{"Signatur": "SZ_KG_999", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2024-02-22", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_999_GPR-2023-8_2024-02-22.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "dafdded39127090cab6595bb847d2ecc"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_999_GPR-2023-8_2024-02-22.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/GPR_2023_8_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2e4fb1143a0faf3a8f2e0a8c0a299518cc42b62640b592b76df619ebfb6d4e1e0bb371b2acc3a902700a5e206e42e76a0ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2e4fb1143a0faf3a8f2e0a8c0a299518cc42b62640b592b76df619ebfb6d4e1e0bb371b2acc3a902700a5e206e42e76a0ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=GPR_2023_8", "Checksum": "da3a283b2f04e7b99e811cbfb31d1475"}, "Scrapedate": "2025-11-26", "Num": ["GPR 2023 8"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht Sonstiges 22.02.2024 GPR 2023 8"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht Sonstiges"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz  Sonstiges"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto  Sonstiges"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Präsidial"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Vollstreckung | Diverses"}], "ScrapyJob": "446973/54/2011", "Zeit UTC": "26.11.2025 23:44:10", "Checksum": "325fe6e24c751382d927392b3d1df764", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Schwyz Kantonsgericht Sonstiges 22.02.2024 GPR 2023 8\nRegeste:\nVollstreckung | Diverses\n\nb) Das Vollstreckungsgericht prüft die Voraussetzungen der\nVollstreckbarkeit von Amtes wegen (Art. 341 Abs. 1 ZPO). Zu klären ist\nnamentlich, ob ein Vollstreckungstitel vorliegt, ob dieser formell rechtskräftig\nist, ob die Vollstreckung nicht aufgeschoben oder die vorzeitige Vollstreckung\nbewilligt wurde, ob der Entscheid den Parteien gehörig eröffnet wurde, ob sich\nder Gegenstand der Vollstreckung klar und eindeutig aus dem zu\nvollstreckenden Entscheid ergibt, und ob die Parteien des\nVollstreckungsverfahrens mit denjenigen des Erkenntnisverfahrens identisch\nsind (Huber, Die Vollstreckung von Urteilen nach der Schweizerischen ZPO,\nZürich/St. Gallen 2016, Rz. 189; vgl. Droese, in: Spühler/Tenchio/Infanger\n[Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. A. 2017,\nArt. 341 ZPO N3 f.). Diesbezüglich gilt der eingeschränkte\nKantonsgericht Schwyz 7\n\nUntersuchungsgrundsatz (Huber, Die Vollstreckung von Urteilen nach der\nSchweizerischen ZPO, Zürich/St. Gallen 2016, Rz. 190; Kofmel Ehrenzeller,\nin: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar, Schweizerische\nZivilprozessordnung, 3. A. 2021, Art. 341 ZPO N 4; Droese, in: Spühler/\nTenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar, Schweizerische\nZivilprozessordnung, 3. A. 2017, Art. 341 ZPO N 6). Neue Tatsachen und\nBeweismittel zu den Voraussetzungen der Vollstreckbarkeit berücksichtigt das\nGericht demnach bis zur Urteilsberatung (Art. 229 Abs. 3 ZPO). Hingegen\nunterliegen die materiellen Einwendungen dem Verhandlungsgrundsatz\n(Kofmel Ehrenzeller, in: Oberhammer/Domej/Haas [Hrsg.], Kurzkommentar,\nSchweizerische Zivilprozessordnung, 3. A. 2021, Art. 341 ZPO N 7;\nvgl. Droese, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler Kommentar,\nSchweizerische Zivilprozessordnung, 3. A. 2017, Art. 341 ZPO N 3). Aufgrund\nder materiellen Rechtskraft des zu vollstreckenden Entscheids sind die\nmateriellen Einwendungsmöglichkeiten auf echte Noven beschränkt (Huber,\nDie Vollstreckung von Urteilen nach der Schweizerischen ZPO, Zürich/St.