{"Signatur": "SZ_KG_999", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2022-05-23", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_999_GPR-2022-3_2022-05-23.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "1228bf6e902ff56a7ac3834d7c211a3d"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_999_GPR-2022-3_2022-05-23.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/GPR_2022_3_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d22c1c7a41cf15a5fa7245c5051ff21a210031718d4516939b864dfc2aff8e0b1f3db54fbba3ee974ac6e31603f62b4357ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d22c1c7a41cf15a5fa7245c5051ff21a210031718d4516939b864dfc2aff8e0b1f3db54fbba3ee974ac6e31603f62b4357ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=GPR_2022_3", "Checksum": "d130f7e959069b18ac59c0e9e2fc8b42"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["GPR 2022 3"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht Sonstiges 23.05.2022 GPR 2022 3"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht Sonstiges"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz  Sonstiges"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto  Sonstiges"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "vorsorgliche Massnahmen | Massnahmen ZIvilrecht"}], "ScrapyJob": "446973/54/2069", "Zeit UTC": "22.01.2026 22:12:28", "Checksum": "cbbf7a77eebf481f2c30a91679b2fefc", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Schwyz Kantonsgericht Sonstiges 23.05.2022 GPR 2022 3\nRegeste:\nvorsorgliche Massnahmen | Massnahmen ZIvilrecht\n\nDie Verletzung kann sowohl durch Tatsachenbehauptung (Informationen),\nWerturteile (Meinungsäusserungen, Kommentare, Kritiken) oder durch gemischte Werturteile (Tatsachenkern mit Wertungen) erfolgen (BGer Urteil\n5A_975/2015 vom 4. Juli 2016 E. 5.1; Handelsgericht Zürich, Urteil\nHE190244-O vom 14. August 2019 E. 4.a). Die Verbreitung wahrer Tatsachen\nist grundsätzlich nicht persönlichkeitsverletzend, es sei denn, sie geschehen\nohne sachlichen Grund (z.B. Aufgreifen länger zurückliegender Vorstrafen\noder die Ausbreitung intimer Details oder sonderbarer Vorlieben und Neigungen; Meili, a.a.O., Art. 28 ZGB N 43). Demgegenüber ist die Verbreitung unwahrer Tatsachen in aller Regel widerrechtlich, ausser die Unwahrheit betrifft\nnur irrelevante Nebenpunkte (Handelsgericht Zürich, Urteil HE190244-O vom\n14. August 2019 E. 4.a; vgl. auch BGE 126 III 209 E. 3.a, der als Ausnahme\nbeispielsweise den Bericht über eine Pressemitteilung einer Polizeibehörde\nnennt, bei dem die Quelle angegeben wird und der Bericht selber nicht kommentiert wird). Werturteile, die einer Wahrheitsprüfung nicht zugänglich sind,\nsind zulässig, sofern sie aufgrund des Sachverhalts, auf den sie sich beziehen, vertretbar erscheinen (BGE 126 III 305 E. 4.b.bb). Dementsprechend\nsind Werturteile als Persönlichkeitsverletzung zu qualifizieren, wenn sie unnötig herabsetzend sind (Handelsgericht Zürich, Urteil HE190244-O vom\n14. August 2019 E. 4.a; Meili, a.a.O., Art. 28 ZGB N 44). Bei gemischten Werturteilen gelten für den Sachbehauptungskern die gleichen Voraussetzungen\nwie für Tatsachenbehauptungen, unnötige Herabsetzungen sind aber auch\ndann ehrverletzend, wenn sie auf einer wahren Tatsachenbehauptung beruhen (BGE 138 III 641 E. 4.1.3; BGer Urteil 5A_975/2015 vom 4. Juli 2016\nE. 5.1; Handelsgericht Zürich, Urteil HE190244-O vom 14. August 2019\nE. 4.a).