{"Signatur": "SZ_KG_003", "Spider": "SZ_Gerichte", "Sprache": "de", "Datum": "2018-02-06", "HTML": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_003_STK-2016-36_2018-02-06.html", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/loadTable", "Checksum": "22ff9b552de27d977487111f31132eb5"}, "PDF": {"Datei": "SZ_Gerichte/SZ_KG_003_STK-2016-36_2018-02-06.pdf", "URL": "https://gerichte.sz.ch/tribunavtplus/ServletDownload/STK_2016_36_eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2a502798f7513bb797278754e534b2e4af4550cefd0c093195a8747b4eea3efe4618759c8a510722a459bb5126b7d50ccea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b?path=eb9cb516b72ea9d822b390383b5bf9d2a502798f7513bb797278754e534b2e4af4550cefd0c093195a8747b4eea3efe4618759c8a510722a459bb5126b7d50ccea2e94432a3f2899a2ba69cf3333726b&pathIsEncrypted=1&dossiernummer=STK_2016_36", "Checksum": "3fd9f469e1720817f7c6a3daa6657bfb"}, "Scrapedate": "2023-01-01", "Num": ["STK 2016 36"], "Kopfzeile": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht Strafkammer 06.02.2018 STK 2016 36"}], "Meta": [{"Sprachen": ["de"], "Text": "Schwyz Kantonsgericht Strafkammer"}, {"Sprachen": ["fr"], "Text": "Schwytz  Strafkammer"}, {"Sprachen": ["it"], "Text": "Svitto  Strafkammer"}], "Abstract": [{"Sprachen": ["de", "fr", "it"], "Text": "gewerbsmässiger Betrug | Strafgesetzbuch"}], "ScrapyJob": "446973/54/2069", "Zeit UTC": "22.01.2026 22:31:23", "Checksum": "3c4629f993fc2640bd971eb41c49e9e7", "Chunktext": "Auszug aus dem Entscheid Schwyz Kantonsgericht Strafkammer 06.02.2018 STK 2016 36\nRegeste:\ngewerbsmässiger Betrug | Strafgesetzbuch\n\n gung in der Arztpraxis und deren Umgebung aktiv unter dem Arm\nstützte, obwohl D.________ auf diese Unterstützung beim Gehen\ngar nicht angewiesen war. Dies tat der Beschuldigte, um Dr. med.\nI.________ in den irrigen Glauben zu versetzen, seinem Vater\nD.________ gehe es gesundheitlich derart schlecht und dieser sei\nauf derart weitreichende Hilfe im Alltag angewiesen.\nGestützt auf das täuschende Verhalten des Beschuldigten in Kombination mit jenem D.________, der seinen schlechten Zustand aktiv vorgaukelte, im irrigen Glauben, D.________ gehe es tatsächlich gesundheitlich so schlecht, wie selber erlebt und beschrieben\nerhalten, und im Unwissen um den tatsächlich guten Gesundheitszustand D.________, bestätigte Dr. med. I.________ gleichentags,\nd.h. am 10. Oktober 2013 gegenüber der AHV-Stelle der SVA\nZürich den nach wie vor schlechten Gesundheitszustand\nD.________. Der Beschuldigte und D.________ erwirkten so gemeinsam ein inhaltlich falsches, ärztliches Attest seitens Dr. med.\nI.________.\nGestützt auf die in die Irre geleiteten Befunde seitens Dr. med.\nI.________ anerkannte die SVA Zürich ebenfalls im Unwissen um\ndie wahren Umstände weiterhin den Anspruch D.________ auf eine Hilflosenentschädigung mittleren Grades, so dass ihm die Ausgleichskasse im irrigen Glauben, dass es D.