{"Signatur": "SZ_KG_004", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2018-11-15", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_004_BEK-2017-157_2018-11-15.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "8623ad96c0eec8e4e17b47973a810b83"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_004_BEK-2017-157_2018-11-15.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/BEK_2017_157_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d248c0bc513e4d95b635c9245c0f616071b6993f3a6afaa5e4fab61b5b5c5a5b3bf95c91cb5a6d71b6cbaa31eb76d35406ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d248c0bc513e4d95b635c9245c0f616071b6993f3a6afaa5e4fab61b5b5c5a5b3bf95c91cb5a6d71b6cbaa31eb76d35406ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=BEK_2017_157", "Checksum": "909bdb7f7ab8a71ed049b9c7be80dc98"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["BEK 2017 157"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer 15.11.2018 BEK 2017 157"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz  Beschwerdekammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto  Beschwerdekammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Nichtanhandnahme (Zweckentfremdung von Arbeitnehmerbeiträgen, Art. 87 Abs. 3 aAHVG) (EGV-SZ 2018 A 5.2) | Nichtanhandnahme Strafverfahren"}], "ScrapyJob": "446973/54/2069", "Zeit UTC": "22.01.2026 22:27:30", "Checksum": "cd97bed173bad7b6695dff7456395921", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer 15.11.2018 BEK 2017 157\nRegeste:\nNichtanhandnahme (Zweckentfremdung von Arbeitnehmerbeiträgen, Art. 87 Abs. 3 aAHVG) (EGV-SZ 2018 A 5.2) | Nichtanhandnahme Strafverfahren\n\na) Partei ist gemäss Art. 104 Abs. 1 StPO neben den Beschuldigten und\nder Staatsanwaltschaft die Privatklägerschaft. Als Privatklägerschaft gilt die\ngeschädigte Person, die ausdrücklich erklärt, sich am Strafverfahren als Strafoder Zivilklägerin zu beteiligen und diese Erklärung gegenüber einer Strafverfolgungsbehörde – allenfalls infolge derer Aufforderung – spätestens bis zum\nAbschluss des Vorverfahrens abgegeben hat (Art. 118 Abs. 1 und 3 f. StPO).\nGeschädigt ist nach Art. 115 StPO eine Person, die durch die Straftat in ihren\nRechten unmittelbar verletzt worden ist (Abs. 1). Unmittelbar verletzt ist nach\nkonstanter Rechtsprechung des Bundesgerichts, wer Träger des durch die\nverletzte Strafnorm geschützten oder zumindest mitgeschützten Rechtsgutes\nist (BGE 138 IV 258 S. 263 E. 2.2 m.w.H.). Werden durch Delikte, die (nur)\nöffentliche Interessen verletzen, private Interessen auch, aber bloss mittelbar\nbeeinträchtigt, so ist der Betroffene nicht Geschädigter im Sinne von Art. 115\nAbs. 1 StPO (BGE 123 IV 258 S. 263 E. 2.3). In der Lehre wird die Ansicht\nvertreten, dass Behörden, öffentlich-rechtliche Anstalten, öffentlich-rechtliche\nKörperschaften und öffentlich-rechtliche Stiftungen geschädigte Personen\ni.S.v. Art. 115 Abs. 1 StPO sind, soweit sie durch die Straftat in ihren Rechten\nwie ein Privater verletzt worden sind. Die Tat habe sich gegen Rechtsgüter,\nwelche ihnen zur Erfüllung ihrer Verwaltungsaufgaben zur Verfügung stehen,\nzu richten (Mazzucchelli/Postizzi, in: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Basler\nKommentar, Schweizerische Strafprozessordnung, Jugendstrafprozessordnung, Art. 1–195 StPO, 2. A., Basel 2014, N 39 zu Art. 115 StPO m.w.H.).\nNicht geschädigt seien in der Regel die Verwaltungsträger des Gemeinwe-\nKantonsgericht Schwyz 5\n\nsens, wenn sich die Straftat gegen Rechtsgüter richtet, für welche sie zuständig seien. Nicht geschädigt sei etwa das kantonale Sozialamt bei Sozialhilfebetrug (Mazzucchelli/Postizzi, a.a.O., N 40 zu Art. 115 StPO m.w.H.; siehe\nEntscheid ZS.2014.11 des Kantonsgerichts St. Gallen vom 12. August 2014\nE. 3b; siehe Entscheid des Obergerichts des Kantons Bern AK-Nr. 2009/365\nvom 30. November 2009, in: RStrS 2010 Nr. 697, S. 28). Nach der Rechtsprechung des Kantonsgerichts Schwyz ist eine staatliche Ausgleichskasse durch\nangeblich teilweise zu Unrecht bezogene Ergänzungsleistungen in ihren\nRechten nicht wie ein Privater betroffen und mithin auch nicht geschädigt (Beschluss BEK 2012 77 des Kantonsgerichts Schwyz vom 25. März 2013 E. 2).\nDasselbe gilt für eine Fürsorgebehörde, soweit „nur ein kraft ihres Amtes ihr\nzur Erfüllung ihrer öffentlichen Aufgaben verfügbares kollektives Rechtsgut\nbetroffen ist“ (Beschluss BEK 2017 124 des Kantonsgerichts Schwyz vom\n19. Februar 2018 E. 2b). Ist hingegen das private Stiftungsvermögen einer\nprivatrechtlichen und im Handelsregister eingetragenen Vorsorgeeinrichtung\nunmittelbar verletzt, kann die geschädigte (juristische) Person des Privatrechts\nStrafklage erheben und ist grundsätzlich beschwerdebefugte Partei (Beschluss BEK 2017 192 des Kantonsgerichts Schwyz vom 5. Juli 2018 E. 2c).\n\nDie Beschwerdeführerin reichte am 19. Februar 2015 (Posteingang: 20. Februar 2015) Strafanzeige ein (Art. 208 AHVV). Bei der Beschwerdeführerin\nhandelt es sich um eine privatwirtschaftlich organisierte Verbandsausgleichskasse (Art. 53 AHVG), die auf verschiedenen Gründerverbänden (SBC, SCV,\nVSG, VSW) fundiert. Als Personalkörperschaft, die grundsätzlich auf öffent-\nlich-rechtlichen Bestimmungen basiert, ist sie eine juristische Person des öffentlichen Rechts und als solche selbständige Trägerin von Rechten und\nPflichten. Die zuständige Aufsichtsbehörde ist das Bundesamt für Sozialversicherungen BSV (Art. 49 AHVG i.V.m. Art. 76 ATSG; Art. 72 AHVG). Die Beschwerdeführerin erfüllt – wie die staatlichen Ausgleichskassen – öffentliche\nAufgaben (siehe Art. 63 AHVG). Ihre Leistungen werden nach den Grundsätzen des Umlageverfahrens u.a. durch die AHV-, IV-, EO- und die ALV-\nKantonsgericht Schwyz 6\n\n"}