\n\nb) Parteivorbringen\n\naa) Dem Gesuchsteller obliegt es, glaubhaft zu machen, dass ein ihm zustehender Anspruch verletzt ist oder eine Verletzung zu befürchten ist\nKantonsgericht Schwyz 17\n\n(vgl. E. 4.a.aa). In Bezug auf die geltend gemachte Persönlichkeitsverletzung\nbringt er zusammengefasst vor, die Gesuchsgegnerinnen hätten sich an der\nInformationsveranstaltung vom 29. September 2021, im Kündigungsschreiben\nvom 22. November 2021 sowie im Schreiben vom 8. Dezember 2021 persönlichkeitsverletzend geäussert. Konkret hätten die Gesuchsgegnerinnen ausgeführt, dass\n\n- sich der Gesuchsteller und/oder sein Vorstand markenschädigend\nverhalten habe (vgl. Rechtsbegehren Ziff. 1.i), die vom Gesuchsteller und/oder seinem Vorstand zu verantwortende aktuelle Situation markenschädigend sei (vgl. Rechtsbegehren Ziff. 1.ii) sowie der Vorstand die Schuld für den markenschädigenden Streit in\nder Schweizer Clublandschaft trage (vgl. Rechtsbegehren Ziff. 1.iii;\nKG-act. 1 Rz. 4, 12, 39 f., 65, 72);\n\n- der Gesuchsteller seine Aufgabe und Berufung nicht mehr erfülle\n(vgl. Rechtsbegehren Ziff. 1.iv) sowie der Vorstand seine Aufgabe\nnicht richtig erfülle (vgl. Rechtsbegehren Ziff. 1.v; KG-act. 1 Rz. 4,\n41, 73);\n\n- man wegen des schuldhaften Verhaltens des Gesuchstellers diesem das Recht an der Verwendung der Marke I.________ entziehen (vgl. Rechtsbegehren Ziff. 1.vi) und der Lizenzvertrag vom\n20. Oktober 2001 sofort gekündigt werden müsse (vgl. Rechtsbegehren Ziff. 1.vii) sowie der Vereinsname ab sofort nicht mehr\nverwendet werden dürfe (vgl. Rechtsbegehren Ziff. 1.viii; KG-act. 1\nRz. 40, 75);\n\n- das Vertrauen vieler Schweizer I.________ Clubs in den Gesuchsteller wegen falschen Verhaltens des Gesuchstellers stark gelitten habe, weswegen der Lizenzvertrag vom 20. Oktober 2001 frist-\nKantonsgericht Schwyz 18\n\nlos gekündigt werden müsse (vgl. Rechtsbegehren Ziff. 1.ix), das\nVertrauen der Gesuchsgegnerinnen in den Vorstand des Gesuchstellers aufgrund schuldhaften Verhaltens nicht mehr gegeben sei,\ninsbesondere hinsichtlich der Befriedung und Harmonisierung der\nSchweizer Clublandschaft (vgl. Rechtsbegehren Ziff. 1.x; KG-act. 1\nRz. 41, 51, 76 ff.);\n\n- die Gesuchsgegnerinnen aufgrund von Vorkommnissen keine\nGrundlage für eine Fortführung der Zusammenarbeit mehr hätten\nund der Lizenzvertrag vom 20. Oktober 2001 daher fristlos zu kündigen sei (vgl. Rechtsbegehren Ziff. 1.xi; KG-act. 1 Rz. 44, 80);\n\n- es den Gesuchsgegnerinnen nicht mehr zumutbar sei, die\nJ.________ und andere Veranstaltungen durch den Gesuchsteller\norganisieren zu lassen, insbesondere die J.________ 2022\n(vgl. Rechtsbegehren Ziff. 1.xii; KG-act. 1 Rz. 4, 41, 44, 73);\n\n- beim Gesuchsteller und/oder beim Vorstand des Gesuchstellers\nkein tragfähiges und funktionierendes Konstrukt vorhanden sei,\ninsbesondere hinsichtlich der J.________ 2022\n(vgl. Rechtsbegehren Ziff. 1.xiii), sowie dass die Gesuchsgegnerinnen wegen schuldhaften Verhaltens die Rechte für die\nJ.________ 2022 an eine andere Landesgesellschaft übertragen\nmüssten (vgl. Rechtsbegehren Ziff. 1.xiv; KG-act. 1 Rz. 5, 33, 81);\n\n- innerhalb des Gesuchstellers „Querelen“ bestünden (vgl. Rechtsbegehren Ziff. 1.xv; KG-act. 1 Rz. 52, 78, 98);\n\n"}