{"Signatur": "SZ_KG_004", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2017-03-23", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_004_BEK-2016-153_2017-03-23.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "b03041e6b77ae730a8afeccac2bf8f32"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_004_BEK-2016-153_2017-03-23.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/BEK_2016_153_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d28247fc9fb17a5ef9a90b021944a2691f822fc2c42e078623a66356243f2812ea23a089b43d12c263c3dbc69f7d26193cea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d28247fc9fb17a5ef9a90b021944a2691f822fc2c42e078623a66356243f2812ea23a089b43d12c263c3dbc69f7d26193cea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=BEK_2016_153", "Checksum": "fba92f5dfaa4f58244d4238540b4b7a7"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["BEK 2016 153"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer 23.03.2017 BEK 2016 153"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz  Beschwerdekammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto  Beschwerdekammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Einsprache gegen Arrestbefehl | Arrest"}], "ScrapyJob": "446973/54/2069", "Zeit UTC": "22.01.2026 22:31:34", "Checksum": "314cdc7a70aca7bd9c3e103c69f85d39", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer 23.03.2017 BEK 2016 153\nRegeste:\nEinsprache gegen Arrestbefehl | Arrest\n\na) Gegen den Einspracheentscheid kann die Beschwerde nach der\nSchweizerischen Zivilprozessordnung erhoben werden (Art. 278 Abs. 3 Satz 1\nSchKG). Die Beschwerde ist schriftlich und begründet einzureichen (Art. 321\nAbs. 1 SchKG). Mit der Beschwerde können die unrichtige Rechtsanwendung\nund die offensichtlich unrichtige Sachverhaltsfeststellung gerügt werden\n(Art. 320 ZPO); es kann also nur eine willkürliche Tatsachenfeststellung und\nBeweiswürdigung geltend gemacht werden (BGE 138 III 232, E. 4.1.2). Die\nSachverhaltsfeststellung bzw. Beweiswürdigung erweist sich als willkürlich,\nwenn das Gericht Sinn und Tragweite eines Beweismittels offensichtlich verkannte, wenn es ohne sachlichen Grund ein wichtiges und entscheidwesentliches Beweismittel unberücksichtigt liess oder wenn es auf der Grundlage der\nfestgestellten Tatsachen unhaltbare Schlussfolgerungen zog (BGE 140 III\n264, E. 2.3; BGer 5A_306/2010 vom 9. August 2010, E. 4.2). Vorausgesetzt\nist dabei, dass die angefochtene Tatsachenermittlung den Entscheid im Ergebnis und nicht bloss in der Begründung als willkürlich erscheinen lässt. Namentlich in der Indizienbeweiswürdigung ist zu beachten, dass Willkür nicht\nschon dann vorliegt, wenn vom Sachgericht gezogene Schlüsse nicht mit der\nDarstellung des Beschwerdeführers übereinstimmen, sondern nur, wenn die\nBeweiswürdigung offensichtlich unhaltbar ist, mit der tatsächlichen Situation in\nklarem Widerspruch steht oder in stossender Weise dem Gerechtigkeitsgedanken zuwiderläuft (BGer 5A_306/2010 vom 9. August 2010, E. 4.2; vgl.\nBGE 140 III 264, E. 2.3; E. 4.2).\n\nIm Arrestverfahren können vor der Rechtsmittelinstanz neue Tatsachen geltend gemacht werden (Art. 278 Abs. 3 Satz 2 SchKG).