{"Signatur": "SZ_KG_004", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2017-06-19", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_004_BEK-2017-32_2017-06-19.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "4aa96319d9459362896b04d59e414b50"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_004_BEK-2017-32_2017-06-19.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/BEK_2017_32_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2eb04b054edf2273792dd828123753d811fbbd1d635d14042a2ff37aa251cd2e87df7fe9028fb0409ead77c3c1a8397b0ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2eb04b054edf2273792dd828123753d811fbbd1d635d14042a2ff37aa251cd2e87df7fe9028fb0409ead77c3c1a8397b0ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=BEK_2017_32", "Checksum": "2a3cc6f452a989d34d4491503441f9c2"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["BEK 2017 32"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer 19.06.2017 BEK 2017 32"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz  Beschwerdekammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto  Beschwerdekammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "definitive Rechtsöffnung | Rechtsöffnung definitive"}], "ScrapyJob": "446973/54/2069", "Zeit UTC": "22.01.2026 22:32:35", "Checksum": "3607d589ca035f52bc54b0539f80753e", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer 19.06.2017 BEK 2017 32\nRegeste:\ndefinitive Rechtsöffnung | Rechtsöffnung definitive\n\nzu Art. 125). Der Beschwerdeführer reichte für alle acht Verfahren dieselbe\nBeschwerde ein (je KG-act. 1) und begründete seine Anträge, ohne dabei\nzwischen den verschiedenen Verfahren der Vorinstanz zu unterscheiden. Bei\nden Forderungen in den Verfahren BEK 2017 32/33/36/38/39 handelt es sich\num direkte Bundessteuern für eine natürliche Person (Beschwerdeführer),\nwelcher jeweils eine Veranlagungsverfügung zugrunde liegt. Damit sind sowohl die Parteien (Beschwerdeführer als Schuldner/Betriebener/Gesuchsgegner und Beschwerdegegner als Gläubiger/Betreibender/Gesuchsteller) als\nauch die Art der Rechtsöffnungstitel (Veranlagungsverfügung für direkte Bundessteuer) identisch. Unterschiedlich sind lediglich die Beträge der Forderungen und die jeweiligen Steuerperioden, woraus sich jedoch rechtlich keine\nunterschiedliche Beurteilung ergibt. Folglich können diese Verfahren\n(BEK 2017 32/33/36/38/39) vereinigt werden. Hingegen drängt sich bezüglich\nder Beschwerdeverfahren BEK 2017 34/35/37, welchen eine Ordnungsbussenverfügung wegen Nichteinreichens der Steuerklärungen als definitiver\nRechtsöffnungstitel zugrunde liegt, eine separate Beurteilung auf (vgl. Beschluss in BEK 2017 34/35/37).\n\n3. Der Beschwerdegegner ersuchte gestützt auf die Veranlagungsverfügungen vom 4. Dezember 2001, 30. Juli 2001, 8. März 2002, 28. März 2003\nund 16. Dezember 2004 um Erteilung der definitiven Rechtsöffnung für die\nBeträge gemäss den Verlustscheinen vom 7. Januar 2004, vom 22. August\n2003, vom 10. Februar 2004, vom 14. Oktober 2004 und vom 19. Februar\n2007 (je Vi-act. 1, BEK 2017 32/33/36/38/39). Beruht die betriebene Forderung auf einer Verfügung einer schweizerischen Verwaltungsbehörde, kann\nder Gläubiger die definitive Rechtsöffnung verlangen (Art. 80 Abs. 2 Ziff. 2\nSchKG). Der Verlustschein aus einer früheren Betreibung auf Pfändung gilt\nzwar grundsätzlich als provisorischer Rechtsöffnungstitel (Art. 149 Abs. 2\nSchKG). Für öffentlich-rechtliche Forderungen, die auf dem Verwaltungsweg\ngeltend gemacht werden müssen, kann aber keine provisorische Rechtsöffnung erteilt werden (Daniel Staehelin, in: Basler Kommentar zum SchKG,\nKantonsgericht Schwyz 5\n\n2. Aufl., Basel 2010, N 46 zu Art. 82 SchKG). Deshalb hat die Behörde die\ndem Verlustschein zugrunde liegende Verfügung als Rechtsöffnungstitel vorzulegen, mithin definitive Rechtsöffnung zu verlangen. Der Verlustschein kann\ndabei jedoch als Beweis dafür dienen, dass die Forderung noch nicht verjährt\nist (Daniel Staehelin, a.a.O., N 162 zu Art. 82 SchKG; Guido Näf, in: Kurzkommentar zum SchKG, 2. Aufl., Basel 2014, N 7 zu Art. 149 SchKG; vgl.\nUrteil des Obergerichts des Kantons Aargau vom 7. Juni 2012, ZSU.2012.95,\nE. 4.2 in: CAN online 2013 Nr. 4; Peter Stücheli, Die Rechtsöffnung, Zürich\n2000, S. 393).\n\n4. Sofern der Beschwerdeführer geltend macht, die Zahlungsbefehle seien\nfehlerhaft, weil auf allen die Steuerperiode 2003 vermerkt sei (je KG-act. 1),\nsodass die Rechtsöffnung aufzuheben sei, ist Folgendes festzuhalten.\n\na) Der Rechtsöffnungsrichter hat grundsätzlich nur zu prüfen, ob die in Betreibung gesetzte Forderung auf einem definitiven Rechtsöffnungstitel beruht,\nd.h. ob Bestand, Höhe, Fälligkeit und Betreibbarkeit der Forderung durch den\nRechtsöffnungstitel ausgewiesen sind (Jolanta Kren Kostkiewicz, OF-\nKommentar zum SchKG, 19. Aufl., Zürich 2016, N 2 f. zu Art. 80 SchKG; Peter\nStücheli, Die Rechtsöffnung, Zürich 2000, S. 118). Hingegen hat er weder\nüber den materiellen Bestand der Forderung (statt vieler: Urteil BGer vom\n2. April 2014, 5D_201/2013, E. 4.1) noch über die formell korrekte Anhebung\nder Betreibung (Peter Stücheli, a.a.O., S. 118) zu befinden. Insbesondere unterliegt die Prüfung des Zahlungsbefehls auf allfällige Mängel nicht der Kognition des Rechtsöffnungsrichters. Lediglich Mängel, welche die Nichtigkeit der\nBetreibung zur Folge haben, sind auch im Rechtsöffnungsverfahren von Amtes wegen zu prüfen (Peter Stücheli, a.a.O., S. 92).\n\nb) Im Zahlungsbefehl sind die Angaben des Betreibungsbegehrens aufzunehmen (Art. 69 Abs. 2 Ziff. 1 SchKG), d.h. insbesondere die Forderungsurkunde und deren Datum, in Ermangelung einer solchen der Grund der Forde-\nKantonsgericht Schwyz 6\n\n"}