________ tatsächlich\ngesundheitlich schlecht gehe, folgende Leistungen ausbezahlte:\n\nIV-Stelle Schwyz / Ausgleichskasse Schwyz\nCHF 1'170.00 HE (exkl. AHV) 06.06.2013\nCHF 1'170.00 HE (exkl. AHV) 04.07.2013\nCHF 1'170.00 HE (exkl. AHV) 07.08.2013\nCHF 1'170.00 HE (exkl. AHV) 05.09.2013\nCHF 1'170.00 HE (exkl. AHV) 04.10.2013\nCHF 1'170.00 HE (exkl. AHV) 06.11.2013\nCHF 1'170.00 HE (exkl. AHV) 05.12.2013\nCHF 1'170.00 HE (exkl. AHV) 08.01.2014\nCHF 1'170.00 HE (exkl. AHV) 06.02.2014\nCHF 1'170.00 HE (exkl. AHV) 06.03.2014\nCHF 1'170.00 HE (exkl. AHV) 04.04.2014\nCHF 1'170.00 HE (exkl. AHV) 07.05.2014\nCHF 1'170.00 HE (exkl. AHV) 05.06.2014\nCHF 1'170.00 HE (exkl. AHV) 04.07.2014\nCHF 16‘380.00 Total\n\nDurch das vorgenannte Mitwirken des Beschuldigten erlangte dessen Vater D.________ zwischen Juni 2013 und Juli 2014 (14 Monate) in rechtswidriger Weise von der Ausgleichskasse Schwyz total CHF 16‘380.00 resp. monatlich CHF 1‘170.00. Diese Leistungen resp. Geldbeträge zahlte die Ausgleichskasse Schwyz\nD.________ jeweils auf sein Sparkonto P.________ (Bank), Kto-\nNr. yy, aus.\nDiese Geldbeträge stellten einen wesentlichen Anteil von\nD.________ monatlichem Einkommen dar, da er nebst dem unrechtmässigen Leistungsbezug keiner Arbeitstätigkeit nachging\nKantonsgericht Schwyz 9\n\nund bloss eine AHV-Rente von monatlich CHF 997.00 und eine\nBVG-Rente von monatlich CHF 839.00 erhielt.\n\nBei seinem vorangehend beschriebenen, täuschenden Verhalten\n(gemeint: in der Arztpraxis Dr. med. I.________ und beim Ausfüllen der beiden Revisionsformulare mit den falschen Angaben) war\ndem Beschuldigten aus der (Kranken-)Vorgeschichte seines Vaters D.________ bewusst, dass er durch sein eigenes Verhalten\nfür seinen Vater zu Unrecht wiederkehrende Versicherungsleistungen zu erlangen half, auf die dieser keinerlei Anspruch hatte und\ndie einen wesentlichen Teil des Einkommens seines Vaters darstellten.\n\nAm 28. April 2016 fand die Hauptverhandlung vor dem Strafgericht des Kantons Schwyz statt, wobei gleichzeitig die Anklage gegen den Mitbeschuldigten\nD.________ verhandelt wurde. Die anwesenden Parteien stellten dabei folgende Anträge (Vi-act. 11):\n\nStaatsanwaltschaft\n\n1. Der Angeklagte A.________ sei im Sinne der Anklage schuldig zu\nsprechen.\n\n2. Er sei mit einer Freiheitsstrafe von 12 Monaten zu bestrafen.\n\n3. Die Probezeit für die bedingte Freiheitsstrafe sei auf 5 Jahre festzusetzen.\n\n4. Die mit Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Limmat am\n5. August 2011 bedingt ausgesprochene Geldstrafe von 40 Tagessätzen zu je CHF 120.00, total CHF 4‘800.00, sei zu widerrufen\nund für vollziehbar zu erklären.\n\n5. [Herausgabe].\n\n6. Die Untersuchungskosten in der Höhe von CHF 2‘350.50 seien\ndem Beschuldigten vollständig aufzuerlegen, ebenso die Kosten\nder Verteidigung.\nKantonsgericht Schwyz 10\n\nVerteidigung\n\n1. A.________ sei von Schuld und Strafe vollumfänglich freizusprechen.\n\n2. Er sei für seine anwaltlichen Aufwendungen vollumfänglich zu entschädigen. Die Verfahrenskosten seien auf die Staatskasse zu\nnehmen.\n\nMit Urteil vom 28. April 2016 entschied das Strafgericht was folgt:\n\n1. A.________ wird des gewerbsmässigen Betrugs im Sinne von\nArt. 146 Abs. 1 i.V.m. 2 StGB schuldig gesprochen.\n\n"}