\nKantonsgericht Schwyz 5\n\nb) Der Gläubiger kann für eine (fällige) Forderung, soweit diese nicht durch\nein Pfand gedeckt ist, Vermögensstücke des Schuldners, die sich in der\nSchweiz befinden, mit Arrest belegen lassen, wenn der Schuldner in der Absicht, sich der Erfüllung seiner Verbindlichkeiten zu entziehen, Vermögensgegenstände beiseite schafft (Art. 271 Abs. 1 Ziff. 2 und Abs. 2 SchKG).\n\nVorausgesetzt werden objektiv das Beiseiteschaffen von Vermögenswerten\nund subjektiv eine unlautere resp. verpönte Absicht des Schuldners (Stoffel,\nin: Staehelin/Bauer/Staehelin [Hrsg.], Basler Kommentar über Schuldbetreibung und Konkurs II, 2. Auflage, Basel 2010, Art. 271 N 68 f.; Kren Kostkiewicz, Kommentar SchKG, 19. Auflage, Zürich 2016, Art. 271 N 29; Kren\nKostkiewicz, Schuldbetreibung und Konkurs, 2. Auflage, Zürich 2014, S. 394;\nBGer 5A_538/2013 vom 12. November 2013, E. 3.1; BGer 5A_306/2010 vom\n9. August 2010, E. 6.2.1; BGer 5P.403/1999 vom 13. Januar 2000, E. 2.c).\nDas Beiseiteschaffen von Vermögenswerten umfasst das Verstecken, Wegbringen, Weggeben, das Veräussern zu Schleuderpreisen, das Belasten, das\nZerstören und das Beschädigen der Vermögenswerte (Stoffel, a.a.O., Art. 271\nN 69; Kren Kostkiewicz, a.a.O., Art. 271 N 30; BGer 5P.403/1999 vom 13. Januar 2000, E. 2.c; BGE 119 III 92, E. 3.b). Ausschlaggebend ist der Umstand,\ndass der Schuldner Vermögenswerte, die dem Gläubiger grunds00E4tzlich als\nVollstreckungssubstrat zur Verfügung stehen können, dieser Verwendungsmöglichkeit entzieht (Stoffel, a.a.O., Art. 271 N 69; BGer 5P.403/1999 vom\n13. Januar 2000, E. 2.c). Eine blosse Absichtsäusserung genügt zwar nicht\n(BGer 5P.177/2006 vom 2. Oktober 2006, E. 2), das objektive Merkmal des\nBeseiteschaffens braucht aber auch nicht vollendet zu sein\n(BGer 5P.403/1999 vom 13. Januar 2000, E. 2.c); der Arrestgrund ist bereits\ngegeben, wenn der Wille des Schuldners, dem Gläubiger Vollstreckungssubstrat zu entziehen aus Vorbereitungshandlungen ersichtlich ist, da bei Vollendung des objektiven Merkmals jeder Arrest zu spät käme (vgl.\nBGer 5P.177/2006 vom 2. Oktober 2006, E. 2; vgl. Kren Kostkiewicz, a.a.O.,\nArt. 271 N 30).\nKantonsgericht Schwyz 6\n\nSubjektiv ist die Absicht des Schuldners, sich der Erfüllung seiner Verbindlichkeiten zu entziehen, erforderlich (Stoffel, a.a.O., Art. 271 N 71; BGer 5A_538/\n2013 vom 12. November 2013, E. 3.1). Dies ist ein innerer Vorgang. Es kann\nvom Gläubiger daher nur verlangt werden, dass er Tatsachen vorbringt, die\nauf diese Absicht schliessen lassen (Jaeger/Walder/Kull/Kottmann, Bundesgesetz über Schuldbetreibung und Konkurs, Band II, 4. Auflage, Zürich 1999,\nArt. 271 N 25). Das tatsächliche Beiseiteschaffen bildet zwar ein Indiz für diese Absicht, reicht aber für sich alleine genommen nicht aus. Umstände, welche für das Vorliegen des subjektiven Tatbestandselements sprechen, sind\ndas Bestehen erheblicher unbeglichener Verbindlichkeiten, das Bestehen von\nVerbindlichkeiten in einem im Verhältnis zu den Mitteln drohenden Ausmass,\ndas unkooperative, hinauszögernde Verhalten des Schuldners oder andere\nlaufende Betreibungsverfahren (Stoffel, a.a.O., Art. 271 N 71). Zu bejahen ist\ndie Absicht namentlich auch dann, wenn – wie erwähnt – der Wille des\nSchuldners, dem Gläubiger Vollstreckungssubstrat zu entziehen, aus Vorbereitungshandlungen ersichtlich ist (Meier-Dieterle, in: Hunkeler [Hrsg.], Kurzkommentar SchKG, 2. Auflage, Basel 2014, Art. 217 N 19; BGer 5P.403/1999\nvom 13. Januar 2000, E. 2.c; BGer 5P.177/2006 vom 2. Oktober 2006, E. 2).\n\n"}