{"Signatur": "SZ_KG_004", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2017-05-31", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_004_BEK-2016-100_2017-05-31.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "a52949c1ab5598cc2eb4783335794c1a"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_004_BEK-2016-100_2017-05-31.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/BEK_2016_100_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d223cb0cd31704b7edcb0bc40539f68117b11a2679d4e74621bb31a5d09f73ec784cd4e99e082cb3257d2311d3abf555dcea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d223cb0cd31704b7edcb0bc40539f68117b11a2679d4e74621bb31a5d09f73ec784cd4e99e082cb3257d2311d3abf555dcea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=BEK_2016_100", "Checksum": "cebe713f335855444e3256816c785091"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["BEK 2016 100"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer 31.05.2017 BEK 2016 100"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz  Beschwerdekammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto  Beschwerdekammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Einstellung Strafverfahren (133, 126 StGB / 123, 186 StGB) | Einstellung Strafverfahren"}], "ScrapyJob": "446973/54/2069", "Zeit UTC": "22.01.2026 22:32:31", "Checksum": "300f38b7bda1be5e41da3359b4f9c2b3", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Schwyz Kantonsgericht Beschwerdekammer 31.05.2017 BEK 2016 100\nRegeste:\nEinstellung Strafverfahren (133, 126 StGB / 123, 186 StGB) | Einstellung Strafverfahren\n\n Kantonsgericht Schwyz\n\nBeschluss vom 31. Mai 2017\nBEK 2016 100\n\nMitwirkend Kantonsgerichtsvizepräsidentin lic. iur. Daniela Pérez-Steiner,\nKantonsrichter Josef Reichlin und Hannelore Räber,\nGerichtsschreiber MLaw Patrick Neidhart.\n\nIn Sachen A.________,\nPrivatkläger und Beschwerdeführer,\nvertreten durch Rechtsanwältin B.________\n\ngegen\n\n1. Staatsanwaltschaft Innerschwyz, Postfach 562, Schmiedgasse 21,\n6431 Schwyz,\nStrafverfolgungsbehörde und Beschwerdegegnerin,\nvertreten durch Staatsanwältin C.________,\n2. D.________,\nBeschuldigter und Beschwerdegegner,\n\nbetreffend Einstellung Strafverfahren (Raufhandel, Tätlichkeiten / einfache Körperverletzung, Hausfriedensbruch)\n(Beschwerde gegen die Einstellungsverfügung der Staatsanwaltschaft Innerschwyz vom 22. Juli 2016, SUI 2015 7305);-\n\nhat die Beschwerdekammer,\nKantonsgericht Schwyz 2\n\nnachdem sich ergeben und in Erwägung:\n\n1. Am 10. Juli 2015 ereignete sich zwischen 00:30 Uhr und 01:30 Uhr an\nder H.strasse in K.________ eine tätliche Auseinandersetzung zwischen\nA.________ und D.________, zu welcher G.________, E.________,\nF.________ und I.________ in der Folge hinzustiessen. E.________ alarmierte um 00:58 Uhr die Kantonspolizei Schwyz (U-act.8.1.01, S. 6). Die ausgerückte Polizeipatrouille stellte bei A.________ und D.________ Verletzungen fest. Ein Atemalkoholtest ergab zudem, dass sowohl A.________ (1.79\nPromille) als auch I.________ (1.85 Promille) stark alkoholisiert waren (U-\nact. 8.1.15 und 8.1.20). Am 25. Juli 2015 stellte A.________ gegen\nD.________, G.________, E.________ und F.