{"Signatur": "SZ_KG_999", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2022-05-23", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_999_GPR-2022-3_2022-05-23.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "1228bf6e902ff56a7ac3834d7c211a3d"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_999_GPR-2022-3_2022-05-23.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/GPR_2022_3_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d22c1c7a41cf15a5fa7245c5051ff21a210031718d4516939b864dfc2aff8e0b1f3db54fbba3ee974ac6e31603f62b4357ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d22c1c7a41cf15a5fa7245c5051ff21a210031718d4516939b864dfc2aff8e0b1f3db54fbba3ee974ac6e31603f62b4357ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=GPR_2022_3", "Checksum": "d130f7e959069b18ac59c0e9e2fc8b42"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["GPR 2022 3"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht Sonstiges 23.05.2022 GPR 2022 3"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht Sonstiges"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz  Sonstiges"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto  Sonstiges"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "vorsorgliche Massnahmen | Massnahmen ZIvilrecht"}], "ScrapyJob": "446973/54/2069", "Zeit UTC": "22.01.2026 22:12:28", "Checksum": "cbbf7a77eebf481f2c30a91679b2fefc", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Schwyz Kantonsgericht Sonstiges 23.05.2022 GPR 2022 3\nRegeste:\nvorsorgliche Massnahmen | Massnahmen ZIvilrecht\n\nUnlauter handelt insbesondere, wer andere, ihre Waren, Werke, Leistungen,\nderen Preise oder ihre Geschäftsverhältnisse durch unrichtige, irreführende\noder unnötig verletzende Äusserungen herabsetzt (Art. 3 Abs. 1 lit. a UWG;\nBlattmann, in: Heizmann/Loacker [Hrsg.], UWG Kommentar, Art. 3 Abs. 1 lit. a\nUWG N 31). Eine Herabsetzung liegt erst vor, wenn der Durchschnittsabnehmer in der fraglichen Äusserung und unter Würdigung aller Umstände ein eigentliches Verächtlichmachen, Heruntermachen oder Schlechtmachen erblickt. Ob eine Äusserung nach Art. 3 Abs. 1 lit. a UWG unlauter ist, ist objektiviert nach Massgabe des Durchschnittsadressaten, aber unter Würdigung\nKantonsgericht Schwyz 37\n\nder konkreten Umstände, zu beurteilen (vgl. BGer, Urteil 4A_254/2007 vom\n29. Januar 2008 E. 2.1, Berger, in: Hilty/Arpagaus [Hrsg.], Basler Kommentar,\nBundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb [UWG], 2013, Art. 3 Abs. 1\nlit. a UWG N 15 ff.; Heizmann, in: Oesch/Weber/Zäch [Hrsg.], Wettbewerbsrecht II, Kommentar, 2. A., 2021, Art. 3 Abs. 1 Bst. a UWG N 6). Zuerst ist der\nAdressatenkreis und danach ist darin der Durchschnittsadressat mit seinen\ndurchschnittlichen Fähigkeiten, Erfahrungen und Kenntnissen zu bestimmen.\nAnschliessend ist das Verhalten aus Sicht eines solchen Durchschnittsadressaten in guten Treuen, nach allgemeiner Lebenserfahrung, im Lichte der konkreten Umstände, bei durchschnittlicher Aufmerksamkeit unter Einbezug des\nGesamteindrucks zu würdigen (Handelsgericht Zürich, Urteil HG170194-O\nvom 11. März 2020 E. II.5.1.2; Heizmann, a.a.O., Art. 3 Abs. 1 Bst. a UWG\nN 11). Erforderlich ist eine gewisse Schwere, d.h., die Äusserung muss über\neine im Wettbewerb als noch üblich angesehene kritische Auseinandersetzung mit einem Wettbewerbsteilnehmer