{"Signatur": "SZ_KG_004", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2018-03-08", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_004_BEK-2017-177_2018-03-08.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "2ce5d178a36b6969a59d5de046aef92b"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_004_BEK-2017-177_2018-03-08.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/BEK_2017_177_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2bbb862cca3ca92f5462d5d299bd7efecc3f1c33b927b702330f6daf905bcedea3785f38738a67f85624c0d44146f82f8ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2bbb862cca3ca92f5462d5d299bd7efecc3f1c33b927b702330f6daf905bcedea3785f38738a67f85624c0d44146f82f8ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=BEK_2017_177", "Checksum": "349f6d8ce08230ed51020021756a2929"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["BEK 2017 177"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer 08.03.2018 BEK 2017 177"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz  Beschwerdekammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto  Beschwerdekammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "definitive Rechtsöffnung | Rechtsöffnung definitive"}], "ScrapyJob": "446973/54/2069", "Zeit UTC": "22.01.2026 22:29:54", "Checksum": "c2f60cfa972ff5ebf19fbbba5004653e", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer 08.03.2018 BEK 2017 177\nRegeste:\ndefinitive Rechtsöffnung | Rechtsöffnung definitive\n\n Kantonsgericht Schwyz\n\nBeschluss vom 8. März 2018\nBEK 2017 177\n\nMitwirkend Kantonsgerichtspräsident Dr. Urs Tschümperlin,\nKantonsrichter Clara Betschart und Josef Reichlin,\na.o. Gerichtsschreiberin BLaw Sonia Zwirner.\n\nIn Sachen A.________\nGesuchsgegner und Beschwerdeführer,\n\ngegen\n\nKanton Schwyz, Bezirk Schwyz, Gemeinde Arth, römisch-katholische\nKirchgemeinde Arth,\nGesuchsteller und Beschwerdegegner,\nvertreten durch Gemeindekassieramt Arth, Gotthardstrasse 21, 6415 Arth,\n\nbetreffend definitive Rechtsöffnung (Betreibung Nr. xx)\n(Beschwerde gegen die Verfügung des Einzelrichters am Bezirksgericht\nSchwyz vom 6. November 2017, ZES 2017 515);-\n\nhat die Beschwerdekammer,\nKantonsgericht Schwyz 2\n\nnachdem sich ergeben und in Erwägung:\n\n1. a) Am 26. September 2017 (Postaufgabe) ersuchte das Gemeindekassieramt Arth (nachfolgend Beschwerdegegner) beim Einzelrichter am Bezirksgericht Schwyz in der Betreibung Nr. xx gegen A.________ um definitive\nRechtsöffnung für den in Betreibung gesetzten Betrag von Fr. 41‘949.95 sowie\nder Betreibungskosten in Höhe von Fr. 118.30 (Vi-act. 1). Die Forderung bestehend aus Gemeinde-, Bezirks-, Kantons- und Kirchensteuern aus den Jahren 1997 und 1998 stützte sich auf den Verlustschein aus Pfändung vom\n8. November 2005 (Vi-act. KB 4).\n\nb) Am 6. November 2017 erteilte der Einzelrichter am Bezirksgericht Schwyz\ndie definitive Rechtsöffnung für den Betrag von Fr. 41‘949.95, auferlegte dem\nSchuldner die Spruchgebühr von Fr. 400.00 und verpflichtete ihn zur Zahlung\neiner Parteientschädigung von Fr. 30.00 (Vi-act. 9).\n\nc) Mit Schreiben vom 20. November 2017 erhob der Schuldner rechtzeitig\nBeschwerde mit folgenden Anträgen (KG-act. 1):\n\n1. Die Verfügung vom 6. November 2017 des Einzelrichters am Bezirksgericht Schwyz im Verfahren ZES 2017 515 sei vollumfänglich\naufzuheben.\n\n2. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zu Lasten des Beschwerdegegners.