________ Strafantrag wegen\nTätlichkeit, Körperverletzung und Hausfriedensbruchs (U-act. 8.1.06). Die\nKantonspolizei Schwyz befragte in der Folge die beteiligten Personen teils\nmehrfach (U-act. 8.1.07-8.1.14). Nachdem die Staatsanwaltschaft Innerschwyz am 23. November 2015 eine Strafuntersuchung gegen A.________\neröffnet hatte (U-act. 9.0.01), eröffnete sie am 27. Mai 2016 auch gegen\nD.________ (U-act. 9.0.03), G.________ (U-act. 9.0.04), E.________ (U-\nact. 9.0.05) und F.________ (U-act. 9.0.06) je eine Strafuntersuchung. Mit\nEinstellungsverfügungen vom 22. Juli 2016 stellte die Staatsanwaltschaft Innerschwyz die Strafuntersuchungen gegen D.________ (U-act. 12.1.01),\nG.________ (U-act. 12.2.01), E.________ (U-act. 12.3.01) und F.________\n(U-act 12.4.01) ein.\n\nGegen diese Einstellungsverfügungen erhob A.________ (nachfolgend Beschwerdeführer) am 8. August 2016 je Beschwerde beim Kantonsgericht (Verfahren BEK 2016 100-103). Im vorliegenden Verfahren gegen D.________\n(nachfolgend Beschuldigter) stellte der Beschwerdeführer folgende Anträge\n(KG-act. 1):\n1. Die Einstellungsverfügung vom 22.7.2016 i.S. SUI 2015 7305 sei\naufzuheben und D.________ sei wegen Körperverletzung und\nKantonsgericht Schwyz 3\n\nHausfriedensbruch zum Nachteil von A.________ angemessen zu\nbestrafen.\n2. Es sei A.________ die unentgeltliche Prozessführung unter Beiordnung der Unterzeichnenden als unentgeltliche Rechtsvertreterin\nzu bewilligen.\n3. Unter Kosten- und Entschädigungsfolgen zulasten des Staates.\n\nDie Staatsanwaltschaft Innerschwyz liess sich mit Eingabe vom 19. August\n2016 vernehmen und beantragte, die Beschwerde kostenpflichtig abzuweisen\n(KG-act. 5). Der Beschuldigte reichte keine Beschwerdeantwort ein. Mit Eingabe vom 25. August 2016 liess der Beschwerdeführer dem Kantonsgericht\nweitere Unterlagen zum Gesuch um unentgeltliche Rechtspflege zukommen\n(KG-act. 7).\n\n2. a) Nach Beendigung des Untersuchungsverfahrens entscheidet die\nStaatsanwaltschaft, ob ein Strafbefehl zu erlassen, Anklage zu erheben oder\ndas Verfahren einzustellen ist (Art. 318 StPO). Gemäss Art. 319 Abs. 1 StPO\nverfügt die Staatsanwaltschaft die Einstellung des Verfahrens, wenn kein Tatverdacht erhärtet ist, der eine Anklage rechtfertigt (lit. a), kein Straftatbestand\nerfüllt ist (lit. b), Rechtfertigungsgründe einen Straftatbestand unanwendbar\nmachen (lit. c) oder Prozessvoraussetzungen definitiv nicht erfüllt werden\nkönnen oder Prozesshindernisse bestehen (lit. d). Aus dieser Bestimmung\nund aus Art. 324 Abs. 1 StPO ergibt sich der Grundsatz \"im Zweifel für die\nAnklageerhebung\" bzw. \"in dubio pro duriore\". Danach hat in Zweifelsfällen\neine Anklage und gerichtliche Beurteilung zu erfolgen, sofern der Fall nicht mit\nStrafbefehl bzw. Strafverfügung erledigt werden kann. Eine Überweisung an\ndas Gericht ist somit zu verfügen, wenn zwar eher ein Freispruch zu erwarten\nist, eine Verurteilung aber nicht als unwahrscheinlich ausgeschlossen werden\nkann (BGE 137 IV 219, E. 7.1 f., m.w.H.; BGer, Urteil 1B_508/2011 vom\n9. Februar 2012, E. 2.1). Eine Anklage ist jedoch nur dann zu erheben, wenn\ngenügend Anhaltspunkte vorliegen, die eine Weiterführung des Verfahrens\nrechtfertigen und die Staatsanwaltschaft die Tatbeteiligung sowie eine Strafe\nbzw. Massnahme im Zeitpunkt der Anklageerhebung für wahrscheinlich hält.\nKantonsgericht Schwyz 4\n\n"}