu verlangen, ergibt sich aus dem zu vollstreckenden\nEntscheid somit nicht. Die anwaltlich vertretene Gesuchstellerin im vorliegenden Verfahren macht denn auch nicht geltend und belegt ebenso wenig, dass\nsie berechtigt sei, das Vollstreckungsgesuch allein zu stellen, obwohl die Gesuchsgegner 1–2 die Aktivlegitimation der Gesuchstellerin ausdrücklich bestritten. Entsprechendes ergibt sich aus den Akten ebenfalls nicht. Aus diesen\nKantonsgericht Schwyz 18\n\nGründen ist das Gesuch der Gesuchstellerin mangels Identität der Parteien des\nErkenntnis- und Vollstreckungsverfahrens (vgl. vorne E. 3a; vgl. auch Droese,\na.a.O., Art. 339 ZPO N 13) abzuweisen (vgl. BGer 4A_603/2014 vom 11. November 2015, E. 4.2), soweit auf dieses einzutreten ist (siehe vorne E. 2a/bb\nund 2b/bb).\n\nAnders zu entscheiden würde bedeuten, dass einem allfälligen separaten Gesuch von U.________ und/oder V.________ um Ausfällung der angedrohten\nOrdnungsbusse gestützt auf dieselben Lebensumstände die (beschränkte) materielle Rechtskraft des Vollstreckungsentscheids nicht entgegengehalten werden könnte, weil die Parteien nicht dieselben wären (vgl. BGE 139 III 126,\nE. 3.1; vgl. Huber, a.a.O., Rn. 249; vgl. Droese, a.a.O., Art. 339 ZPO N 26 ff.;\nvgl. Kellerhals, in: Hausheer/Walter [Hrsg.], Berner Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, Band II, 2012, Art. 341 ZPO N 42).\n\n4. Die Gesuchsgegner 1–2 beantragen sodann die Einstellung der Vollstreckung der Verfügungen vom 25. Mai 2023 und 2. Oktober 2023 (GPR 2023 3)\nsowie vom 22. Februar 2024 (GPR 2023 8) in Anwendung von Art. 337 Abs. 2\nZPO (KG-act. 12, Antrag Ziff. 2). Mit Verfügung vom 22. Februar 2024 wurden\ndie Gesuchsgegner unter solidarischer Haftbarkeit für den Zeitraum vom\n10. Juni 2023 bis am 13. Dezember 2023 zur Bezahlung einer Ordnungsbusse\nvon Fr. 93’500.00 (187 Tage à Fr. 500.00) gestützt auf die entsprechende Androhung in den Verfügungen vom 25. Mai 2023 und 2. Oktober 2023\n(GPR 2023 3) verpflichtet (siehe vorne E. 1a).\n\na) Bei der direkten Vollstreckung kann die unterlegene Partei beim Vollstreckungsgericht um Einstellung der Vollstreckung ersuchen. Art. 341 ZPO gilt dabei sinngemäss (Art. 337 Abs. 2 ZPO). Das Gesetz sieht eine solche Möglichkeit bei der indirekten Vollstreckung nicht vor. Gemäss herrschender Lehre ist\nKantonsgericht Schwyz 19\n\nein Gesuch um Einstellung der Vollstreckung aber auch im Rahmen der indirekten bzw. zweistufigen Vollstreckung möglich (Droese, a.a.O., Art. 337 ZPO\nN 28; Huber, a.a.O., Rn. 236; Staehelin, in: Sutter-Somm/Lötscher/Leuenberger/Seiler [Hrsg.], Kommentar zur Schweizerischen Zivilprozessordnung,\nBand II, 4. A. 2025 Art. 341 ZPO N 21; Kellerhals, a.a.O., Art. 341 ZPO N 51).\nDie unterlegene Partei kann sich diesfalls aber nur auf Tatsachen berufen, die\nseit Erlass des Entscheids des Vollstreckungsgerichts eintraten, d.h., sie kann\nnur solche Einwendungen vorbringen, die sie nicht bereits bei der Anhörung vor\ndem Vollstreckungsrichter hätte vorbringen können (Huber, a.a.O., Rn. 237;\nDroese, a.a.O., Art. 337 ZPO N 28; Staehelin, a.a.O., Art. 341 ZPO N 21; Kellerhals, a.a.O., Art. 341 ZPO N 51). Neue Tatsachen und Beweise im Rahmen\nvon Art. 229 ZPO bleiben vorbehalten (Huber, a.a.O., Rn. 237; Staehelin,\na.a.O., Art. 341 ZPO N 21).\n\nDas Einstellungsverfahren vor dem Vollstreckungsgericht richtet sich sinngemäss nach Art. 341 ZPO, allerdings mit vertauschten Rollen. Die unterlegene\nPartei ist mithin Gesuchstellerin und die obsiegende Partei ist Gesuchsgegnerin\n(Huber, a.a.O., Rn. 309). Der berechtigten Partei ist Gelegenheit zur Stellungnahme zu geben, weil das Vollstreckungsverfahren kontradiktorisch ist (Art. 341\nAbs. 2 ZPO; Huber, a.a.O., Rn. 313; Droese, a.a.O., Art. 337 ZPO N 27).\n\n"}