hinausgehen. Die objektive Eignung\nzur Herabsetzung genügt, ein Herabsetzungserfolg oder eine Herabsetzungsabsicht ist mithin nicht vorausgesetzt (Berger, a.a.O., Art. 3 Abs. 1 lit. a UWG\nN 27 f. m.H.; Spitz, in: Jung/Spitz [Hrsg.], Handkommentar zum Bundesgesetz\nüber den unlauteren Wettbewerb, 2. A., 2016, Art. 3 lit. a UWG N 29 f.; Berger, a.a.O., N 28 zu Art. 3 Abs. 1 lit. a UWG; Blattmann, in: Heizmann/Loacker\n[Hrsg.], UWG Kommentar, Art. 3 Abs. 1 lit. a UWG N 31 ff.; Heizmann, a.a.O.,\nArt. 3 Abs. 1 Bst. a UWG N 7 ff.). Unrichtig ist eine Äusserung, wenn sie nicht\nmit der Realität übereinstimmt. Eine (wahre) Äusserung ist irreführend, wenn\nsie geeignet ist, beim Durchschnittsadressaten eine falsche Vorstellung hervorzurufen (Berger, a.a.O., Art. 3 Abs. 1 lit. a UWG N 38; Blattmann, a.a.O.,\nArt. 3 Abs. 1 lit. a UWG N 56; Spitz, a.a.O., Art. 3 Abs. 1 lit. a UWG N 37).\nUnnötig verletzend ist eine Aussage, wenn sie angesichts des Sachverhalts,\nden sie beschreiben bzw. bewerten soll, weit über das Ziel hinausschiesst,\nvöllig sachfremd bzw. unsachlich, mithin unhaltbar ist (BGer Urteile\n4C.342/2005 vom 11. Januar 2006 E. 2.3 und 6S. 340/2003 vom 4. Juni 2004\nE. 3.1).\nKantonsgericht Schwyz 38\n\nb) Parteivorbringen\n\naa) Der Gesuchsteller bringt zusammengefasst vor, die Äusserungen der\nGesuchsgegnerinnen würden aktive Handlungen darstellen, die objektiv auf\neine Beeinflussung der Wettbewerbsverhältnisse angelegt seien; die Gesuchsgegnerinnen würden den Gesuchsteller offenbar bewusst aus dem\nSchweizer Markt verdrängen wollen (KG-act. 1 Rz. 87). Die Behauptungen\nund Unterstellungen gemäss den Rechtsbegehren Ziff. 1.i-1.xix seien unwahr\nund falsch und würden daher den Tatbestand von Art. 3 Abs. 1 lit. a UWG\nerfüllen (KG-act. 1 Rz. 88). Insbesondere seien die Aussagen gemäss\nRechtsbegehren Ziff. 1.i-x unlauter (KG-act. 1 Rz. 90).\n\nbb) Die Gesuchsgegnerinnen machen zusammengefasst geltend, Werturteile könnten per definitionem nicht unrichtig sein. Die Tatsachenbehauptungen\nund der Tatsachenkern bei den gemischten Werturteilen seien wahr (KGact. 9 Rz. 72 f.; KG-act. 17 Rz. 79 f.). Die monierten Aussagen würden sich\nsodann in keiner Weise zur Irreführung über einen Sachverhalt eignen, dessen Hintergründe den möglichen Adressaten bereits bekannt sei (KG-act. 9\nRz. 74; KG-act. 17 Rz. 81). Die Aussagen seien ferner auch nicht unnötig verletzend, insbesondere nicht, wenn man sie den Aussagen des Gesuchstellers\nin seinem Schreiben vom 13. Januar 2022, das an alle Präsidentinnen und\nPräsidenten der Schweizer I.________ Clubs versandt worden sei, gegenüberstelle (KG-act. 9 Rz. 75 ff.; KG-act. 17 Rz. 82 f.).\n\nc) Sachverhalt\n\nDer Gesuchsteller stützt sich auf die gleichen Aussagen wie bei der Persönlichkeitsverletzung. Es kann folglich auf den dort festgestellten Sachverhalt\nverwiesen werden (vgl. E. 4.c).\nKantonsgericht Schwyz 39\n\nd) Würdigung\n\naa) Soweit die Gesuchsgegnerinnen an der Informationsveranstaltung vom\n29. September 2021 und in den Schreiben vom 22. November 2021 und\n8. Dezember 2021 ausführten, es bestünden Unstimmigkeiten innerhalb des\nGesuchstellers, stimmt dies mit den Ausführungen beider Parteien überein,\nweshalb diesbezüglich von unbestritten gebliebenen Sachverhaltsdarstellungen auszugehen ist (vgl. E. 4.d.cc).\n\nbb) Einzelne Aussagen\n\n"}