{"Signatur": "SZ_KG_999", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2018-11-30", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_999_GPR-2018-19_2018-11-30.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "42915fff9e9e4be00f7f93070a58c65b"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_999_GPR-2018-19_2018-11-30.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/GPR_2018_19_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2dd067121580dbad271e89527ea1d7bbfc4745fdcd70e673f35f6a8d707b955faaffcbf4931684a4e018bb11111376174ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2dd067121580dbad271e89527ea1d7bbfc4745fdcd70e673f35f6a8d707b955faaffcbf4931684a4e018bb11111376174ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=GPR_2018_19", "Checksum": "87e559d26c2cb9d991c91a41041a5ece"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["GPR 2018 19"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht Sonstiges 30.11.2018 GPR 2018 19"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht Sonstiges"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz  Sonstiges"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto  Sonstiges"}, {"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Präsidial"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Einstellung, Kostenauflage | Wirtschaftl. 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Mai 2018, SUH 2018 421);-\n\nhat der Kantonsgerichtsvizepräsident,\nKantonsgericht Schwyz 2\n\nnachdem sich ergeben und in Erwägung:\n\n1. a) A.________ (nachfolgend: Beschwerdeführer) wurde verdächtigt, am\n13. März 2018, um 08.43 Uhr, nach dem Konsum von Cannabis einen Personenwagen von Goldau herkommend via Sattel und Biberbrugg bis nach Pfäffikon gelenkt zu haben (angefochtene Verfügung, E. 1). Nachdem der durchgeführte Drogenschnelltest positiv auf Cannabis ausgefallen war, ordnete die\nStaatsanwaltschaft Höfe Einsiedeln (nachfolgend: Strafverfolgungsbehörde)\neine Blut- und Urinentnahme sowie deren Analyse durch das Institut für\nRechtsmedizin der Universität Zürich an (U-act. 9.1.02). Mit pharmakologischtoxikologischem Gutachten vom 4. April 2018 stellte dieses fest, dass der in\nArt. 34 lit. a VSKV-ASTRA i.V.m. Art. 2 Abs. 2 lit. a VRV festgelegte Nachweisgrenzwert unter Berücksichtigung des Vertrauensbereichs nicht überschritten wurde und beim Beschwerdeführer insofern keine Verminderung der\nFahrfähigkeit vorlag (U-act. 11.1.02, Ziff. 2.2). Aus diesem Grund stellte die\nStrafverfolgungsbehörde das Verfahren gegen den Beschwerdeführer wegen\nFührens eines Motorfahrzeugs in fahrunfähigem Zustand gemäss Art. 91\nAbs. 2 lit. b SVG mit Verfügung vom 25. Mai 2018 ein, auferlegte ihm jedoch\ndie Verfahrenskosten von Fr. 1‘539.25 und richtete ihm weder eine Entschädigung noch eine Genugtuung aus (vgl. angefochtene Verfügung, E. 3–5).\nDarüber hinaus erliess die Strafverfolgungsbehörde gleichentags einen Strafbefehl gegen den Beschwerdeführer, mit dem sie diesen als Folge des Vorfalls vom 13. März 2018 der vorsätzlichen groben Verletzung der Verkehrsregeln durch unvorsichtiges Überholen trotz Gegenverkehr, der vorsätzlichen\neinfachen Verletzung der Verkehrsregeln durch Überschreiten der allgemeinen Höchstgeschwindigkeit von 80 km/h ausserorts sowie der mehrfachen\nWiderhandlung gegen das Betäubungsmittelgesetz i.S.v. Art. 19a Ziff. 1\nBetmG schuldig sprach und ihm die Verfahrenskosten von Fr. 1‘170.00 auferlegte (U-act. 14.1.01). Der Beschwerdeführer erhob dagegen Einsprache\n(U-act. 14.1.03).\nKantonsgericht Schwyz 3\n\nb) Gegen die Einstellungsverfügung vom 25. Mai 2018 erhob der Beschwerdeführer am 3. Juni 2018 (Postaufgabe: 4. Juni 2018) rechtzeitig Beschwerde beim Kantonsgericht mit dem sinngemässen Antrag, in Aufhebung\nder Dispositivziffern 2 und 4 der angefochtenen Verfügung seien die Verfahrenskosten von Fr. 1‘539.25 auf die Staatskasse zu nehmen und es sei ihm\ndie „unentgeltliche Rechtspflege“ zu gewähren (KG-act. 1). Mit Verfügung vom\n6. Juni 2018 wies die Verfahrensleitung den Beschwerdeführer betreffend sein\nGesuch um „unentgeltliche Rechtspflege“ darauf hin, dass das Strafprozessrecht u.a. die amtliche Verteidigung gemäss Art. 132 Abs. 1 lit. b StPO vorsehe, dafür aber weitere Voraussetzungen aufstelle, und dass das Gesuch deshalb ohne Gegenbemerkung nicht weiter behandelt und ad acta gelegt werde\n(KG-act. 2). Die Strafverfolgungsbehörde reichte am 11. Juni 2018 die Beschwerdevernehmlassung ein (KG-act. 3), woraufhin der Beschwerdeführer\nam 24. Juni 2018 (Postaufgabe: 25. Juni 2018) eine Stellungnahme einreichte, ohne sich zur Verfügung vom 6. Juni 2018 bzw. zur amtlichen Verteidigung\nzu äussern (KG-act. 5).\n\n2. Im Falle einer Verfahrenseinstellung können der beschuldigten Person\ndie Verfahrenskosten gemäss Art. 426 Abs. 2 StPO ganz oder teilweise auferlegt werden, wenn sie rechtswidrig und schuldhaft die Einleitung des Verfahrens bewirkte. Gemäss der Praxis des Bundesgerichts ist eine solche Kostenauflage mit Art. 32 Abs. 1 BV und Art. 6 Ziff. 2 EMRK nur dann vereinbar,\nwenn die beschuldigte Person in zivilrechtlich vorwerfbarer Weise, d.h. im\nSinne einer analogen Anwendung der sich aus Art. 41 ff. OR ergebenden\nGrundsätze, gegen eine Verhaltensnorm der schweizerischen Rechtsordnung\nklar verstiess und dadurch das Strafverfahren veranlasste (vgl. Urteil des\nBundesgerichts 6B_1273/2016 vom 6. September 2017, E. 1.4; vgl. BGE 119\nIa 332, E. 1b; vgl. BGE 116 Ia 162, E. 2c; vgl. auch Domeisen, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler Kommentar Schweizerische Strafprozessordnung, 2. A. 2014, N 37 zu Art. 426 StPO). Die Kostenauflage darf sich in\ntatsächlicher Hinsicht nur auf unbestrittene oder bereits klar nachgewiesene\nKantonsgericht Schwyz 4\n\n"}