\n\n2. a) Gemäss Art. 80 Abs. 1 und 2 SchKG kann der Gläubiger beim Richter\ndie Aufhebung des Rechtsvorschlags resp. definitive Rechtsöffnung verlangen, sofern die Forderung auf einem vollstreckbaren gerichtlichen Entscheid\noder einem entsprechenden Surrogat basiert, namentlich einer Verfügung\neiner schweizerischen Verwaltungsbehörde.\nKantonsgericht Schwyz 3\n\nIm Falle einer öffentlich-rechtlichen Forderung für die ein Verlustschein vorhanden ist, bedarf es für die definitive Rechtsöffnung nebst dem Verlustschein\ndie der Forderung zugrunde liegende Verfügung (Stücheli, Die Rechtsöffnung,\nZürich 2000, S. 393; D. Staehelin, in: Staehelin/Bauer/Staehelin [Hrsg.], Basler Kommentar über Schuldbetreibung und Konkurs I, 2. A. 2010, N 162 zu\nArt. 82 SchKG). Mit dem Pfändungsverlustschein vom 8. November 2005\n(Vi-act. KB 4) und der mit einer Rechtskraftbescheinigung versehenen Veranlagungsverfügung 1997/98 vom 9. September 1998 (Vi-act. KB 1) liegt unbestrittenermassen ein Rechtsöffnungstitel i.S.v. Art. 80 Abs. 2 SchKG vor.\n\nb) Vorab ist die richtige Parteibezeichnung zu prüfen, denn der Betreibende\nhat mit dem auf dem Rechtsöffnungstitel genannten Gläubiger identisch zu\nsein (vgl. Stücheli, a.a.O., S. 169; D. Staehelin, a.a.O., N 33 zu Art. 80\nSchKG; BGE 141 I 97, E. 5.2). Dies ist von Amtes wegen abzuklären (BGE\n124 III 501, E. 3a m.w.H.; D. Staehelin, a.a.O., N 29 zu Art. 80 SchKG).\nGemäss der Veranlagungsverfügung ist die Kantonale Steuerverwaltung\nSchwyz verfügende Behörde und als Gemeinde wird Arth genannt (Vi-act.\nKB 1). Der Betreibende ist jedoch gemäss Zahlungsbefehl und Rechtsöffnungsgesuch das Gemeindekassieramt Arth (Vi-act. 1 und KB 5). Gläubiger\nund Betreibender erscheinen auf den ersten Blick als nicht identisch. Es ist\naber Praxis, dass es nichts schadet, wenn die zum Bezug ermächtigte Verwaltungsstelle in der Stellung des Gläubigers auftritt (EGV-SZ 2000, Nr. 39; D.\nStaehelin, a.a.O., N 132 zu Art. 80 SchKG). Zudem kann kein Zweifel über die\neigentliche Gläubigerschaft bestehen, wenn bei Forderungen des Gemeinwesens die zum Bezug ermächtigte kommunale oder kantonale Amtsstelle als\nGläubigerin auftritt (BGer, Urteil 5P.330/2004 vom 22. Dezember 2004, E. 2.2\nm.w.H.). Gemäss § 3 der Steuerbezugsverordnung vom 19. Dezember 2000\n(SRSZ 21.15) beziehen die Gemeinden die periodischen Kantons-, Bezirks-,\nGemeinde- und Kirchgemeindesteuern. Der Gemeinderat bezeichnet eine mit\ndem Bezug betraute Amtsstelle (§ 5 Steuerbezugsverordnung). Die berechtigten Gemeinwesen werden im Bezugsverfahren durch die Bezugsorgane ver-\nKantonsgericht Schwyz 4\n\ntreten (§ 6 Steuerbezugsverordnung). Praxisgemäss ist das Gemeindekassieramt das Bezugsorgan der Gemeinde. Das Gemeindekassieramt Arth ist\nsomit berechtigt für die Gemeinde Arth in Steuersachen zu handeln. Nichtsdestotrotz handelt das Gemeindekassieramt Arth nur stellvertretend für die\nGemeinde Arth und die weiteren berechtigten Gemeinwesen. Behörden sind\nzudem nicht parteifähig, sondern die Körperschaft deren Organ sie sind\n(K. Tenchio, in: Spühler/Tenchio/Infanger, Basler Kommentar, Schweizerische\nZivilprozessordnung, 3. A., Basel 2017, N 15 zu Art. 66 ZPO; Guldener,\nSchweizerisches Zivilprozessrecht, Zürich 1979, S. 125; vgl. BGer, Urteil\n5P.330/2004 vom 22. Dezember 2004, E. 2.2). Da klar ist, wer als Partei gemeint ist, ist die Parteibezeichnung dahingehend zu berichtigen\n(vgl. K. Tenchio, a.a.O., N 55 zu Art. 66 ZPO).\n\n"}