{"Signatur": "SZ_KG_003", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2018-07-09", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_003_STK-2017-40_2018-07-09.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "e4a7b699a09938491b3f79e977ea18ee"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_003_STK-2017-40_2018-07-09.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/STK_2017_40_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d252ddfdc477a4c67ab1770514d984b99aadb4dcb63d8b1929baac0b716820081113abc36b8570d67bee53f7264d7bb482ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d252ddfdc477a4c67ab1770514d984b99aadb4dcb63d8b1929baac0b716820081113abc36b8570d67bee53f7264d7bb482ea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=STK_2017_40", "Checksum": "c32e6bb261d91878274b1fdfa7413b83"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["STK 2017 40"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht Strafkammer 09.07.2018 STK 2017 40"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht Strafkammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz  Strafkammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto  Strafkammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "üble Nachrede (Art. 173 Ziff. 1 StGB) | Strafgesetzbuch"}], "ScrapyJob": "446973/54/2069", "Zeit UTC": "22.01.2026 22:28:27", "Checksum": "c8f870eae4b404d2be3163e69925f1cf", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Schwyz Kantonsgericht Strafkammer 09.07.2018 STK 2017 40\nRegeste:\nüble Nachrede (Art. 173 Ziff. 1 StGB) | Strafgesetzbuch\n\nDie Klageantwort des Berufungsführers ging am 11. September 2013 beim\nBezirksgericht G.________ ein (Poststempel: 9. September 2013;\nU-act. 3.1.02 [SUO 2014 6]). Der Rechtsvertreter des Berufungsgegners leitete diese Eingabe am 3. Oktober 2013 (Eingang gemäss handschriftlicher Notiz: 4. Oktober 2013) an seinen Klienten weiter (U-act. 3.1.03 [SUO 2014 6]).\nDaraufhin reichte der Berufungsgegner mit Schreiben vom 30. November\n2013 eine als Strafanzeige und Strafantrag bezeichnete Eingabe bei der Kantonspolizei Schwyz ein (U-act. 3.1.01 [SUO 2014 6]). Aus dem Antrag für einen Vorführbefehl vom 13. Januar 2014 (Schlussverfügung vom 15. Januar\n2014) und der Aktennotiz vom 8. Januar 2014 ergibt sich, dass die Kantonspolizei Schwyz das Vorbringen des Berufungsgegners als Anzeige entgegennahm (U-act. 8.1.01 und U-act. 8.1.02 [SUO 2014 6]; vgl. Art. 306 f. StPO).\nDamit hat der Berufungsgegner seinen Strafantrag im Sinne von Art. 173\nZiff. 1 StGB einer zuständigen Behörde eingereicht und die Antragsfrist von\ndrei Monaten gewahrt. Der Hauptantrag 1 um Freispruch wegen fehlendem\noder verspätetem Strafantrag ist demnach abzuweisen.\n\n2. Der Berufungsführer beantragt des Weiteren den Aktenbeizug gemäss\ndem Begehren vor der Vorinstanz (KG-act. 3, S. 4). Er macht geltend, dass er\nsich im Ungewissen befinde, ob ein Aktenbeizug hinter seinem Rücken und\ndamit unter Verletzung seines Anspruchs auf rechtliches Gehör stattgefunden\nhabe (KG-act. 3, S. 2).\n\na) Der Anspruch auf rechtliches Gehör ist Teilaspekt des allgemeinen\nGrundsatzes des fairen Verfahrens nach Art. 29 Abs. 1 BV sowie Art. 6 Ziff. 1\nEMRK und in Art. 29 Abs. 2 BV, Art. 3 Abs. 2 lit. c sowie Art. 107 Abs. 1 lit. e\nStPO garantiert (siehe BGE 133 I 100 Regeste). Das rechtliche Gehör dient\nKantonsgericht Schwyz 10\n\ngemäss bundesgerichtlicher Rechtsprechung einerseits der Sachaufklärung,\nandererseits stellt es ein persönlichkeitsbezogenes Mitwirkungsrecht beim\nErlass eines Entscheides dar, welcher in die Rechtsstellung einer Person eingreift. Dazu gehört insbesondere deren Recht, sich vor Erlass eines solchen\nEntscheides zur Sache zu äussern, erhebliche Beweise beizubringen, Einsicht\nin die Akten zu nehmen, mit erheblichen Beweisanträgen gehört zu werden\nund an der Erhebung wesentlicher Beweise entweder mitzuwirken oder sich\nzumindest zum Beweisergebnis zu äussern, wenn dieses geeignet ist, den\nEntscheid zu beeinflussen (BGE 136 V 351 S. 356 E. 4.4 m.w.H.). Zur Wahrung des rechtlichen Gehörs müssen die Verfahrensbeteiligten mithin Beweisanträge stellen können (siehe Landshut/Bosshard, Kommentierung des\nArt. 318 StPO, in: Donatsch/Hansjakob/Lieber [Hrsg.], Kommentar zur\nSchweizerischen Strafprozessordnung [StPO], 2. A., Zürich 2014, N 8 zu\nArt. 318 StPO). Die Staatsanwaltschaft setzt den Parteien eine Frist zum Stellen von Beweisanträgen bei Mitteilung des Abschlusses der Strafuntersuchung bei beabsichtigter Verfahrenserledigung durch Anklage oder Einstellung (Art. 318 Abs. 2 StPO; siehe Steiner, Kommentierung des Art. 318 StPO,\nin: Niggli/Heer/Wiprächtiger [Hrsg.], Schweizerische Strafprozessordnung,\nJugendstrafprozessordnung, Art. 196−457 StPO, Art. 1−54 JStPO, 2. A., Basel 2014, N 15 zu Art. 318 StGB; Schmid/Jositsch, Handbuch des schweizerischen Strafprozessrechts, 3. A., Zürich/St. Gallen 2017, N 1244 zu § 79). Bei\nAblehnung eines Beweisantrags muss die Staatsanwaltschaft dies mindestens\nsummarisch in einem separatem Entscheid begründen (Landshut/Bosshard,\na.a.O., N 10 zu Art. 318 StPO; siehe Schmid, Schweizerische Strafprozessordnung, Praxiskommentar, 2. A., Zürich/St. Gallen 2013, N 6 zu Art. 318\nStPO). Das Begründungserfordernis will sicherstellen, dass das urteilende\nGericht Kenntnis über die Gründe hat und diese berücksichtigen sowie würdigen kann, wenn die Partei ihren abgelehnten Beweisantrag im Hauptverfahren\nwiederholt (Sollberger, Kommentierung des Art. 318 StPO, in: Goldschmid/Maurer/Sollberger [Hrsg.], Kommentierte Textausgabe zur Schweizerischen Strafprozessordnung [StPO], Bern 2008, S. 308).\nKantonsgericht Schwyz 11\n\n"}