\nGallen 2016, Rz. 212). Zulässig sind insbesondere die Einwendungen der\nTilgung, Stundung, Verjährung oder Verwirkung (Art. 341 Abs. 3 ZPO).\n\nc) Der Hauptprozess wurde mit Klage vom 15. November 2023 beim\nKantonsgericht Schwyz eingeleitet (KG-act. 1, ZK1 2023 40). Das Verfahren\nist noch rechtshängig, sodass die vorsorglichen Massnahmen weiterhin\nbestehen (vgl. Sprecher, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.], Basler\nKommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. A. 2017, Art. 267 ZPO\nN 3.a). Die Vollstreckbarkeit der vorsorglichen Massnahmen wurde nicht\naufgeschoben. Die Verfügung betreffend superprovisorische Massnahmen\nvom 25. Mai 2023 konnte den Gesuchsgegnern am 26. Mai 2023 mit\neingeschriebener Sendung zugestellt werden. Gegen diese Verfügung\nbestand kein Rechtsmittel (Sprecher, in: Spühler/Tenchio/Infanger [Hrsg.],\nBasler Kommentar, Schweizerische Zivilprozessordnung, 3. A. 2017, Art. 265\nZPO N 32). Die Verfügung betreffend vorsorgliche Massnahmen vom\nKantonsgericht Schwyz 8\n\n2. Oktober 2023 (GPR 2023 3) erwuchs im November 2023 unangefochten in\nRechtskraft. Die Gesuchsgegner holten die eingeschrieben versandte\nVerfügung vom 2. Oktober 2023 (GPR 2023 3) nicht ab, obwohl sie mit einer\ngerichtlichen Zustellung rechnen mussten (KG-act. 30-32, GPR 2023 3),\nweshalb sie spätestens mit Ablauf der postalischen Abholfrist am 10. Oktober\n2023 als zugestellt galt (Art. 138 Abs. 3 lit. a ZPO). Die Eröffnung der zu\nvollstreckenden Verfügung ist demnach rechtmässig. Schliesslich sind auch\ndie Parteien gemäss den Verfügungen vom 25. Mai 2023 und vom 2. Oktober\n2023 dieselben wie im vorliegenden Gesuch.\n\nd) Mit der superprovisorischen Verfügung vom 25. Mai 2023 (KG-act. 5,\nGPR 2023 3, Dispositivziffer 1) wurden die Gesuchsgegner angewiesen, die\nWebsites „H.________.org“ sowie „I.________.com“ zu deaktivieren, den Ins-\ntagram-Kanal „J.________“ und jegliche anderen von ihnen verantworteten\nVeröffentlichungen (inkl. „Petitionssammlungen“) im Internet zu diesem Thema zu löschen (s. dazu die oben genannten, E. 1). Zudem wurde den Gesuchsgegnern in Dispositivziffer 1 der Verfügung untersagt, herabsetzende,\nwahrheitswidrige und/oder ehrverletzende, rufschädigende Äusserungen über\ndie Gesuchsteller rund um den Themenkomplex „K.________“, „violence\nagainst women and children“, „female abuser“ etc. öffentlich zu verbreiten –\nsei es über digitale, sei es über analoge Kanäle –, d.h. insbesondere keine\nkontextuelle Verbindung der Gesuchssteller (Firma/Namen) mit den nachfolgenden Begriffen – in jedweder Sprache – irgendwelcher Art zu schaffen: „abuse“ (bzw. dt.: Missbrauch), „violence against women and children“ (bzw. dt.:\nGewalt gegen Frauen und Kinder), „female abuser“ (bzw. dt.: Missbrauch von\nFrauen). Schliesslich wurde den Gesuchsgegnern die Verwendung und Verbreitung von grafischen Darstellungen sowie Icons verbunden mit dem Text\n„L.________“ untersagt, insbesondere das bildlich aufgeführte Icon (s.o.,\nE. 1). Die Dispositivziffer 1 der Verfügung vom 2. Oktober 2023 (GPR 2023 3)\nbetreffend vorsorgliche Massnahmen enthält denselben Wortlaut.\nKantonsgericht Schwyz 9\n\n"}