{"Signatur": "SZ_KG_004", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2017-04-03", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_004_BEK-2017-19_2017-04-03.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "02691712982e8abcea53f5309a9de0ab"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_004_BEK-2017-19_2017-04-03.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/BEK_2017_19_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2d50f829b89546ef82413036403f6d473255c6a563ed5cc95b4b20425cc149891c2c57bb5fdb30ad94370c34d41ba7933ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2d50f829b89546ef82413036403f6d473255c6a563ed5cc95b4b20425cc149891c2c57bb5fdb30ad94370c34d41ba7933ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=BEK_2017_19", "Checksum": "37b482f7da45eac1de75dbe6264503bd"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["BEK 2017 19"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer 03.04.2017 BEK 2017 19"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz  Beschwerdekammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto  Beschwerdekammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "definitive Rechtsöffnung (EGV-SZ 2017 A 6.1) | Rechtsöffnung definitive"}], "ScrapyJob": "446973/54/2069", "Zeit UTC": "22.01.2026 22:31:52", "Checksum": "c0c7149291704d7fd099c399ffcec7e6", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer 03.04.2017 BEK 2017 19\nRegeste:\ndefinitive Rechtsöffnung (EGV-SZ 2017 A 6.1) | Rechtsöffnung definitive\n\n Kantonsgericht Schwyz\n\nBeschluss vom 3. April 2017\nBEK 2017 19 und 20\n\nMitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsidentin lic. iur. Daniela Pérez-Steiner,\nKantonsrichter Clara Betschart und Josef Reichlin,\nGerichtsschreiber lic. iur. Mathis Bösch,\na.o. Gerichtsschreiberin MLaw Larissa Killer.\n\nIn Sachen 1. A.________,\n2. B.________,\nGesuchsgegner und Beschwerdeführer,\n\ngegen\n\nKanton Schwyz,\nGesuchsteller und Beschwerdegegner,\nvertreten durch Kantonsgerichtskasse, Postfach 2265, 6431 Schwyz,\n\nbetreffend definitive Rechtsöffnung\n(Beschwerde gegen die Verfügungen des Einzelrichters am Bezirksgericht\nEinsiedeln vom 9. Januar 2017, ZES 2016 156 und 157);-\n\nhat die Beschwerdekammer,\nKantonsgericht Schwyz 2\n\nnachdem sich ergeben und in Erwägung:\n\n1. Laut Zahlungsbefehlen vom 25. Oktober 2016 betrieb der Kanton\nSchwyz A.________ und B.________ in den Betreibung Nr. xxx und yyy des\nBetreibungsamtes Einsiedeln für offene Gerichtskosten in der Höhe von je\nFr. 100.00 gemäss Entscheiden vom 22. Dezember 2015 (je Vi-act. 7). Mit\nseparaten prozessleitenden Verfügungen vom 14. Dezember 2016 forderte\nder Einzelrichter am Bezirksgericht Einsiedeln die Schuldner auf, innert sieben\nTagen schriftlich zu den separaten Rechtsöffnungsbegehren des Gläubigers\nvom 13. Dezember 2016 Stellung zu nehmen, ohne sie im Sinne von Art. 145\nAbs. 2 f. ZPO auf die Nichtgeltung der Gerichtsferien im summarischen Verfahren hinzuweisen (je Vi-act 8). Die Schuldner reichten ihre separaten Stellungnahmen am Montag, den 9. Januar 2017 ein (Vi-act. 11). Der Einzelrichter\nam Bezirksgericht Einsiedeln hiess die Rechtsöffnungsbegehren an demselben Tag teilweise gut und liess die Eingaben der Beschwerdeführer unberücksichtigt (KG-act. 1/1). Gegen diese Verfügungen erhoben die Schuldner\nin der gemeinsamen Eingabe vom 19. Januar 2017 rechtzeitig Beschwerde.\nDie Beschwerdegegnerin verzichtete auf die Beantwortung der Beschwerde\n(je KG-act. 9).\n\n2. Die Beschwerdeführer machen geltend, der Einzelrichter am Bezirksgericht Einsiedeln habe die Verfügung vom 9. Januar 2017 vorzeitig erlassen\nund damit ihre Verteidigungsrechte verletzt.\n\na) Für die Berechnung, die Einhaltung und den Lauf der Fristen gelten die\nBestimmungen der Zivilprozessordnung (ZPO), sofern das Bundesgesetz über\nSchuldbetreibung und Konkurs (SchKG) nichts anders bestimmt (Art. 31\nSchKG). Mit der Einführung der Schweizerischen ZPO sollte die Abgrenzung\nzwischen dem Zivilprozess- und dem Betreibungsrecht nicht wesentlich geändert werden (Nordmann, BSK, 22010, Art. 31 SchKG N 2; Staehelin, BSK Ergänzungsband, 2017, Art. 31 SchKG ad N 2 und 19). Wegen Vollzugsproble-\nKantonsgericht Schwyz 3\n\nmen wurde auch davon abgesehen, die Betreibungsferien an die Gerichtsferien anzugleichen (Kren Kostkiewicz, Schuldbetreibungs- & Konkursrecht,\n22014, N 369). Die Betreibungsferien und den Rechtsstillstand sowie deren\nWirkungen auf den Fristenlauf regelt das Schuldbetreibungs- und Konkursrecht namentlich in Art. 56 und 63 SchKG. Die Bestimmungen gehen als lex\nspecialis dem Verweis von Art. 31 SchKG vor. Dieser bezieht sich daher nicht\nauf den in Art. 145 ZPO geregelten Stillstand von Fristen in den Gerichtsferien, zumal Art. 145 Abs. 4 ZPO diesbezüglich auf das SchKG zurückverweist\n(je Nordmann und Staehelin, a.a.O., N 19 bzw. ad N 19). Eine Pflicht zur Belehrung über die Nichtgeltung der Gerichtsferien der Zivilprozessordnung mit\nfristverlängernder Wirkung bei unterbliebener Belehrung ist weder in Art. 56\nund 63 SchKG noch andernorts im SchKG vorgesehen (BGE 141 III 170 E. 3;\nKren Kostkiewicz, OFK, 192016, Art. 56 SchKG N 1). Ebenso wenig besteht\neine Hinweispflicht auf die Nichtgeltung der Betreibungsferien (Staehelin,\na.a.O., Art. 63 SchKG ad N 7 b). Das Bundesgericht liess im erwähnten Entscheid ausdrücklich offen, welche Bedeutung in dieser Konstellation dem Umstand zukommt, dass nach Art. 1 lit. c und Art. 251 ZPO die Zivilprozessordnung auf gerichtliche Verfahren im SchKG anwendbar ist.\n\nb) Art. 1 lit. c ZPO wird durch das Fristenrecht des SchKG eingeschränkt,\ndas als spezielleres Fristenrecht dasjenige der Zivilprozessordnung in gerichtlichen Angelegenheiten verdrängt, sofern das gerichtliche Verfahren die Materie von Schuldbetreibung und Konkurs betrifft, namentlich bei gerichtlichen\nBetreibungshandlungen (Ernst/Oberholzer, Fristen und Fristberechnung\ngemäss Zivilprozessordnung, 2013, N 13 f.; Sarbach, KUKO, 22014, Art. 63\nSchKG N 6). Als Betreibungshandlungen gelten Handlungen eines Rechtsöffnungsrichters, die in die Rechtsstellung des Schuldners eingreifen und die auf\ndie Einleitung und Fortsetzung des Verfahrens gerichtet sind, das darauf abzielt, den Gläubiger auf dem Weg der Zwangsvollstreckung aus dem Vermögen des Schuldners zu befriedigen (EGV-SZ 2013 6.1 E. 5.b/aa), etwa die\nFristansetzung zur Stellungnahme zu einem Rechtsöffnungsbegehren\nKantonsgericht Schwyz 4\n\n"}